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Resümee 1995–2009
MUSEUM ONLINE hat sich seit seinem Start rasant entwickelt. Aus den Aufzeichnungen erkennt man sowohl das
steigende nationale Interesse von Schulen und Institutionen unter dem "Portal" MUSEUM ONLINE Projekte
durchzuführen, als auch das wachsende internationale Interesse mit dieser Methode das kulturelle Erbe der eigenen
Region zu bewahren und zu präsentieren.
Einen Bericht mit ausführlichen Information zu den einzelnen Jahren der bisherigen M:O-Geschichte können sie hier downloaden:
Überblick
MUSEUM ONLINE bietet neben der Präsentation aller seit 1995 entstandenen Schulprojekte eine Reihe von
Serviceleistungen, die Schüler/innen, Lehrer/innen und Kunst- und Kulturinteressierte bei der Suche nach
Projektpartnern, dem Meinungsaustausch, der Themenfindung und der Recherche unterstützen.
Plattform
MUSEUM ONLINE fungiert als offene Plattform mit hohem Qualitätsanspruch. Das Interesse der Schulen sowie der Kunst- und Kulturinstitutionen an dem Projekt MUSEUM ONLINE ist nach wie vor groß. Dieses positive Echo zeigt auch die Richtigkeit der Entscheidung nach der Pilotphase der ersten beiden Jahre, das Projekt zu erweitern und auf alle Kunst- und Kulturinstitutionen auszudehnen.
Für die Schüler/innen wiederum bildet die Beschäftigung mit dem Internet im Rahmen des Projektunterrichts ein zeitgemäßes Mittel, sich Inhalte zu erarbeiten und interdisziplinäres Wissen anzueignen. Weiters wird die Beschäftigung mit der Technologie über ihren Selbstzweck hinaus häufig als für die eigene (berufliche) Zukunft wichtig eingestuft. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass die Schüler/innen weitestgehend ein großes Maß an Engagement bei der Umsetzung der Inhalte für den digitalen Raum in ihre jeweiligen Schulprojekte eingebracht haben. Dies belegen Aussagen der Lehrer/innen sowie die entstandenen Projekte selbst. Nicht zu übersehen ist auch die Expert/innen-Rolle, in die vor allem Jugendliche hier schlüpfen können: Oft sind Jugendliche was die Kompetenzen in der Handhabung moderner Technologien angeht, ihren Lehrer/innen überlegen, und es kommt zu einem Wechsel in der Position der Lehrenden und der Lernenden.
Kompetenzerwerb
Auch die Lehrer/innen und Museumspädagog/innen sind von der Bedeutung des Technologie-Einsatzes grundsätzlich überzeugt. Neben internen Problemen, was die technische Ausstattung anbelangt, fühlen sie sich häufig aber noch unsicher im Umgang mit der Technik. Hier leistet MUSEUM ONLINE durch die Workshops eine wichtige Vermittlungsrolle. Wie die Erfahrungen gezeigt haben, fungieren diejenigen Pädagog/innen, die an dem Projekt teilgenommen haben, auch häufig in ihrem beruflichen Umfeld als Multiplikatoren. Erlerntes im Umgang mit Neuen Medien wird also (auf informellen Wege) an Kolleg/innen weitergeben.
Insgesamt ist das technische Know-how in den Schulen sehr unterschiedlich. Es erscheint deshalb wichtig, auf das vorhandene Know-how aufzubauen, um die Pädagog/innen in Anbetracht der vielen mit den Neuen Medien verbundenen Möglichkeiten nicht zu überfordern. Aus diesem Grund ist das MUSEUM ONLINE Team bestrebt, mit anderen Projekten zusammenzuarbeiten und verschiedene Stufen für einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Internet zu bieten, was sich nicht zuletzt auch in der unterschiedlichen Qualität der erarbeiteten Webseiten darstellt.
Seit 1998 wurde auch in größerem Umfang die Mitarbeit von Schüler/innen bei der Projektdurchführung forciert. So wurden entsprechend qualifizierte Schüler/innen als Vortragende im Rahmen der Workshops und bei der technischen Erarbeitung der Projektseiten eingesetzt. Dies wurde von den Teilnehmer/innen durchwegs positiv bewertet, steigerte die Identifikation mit dem Projekt und brachte den Schüler/innen auch für ihr späteres Berufsleben eine Reihe von relevanten Erfahrungen.
Neben Kompetenzgewinn im Umgang mit modernen Technologien ist im Zusammenhang mit MUSEUM ONLINE auch auf einen Zugewinn der Erfahrungen im Projektmanagement zu verweisen, für Schüler/innen wie Lehrer/innen gleichermaßen. Erfahrungen, Kenntnisse und Sicherheiten im effektiven Projektmanagement zählen zu den beruflichen Anforderungen, die heute in fast allen Arbeitsformen und -welten wesentlich sind. Auch ist von Pädagog/innen beobachtet worden, dass Fähigkeiten des Projektmanagements in weiterer Folge auch in den Schulalltag der beteiligten Schüler/innen Einzug gehalten haben (Zeitmanagement vor Prüfungen, Selbstverantwortliches Lernen) bzw. durch das gemeinsame Tun an einem gemeinsam definierten Ziel auch die Klassengemeinschaft nachhaltig stärken.
Das Projekt MUSEUM ONLINE deckt also folgende Aspekte ab:
- Erwerb / Festigung von Kompetenzen im Umgang mit Neuen Medien
- Funktion in der Kulturvermittlung / Vermittlung von kulturellem Erbe
- (den Schüler/innen wird das Museum als ein spannender, lebendiger Ort nahegebracht; den Museen wird eine für sie oftmals schwer erreichbare Zielgruppe angenähert; in Zeiten, in denen auch für Museen »Quoten« und Quantitäten wichtiger werden, ist der Zugang zu Schulen kein unwesentlicher)
- Erwerb von Kompetenzen im Projektmanagement
- Durch die Anforderung von mehrsprachigen Websites werden Sprachkompetenzen gefördert, bzw. das bewusste Einbeziehen von Partnerschulen und -institutionen aus dem Ausland (viele Teilnehmer/innen kommen aus den Beitrittsländern) betont auch den Europäischen Gedanken/Zugang bei MUSEUM ONLINE.
MUSEUM ONLINE hat sich in der österreichischen Bildungslandschaft etabliert, was sich u. a. in den zahlreichen Wertschätzungen seitens Museen und Schulen ausdrückt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass MUSEUM ONLINE in der Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe kreative, innovative und lustvolle Zugänge für die Schüler/innen eröffnet.
Stellvertretend für die vielen Reaktionen auf das Projekt seitens der Museums- und Ausstellungshäuser sei hier aus einem Schreiben des Kunsthistorischen Museums zitiert: »Für das Kunsthistorische Museum stellt diese Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern eine gute Ergänzung und Erweiterung zur hausinternen Vermittlungsarbeit dar. Neben dem Vermittlungsaspekt liegen die Chancen eines solchen Online-Projektes - gerade in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen auch darin, für das Museum Image-Arbeit zu leisten.«
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