M:O MUSEUM ONLINE
 
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MUSEUM ONLINE

Die Projektinitiative MUSEUM ONLINE des BM für Unterricht, Kunst und Kultur und von KulturKontakt Austria fand in den Jahren von 1995 – 2010 statt und wird im Schuljahr 2010/11 nicht mehr weitergeführt.

Zweck und Ziel

 

Allgemein

Was ist MUSEUM ONLINE?

MUSEUM ONLINE ist eine Projektinitiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) und von KulturKontakt Austria; operativ durchgeführt von KulturKontakt Austria.

Jedes Jahr werden pro Bundesland je ein Museum oder Kultureinrichtung eingeladen sich am Jahresthema von MUSEUM ONLINE zu beteiligen.

Dabei entstehen interdisziplinäre Arbeiten unter Verwendung innovativer Technologien. Mindestens zwei Schulen kooperieren mit einem Museum oder Kunst- und Kulturinstitution über den Zeitraum eines Schuljahres.

Ziele

Das Projekt MUSEUM ONLINE will die Zusammenarbeit zwischen Museen und Schulen unter Einsatz innovativer Technologien fördern. Die Nutzung neuer Kommunikations- und Informationstechnologien stellt dabei einen wesentlichen Bestandteil des Projekts dar. Die in diesem Kontext entstehenden Beiträge werden im Rahmen der M:O Website dokumentiert und fördern u.a. eine aktive Auseinandersetzung mit der Museumslandschaft durch Jugendliche.

MUSEUM ONLINE hat sich zu einem bundesweiten und grenzüberschreitenden Projekt entwickelt. Ob die Schulen nun ihre unmittelbare Umgebung erforschen und im Web dokumentieren oder mit Schulen im Ausland zusammenarbeiten, eines ist allen diesen Arbeiten gemeinsam: das Erkennen und Entwickeln neuer Ausdrucksformen die interaktive Kommunikation zwischen Schule und »Außenwelt« und das Einlassen auf einen künstlerisch-kreativen Prozess mit offenem Ausgang.

Zielgruppe

MUSEUM ONLINE will nicht nur InformatikerInnen ansprechen, sondern in seiner Ausrichtung auf kulturelle und künstlerische Inhalte vor allem LehrerInnen der musischen Fächer motivieren, die vielfältigen Möglichkeiten der Neuen Medien zur Verschmelzung von Inhalt, Technik und Ästhetik zu nutzen und experimentelle, zeitgemäße Zugänge zur Vermittlung von kultureller Bildung zu erkunden.

Beispiele

Konnten sich bis 2006 Schulen direkt an diesem Programm beteiligten und sich „ihr“ Museum selber aussuchen, werden nun Museen direkt angesprochen (1 Museum pro Bundesland), die mit mindestens zwei Schulen eine intensive Partnerschaft für ein Schuljahr eingehen und gemeinsam zum Jahresmotto arbeiten.
So stand 2006/07 die „Unbekannte Sammlung“ und 2007/08 „Auf den Spuren von …“ im Zentrum der Auseinandersetzung.

Diese Mischung aus haptischer und virtueller Welt zeichnet viele Beiträge von MUSEUM ONLINE aus. Die Synthese von computertechnischen Möglichkeiten und bisherigen Ausdrucksformen gelingt den jungen Autor/inn/en dort besonders gut, wo sie Anknüpfungspunkte an ihre eigenen Lebensumstände haben. So arbeiteten Schüler/innen der HS Imst Oberstadt, Mittelschule Tramin und HAK Imst 2006/07 gemeinsam mit dem Haus der Fasnacht Imst unter dem Titel „Iatz klumperet’s“ die Fasnachtstradition Tirols auf. Es wurden Schnitzer bei der Arbeit interviewt, das Entstehen eines Fasnachtswagen dokumentiert, Lieder, Gedichte und Stanzeln digital erfasst und kommentiert. Alles in allem wurde hier ein Schatz für die Volkskultur gehoben, der in dieser Art einzig ist.

Das Oberösterreichische Landesmuseum/Landesgalerie Linz mit ihren Partner/innen, dem BORG Honauerstraße und dem BG/BRG Ramsauerstraße gingen gemeinsam auf Spurensuche des lange Zeit vergessenen und ausdrucksstarken Zeichners Klemens Brosch, spürten »seinen« Plätzen in Linz nach und analysierten seine Werke im Museumsarchiv. Das Material, das sie entdeckten wurde anschließend für die Projekt-Website „Auf den Spuren von Klemens Brosch“ aufbereitet.

Auf die Spurensuche des Musikers Joseph Haydn begaben sich das ORG Theresianum Eisenstadt und die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Theresianum, die einen Multimedia-Stadtweg durch Eisenstadt legten und Kulturdenkmäler und Wirkungsstätten Haydns miteinander verbanden. „Haydn remixed“

Wie man das Leben und Werk der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann auch für junge Menschen von heute spannend vermitteln kann, zeigt uns das Projektergebnis von »absolut bachmann« der drei Schulen Höhere Lehranstalt für Wirtschaft und Mode (WI´MO), das Istituto d´Istruzione Superiore »Ingeborg Bachmann« (ISIS), das Ingeborg Bachmann-Gymnasium Klagenfurt gemeinsam mit dem Robert-Musil-Literatur-Museum Klagenfurt. Der Titel »absolut bachmann« steht für eine distanzlose und hautnahe Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte und der Arbeit der Dichterin, die absolut gelebt hat.

Mindestens zweisprachig

Die Projektteilnehmer arbeiten seit dem ersten Durchlauf von MUSEUM ONLINE unter der Prämisse, dass das Web keine regionalen und nationalen Grenzen kennt. Aus diesem Grund sind sämtliche Projektwebsites mindestens zweisprachig abrufbar.

Unterstützung bei der Projektdurchführung

Zur Umsetzung erhält jedes Museum eine finanzielle Unterstützung um diese exemplarische Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum in der Region zu implementieren.

Kriterien

Auf die einzelnen wesentlichen Punkte zusammengefasst tritt MUSEUM ONLINE auf für

  • die Förderung einer aktiven Auseinandersetzung mit der Museumslandschaft durch Jugendliche
  • das Erkennen und Entwickeln neuer Ausdrucksformen
  • das Einlassen auf einen künstlerisch-kreativen Prozess mit offenem Ausgang
  • eine interaktive Kommunikation zwischen Museum – Schule und „Außenwelt“ unter der Anwendung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Die grundlegenden Aspekte bzw. die Lehrinhalte im Zuge einer Projektarbeit im Rahmen von MUSEUM ONLINE sind demnach:

  • die Kooperation zwischen Schule und Museen (Kultureinrichtungen) zur Förderung der kulturellen Identität anhand des Jahresthemas
  • die Vermittlung von Medienkompetenz
  • die Förderung und Unterstützung von Kulturvermittlung
  • eine Positionierung im Spannungsfeld von virtuellen und realen Darstellungsformen (das jeweilige Medien als Mittel zum Zweck, nicht als Selbstwert)
  • eine Vorbereitung der Schüler/innen auf das Arbeitsleben im Sinne des Erwerbs von Kompetenzen in der Projektabwicklung
  • die Zusammenarbeit auf europäischer und internationaler Ebene (fakultativ)

METHODEN bei MUSEUM ONLINE:

  • Verbindung von innovativer Technologien mit kulturellen Inhalten
  • mehrsprachige Darstellung der Projekte
  • selbstorganisiertes Lernen; Teamarbeit, Projektunterricht, Wechsel Lehrende/r und Lernende/r; prozessorientiertes Arbeiten
  • Einsatz von Informationstechnologien (e-mail, Chat-Rooms, Videokonferenz, Mailingliste, ...)
  • Plattform für Diskussionsprozesse
  • Kopplung von Inhalt mit Technik durch Workshops
  • Einsatz von Fachreferent/innen bei Workshops und direkt vor Ort zur Förderung von Kreativität, Innovation und Wissensvermittlung im musealen Bereich
  • Steigerung von technischem und organisatorischem Know How
  • Präsentation der Ergebnisse aus der Sicht von Jugendlichen

Einsatz von MUSEUM ONLINE im Unterricht

Ziel von MUSEUM ONLINE ist es, das Verständnis für Kunst und Kultur und neue Kommunikationstechnologien fördern:

Durch die Beschäftigung mit kulturellen Inhalten sammeln einerseits Lehrer/innen Erfahrungen im Einsatz von multimedialen Ressourcen für Unterrichtszwecke. Andererseits lernen Schüler/innen auf zeitgemäße Art und Weise, sich einem Thema zu nähern und dieses mit Hilfe einer „neuen Lernkultur“ zu erarbeiten. Darüber hinaus wird auch die pädagogische Vermittlungsarbeit von Kunst- und Kulturinstitutionen, sowie die Zusammenarbeit von Schule, Kunst- und Kulturinstitutionen gefördert.

Ein weiterer Lernaspekt im Zuge von MUSEUM ONLINE ist der Erwerb von Projekt-Kompetenzen der beteiligten Personen (Zielformulierung, Gruppenarbeiten und Arbeitsteilung, Schwerpunktsetzung, Zielerreichung …).

Museumspädagogische Aspekte

Die Kunstwerke werden durch den unmittelbaren gestalterischen Zugriff am PC für die Schüler/innen direkt erlebbar und bearbeitbar. Durch die „Neuen Medien“ wird für die Jugendlichen eine neuartige und zeitgemäße Begegnungsmöglichkeit mit dem Museum geschaffen. Sowohl technisch - innovative, als auch kunsthistorisch oder museologisch orientierte Fragen, sowie der kreativ-spielerische Umgang mit der Institution „Museum“ werden gefördert.

Das gefahrlose Experimentieren/Spielen mit bekannten Bildern (digitale Verfremdung etc.) stellt eine von mehreren Motivationsquellen dar und steht im Kontrast zum verbreiteten Erlebnis des „Berühren Verboten“ beim Real-Besuch in einem Museum.

Weiters ist eine Auseinandersetzung über Funktionalität und Darstellungsformen von virtuellen Museen Gegenstand des Projektes.

MUSEUM ONLINE kann leisten, dass den Kindern und Jugendlichen ein lustvoller und erlebnisintensiver Zugang zur Institution „Museum“ ermöglicht wird. Die intensive Auseinandersetzung mit den Häusern und ihren Aufgaben (Vermitteln/Ausstellen, Sammeln und Archivieren, Forschen) macht das „Museum“ in seiner Komplexität erlebbar und interessant.

EYCIbm:ukkKulturKontakt Austria