Das Ziel des Projekts

Ziel von MUSEUM ONLINE ist es, möglichst vielen SchülerInnen und LehrerInnen im Rahmen des Projektunterrichts sowohl die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit nationaler und internationaler Kunst und Kultur als auch den Umgang mit neuen Kommunikationstechnologien zu ermöglichen. Dabei ist MUSEUM ONLINE bewußt interdisziplinär ausgerichtet und beschränkt sich ab dem Schuljahr 1997/98 weder auf eine bestimmte Kunstrichtung oder einen Sammlungsschwerpunkt noch werden die TeilnehmerInnen bei der Auswahl ihrer Ausdrucksmittel eingeschränkt. Einzige Bedingung ist, daß die Ergebnisse bei einem Wettbewerb am Ende des Projekts (in der Regel im Mai jeden Jahres) digital präsentiert werden müssen und im Rahmen dieser Web Site in deutsch und englisch abrufbar sind.

Darüber hinaus will MUSEUM ONLINE auch den länderübergreifenden Kontakt zwischen Schulen, Museen, Kunst- und Kulturinstitutionen fördern. Denn durch die "Neuen Medien" wird für Jugendliche eine neuartige und zeitgemäße Begegnungsmöglichkeit mit Museen, Kunst- und Kulturinstitutionen geschaffen, die per se keine nationalen Grenzen kennt.

Intentionen von MUSEUM ONLINE

Konkrete Erfahrungen und Erlebnisse und praktisches Kennenlernen der Möglichkeiten die durch mm-Technologie - wie sie im Projekt MUSEUM ONLINE geboten werden - sind Gewähr für die kompetentesten und selbstsichersten User der Zukunft.

Ein bekanntes Kunstwerk kann, scheinbar in Sekundenschnelle auf den Bildschirm gezaubert und dort mit Knopfdruck verändert werden. Diese Qualität der Verfügbarkeit steht in einem spannungsgeladenen Verhältnis zu Museumstraditionen, die an die Einmaligkeit, die Aura und die Originalmaterialität des Museumsobjektes gebunden sind.

Die Jugendlichen entwickeln neue Wege und Formen der internationalen Zusammenarbeit, welche die multikulturell orientierten Inhalte der Museen zum Thema haben, und verwenden dabei zukunftsweisende mm-Kommunikationstechnolgie. Neben den Schul-TeilnehmerInnen, SchülerInnen unterschiedlichster Schulen richtet sich MUSEUM ONLINE direkt an zwei Multiplikatorengruppen: einerseits die MuseumskommunikatorInnen, die im Bereich der kulturellen Vermittlungsarbeit und Pädagogik im Museum tätig sind, andererseits an LehrerInnen (im Dienst oder in der Fortbildung), die am Projekt teilnehmen. Die MultiplikatorInnen arbeiten direkt und aktiv mit, begleiten den Verlauf, beobachten und analysieren die unterschiedlichen Möglichkeiten und Bedingungen, die mit der Arbeit im Schulprojekt MUSEUM ONLINE geboten werden.

Net works

Die Projekte

MUSEUM ONLINE soll dazu anregen, Kunst aus Österreich und anderen Ländern mit neuen Ideen und ungewöhnlichen Fragestellungen zu konfrontieren.

In den beiden Pilotdurchläufen von MUSEUM ONLINE 1996 und 1997 haben LehrerInnen und SchülerInnen Kunst weitestgehend auf Basis der Sammlung der Österreichischen Galerie Belvedere via Internet und anderer digitaler Medien entdecken können. Nun steht es Schulen, Museen, Kunst- und Kultureinrichtungen prinzipiell frei, mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten und mit welchen Partnern sie Projekte erarbeiten möchten.

Ziel von MUSEUM ONLINE bleibt es aber nach wie vor, daß SchülerInnen und LehrerInnen in Zusammenarbeit mit kompetenten VertreterInnen von Museen, Kunst- und Kulturinstitutionen adäquate Inhalte erarbeiten, die im World Wide Web präsentiert werden.

Mittels "Neuer Medien" wird dadurch für die Jugendlichen und alle anderen Interessierten eine zeitgemäße Möglichkeit geschaffen, sich mit Inhalten und Ausdrucksmöglichkeiten nationaler und internationaler Kunst auseinanderzusetzen: Sowohl die Beschäftigung mit technisch innovativen, als auch kunsthistorisch beziehungsweise museologisch orientierten Fragen wird gefördert. Darüber hinaus wird auch der kreativ spielerische Umgang mit Museumskunst unterstützt.

Dieses Projekt stellt für alle Beteiligten auch eine Herausforderung dar, im Internet nach Informationen und möglichen Projektpartnern Ausschau zu halten und die "Neuen Technologien" sinnvoll und vor allem kreativ einzusetzen und zu nutzen. Dabei spielt es keine Rolle aus welchem Land die jeweiligen Partner kommen: Was zählt, das ist die - möglichst intensive - Auseinandersetzung mit den (Kunst-)Werken, die von nationalen und internationalen Museen, Kunst- und Kulturinstitutionen zur Verfügung gestellt werden.

Geschichte des Projekts

Mit MUSEUM ONLINE wird im Schuljahr 1995/96 erstmals in Österreich die Plattform für eine Zusammenarbeit von Museum und Schule unter Nutzung innovativer Technologien wie E-mail, World Wide Web, Photo-CD etc. entwickelt. Für SchülerInnen werden dadurch neue und spannende Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Institution Museum geschaffen.

War die Zusammenarbeit für die Schulen während der Pilotphase 1996 und 1997 auf die Österreichische Galerie Belvedere mit ihrer umfangreichen Sammlung von Kunst der Jahrhundertwende beschränkt, wird das Projekt ab dem Schuljahr 1997/98 auf prinzipiell alle Museen, Kunst- und Kultureinrichtungen ausgedehnt: 1998 und 1999. LehrerInnen und SchülerInnen haben somit die Wahl, mit welchen Inhalten sie sich im Rahmen des Projektunterrichts auseinandersetzen möchten.