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Archiv M:O:09

Das Jahresthema für das Schuljahr 2008/09 lautete „Alltagskultur“.

Sich sammeln

Projektinfo

Bundesland:

  • Vorarlberg

Kulturinstitution:

  • Heimatmuseum Montafon

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Dipl. Päd. Helmut Schlatter

Website

Sich sammeln

Ausgehend von der Frage, was Alltag alles umfassen kann, werden Alltagsverläufe aus dem persönlichen Umfeld der Jugendlichen und aus der Region gesammelt. Danach wird das Rad des Alltags zurückgedreht und mit der Vergangenheit verglichen. Die Projektgruppen begeben sich auf die Suche und sammeln historische und aktuelle Artefakte, die einander gegenüber gestellt und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Dies können Objekte aus dem Museum, aus dem privaten Umfeld, fotografische, filmische oder akustische Informationsträger sein, deren jeweilige Objektgeschichte recherchiert und erforscht wird.

Diese Geschichten sind gegenläufig angelegt, d.h. die historischen Objekte werden, mit ihrer Produktion beginnend, nach vorwärts erzählt, bis zu ihrem „Lebensabend“ im Museum. Die Geschichten der zeitgenössischen Objekte werden von ihrer Benutzung zurückverfolgt, bis zu ihrer „Geburt“ im Produktionsprozess. Über einen konkreten und solitären Objektcharakter hinaus sollen auch Prozesse gegenüber gestellt und die erschaffenen Objektbeziehungen analysiert werden, um Entwicklungen, Brüche und Tendenzen alltagskultureller Phänomene offen zu legen. Auch eigene Zukunftsvisionen der Jugendlichen sollen Platz finden und Überlegungen angestellt werden, wie Alltag in der Zukunft aussehen und kreativ gestaltet werden könnte. Das Heimatmuseum Montafon stellt den SchülerInnen Räume zur Verfügung, um ihre Recherchen und Visionen zum Thema „Sich sammeln“ einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ziel ist:

  • in die Montafoner Museumslandschaft sowie die Aufgaben und Zielsetzungen des Museums Einblick zu gewinnen
  • die Prinzipien eines Museums (forschen, sammeln, vermitteln) durch eigene Arbeit erfahren und kennen zu lernen
  • die Auseinandersetzung mit der Alltagskultur früherer Generationen und der Vergleich mit der eigenen Alltagskultur
  • die Arbeitsprozesse und Ergebnisse in der Homepage darzustellen und dafür im Museum eine Form der Präsentation zu erarbeiten

Alltagskultur der Leoganger Bergknappen – Erzgewinnung im Leoganger Pinzgau – Glaube und Hoffnung

Alltagskultur der Leoganger Bergknappen – Erzgewinnung im Leoganger Pinzgau – Glaube und Hoffnung

Das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang wurde im 400 Jahre alten Gewerken- oder Verwalterhaus der Bergknappen im Jahr 1992 gegründet. Die Exponate des Museums nehmen im Besonderen Bezug auf den Raum Leogang und die „Alltagskultur“ der Bergleute mit ihren Gepflogenheiten und Bräuchen. Deren alte Traditionen werden nach wie vor gepflegt und weitergegeben.

Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Erforschung der Gebräuche, Gegenstände und Gewohnheiten des Alltags der Bergknappen früher wie auch heute, um auf das kulturelle Erbe und Wissen dieses bergmännischen Standes aufmerksam zu machen. Die Jugendlichen finden auch Raum, ihre eigenen Zukunftsideen dazu zu entwickeln. Jugendliche lernen z.B. den originalen Knappentanz nach überlieferten Vorgaben, sowie Musikstücke der Bergleute kennen, die nur mündlich weitergegeben werden, da kein Notenmaterial vorhanden ist. Diese Traditionen werden neu belebt und in neue Medien übersetzt.

Wichtig ist, dass junge Menschen Anknüpfungspunkte an diese übermittelten Traditionen finden und Bezüge zur eigenen Lebenswelt herstellen können.

Jugend und Freilichtmuseum

Jugend und Freilichtmuseum

Das Kärntner Freilichtmuseum befasst sich mit der Darstellung der bäuerlichen Architektur Kärntens. Durch das Projekt wird die Idee eines ganzheitlichen Museums intensiviert und mit Hilfe der Ideen Jugendlicher attraktiver gestaltet und präsentiert werden. Die SchülerInnen lernen das Museum und alte und neue Handwerkstechniken mittels Exkursionen kennen und werfen einen Blick hinter die Kulissen von Museumsarbeit.

Geplant ist ein mediales Vermittlungstool von Jugendlichen für Jugendliche zu erarbeiten, ein Drehbuch für ein Video zu erstellen und Texte zu kreieren, die als Basis für Audioguides dienen können.

Das Freilichtmuseum möchte die Jugendlichen einladen die Stärken und Schwächen des Museums aus ihrer Sicht aufzuzeigen. Auch beim Erarbeiten von Fragebögen werden ihre Ideen mit einfließen, und sie führen selbst BesucherInnenbefragungen durch.

Die Glocke in der Alltagskultur

Die Glocke in der Alltagskultur

War, ist und bleibt die Glocke Alltagskultur? Im Innsbrucker Glockenmuseum wird über die Bedeutung der Glocke in der abendländischen Kultur berichtet. Jedoch: lebt diese noch? Ist die Glocke noch Teil der Alltagskultur oder nur noch Relikt reduziert auf Souvenirartikel für japanische Touristen? Was sagen die „Alten“ über die Glocke? Welche Bedeutung hatten Glocken und warum waren sie Teil der Alltagskultur? Und Morgen? Wie sehen die „Jungen“ die Glocken heute, worin mag das „Feuer“ liegen und können in Zukunft Glocken auch das moderne Leben „würzen“?

In der 400-jährigen Innsbrucker Glockengießerei werden für verschiedenste Länder und unterschiedliche Religionsgemeinschaften, eingebettet in überlieferten Ritualen und gelebter Mystik, immer noch Glocken gegossen. Immer mehr Einzelglocken oder Glockenspiele werden für profane Bereiche hergestellt. Das Glockenmuseum selbst besteht seit 1993. Trotz der altwürdigen Tradition wird in der Glockengießerei pro Monat mindestens ein Experiment zur Weiterentwicklung von Glocken durchgeführt – getrieben durch die Sehnsucht nach der Stradivari unter den Glocken. Die SchülerInnen gewinnen Einblicke sowohl in die Produktionsstätte des Betriebes der Glockengießerei und in Arbeitsabläufe in der Herstellung einer Glocke und lernen das Museum kennen.

Involviert werden auch externe ExpertInnen zum Thema Glocke, Alltagskultur und Feldforschung von der Universität Innsbruck, Abteilung: Musikalische Volkskunde und dem Mozarteum.

Gearbeitet wird mit Werkzeugen, die aus dem Lebensumfeld der Jugendlichen kommen, wie Audioaufnahmen, Fotografieren und das Filmen mit Mobiltelefonen, mit denen z.B. Glockenklänge und der Prozess der Herstellung von Glocken hör- und sichtbar gemacht werden. In Interviews mit TouristInnen, Gleichaltrigen und älteren Generationen soll herausgefunden werden, welchen Stellenwert die Glocke in der Alltagskultur früher und heute hatte und hat.

Das Projekt wird abschließend gemeinsam mit allen TeilnehmerInnen vor MedienvertreterInnen im Glockenmuseum präsentiert.

Der alltägliche Tod

Projektinfo

Bundesland:

  • Steiermark

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Andreas Lehner

Website

Der alltägliche Tod

Mit dem Projekt widmet sich das Projektteam den Themen Sterben, Tod, Trauer und Erinnerung in seinen unterschiedlichen gesellschaftlichen, kulturellen und künstlerisch/individuellen Ausdrucksformen. Ein Thema, das auf den ersten Blick vor allem für ältere und alte Menschen interessant zu sein scheint, bei genauerem Hinsehen aber eines der großen Themen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist. In Musik, Literatur, Mode, Filmen und auf unzähligen Websites fanden und finden sich Symbole, Chiffren, offene und versteckte Hinweise auf das Thema.

Die SchülerInnen der beiden Schulen recherchieren in Gruppen zu unterschiedlichen Aspekten des Themas und sammeln im Freundes- und Familienkreis Daten, Bilder, Dokumente, Objekte. Geplant sind zudem Videointerviews und Audiointerviews mit anderen Jugendlichen zum Thema Tod. Im Rahmen von Projekttagen bekommen sie die Möglichkeit im Archiv des Museums und der Stadt zu recherchieren und die Sammlungsbestände des Museums kennen zu lernen, um gemeinsam mit der Projektleitung Bezüge zur Themenstellung zu suchen. Inhaltlich unterstützt werden sie dabei durch Vorträge von ExpertInnen wie ÄrztInnen oder KulturanthropologInnen des Museums der Bestattung Wien. Geplant sind auch Besuche von Palliativ- und Hospizeinrichtungen, SeniorInnenheimen, der Bestattung Hartberg, Religionsgemeinschaften und dem Jugendzentrum Hartberg.

Der Alltag einer Bauernfamilie 1958 - 2008

Projektinfo

Bundesland:

  • Burgenland

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Josefa Gottfried

Website

Der Alltag einer Bauernfamilie 1958 - 2008

Wie der Titel bereits verrät, handelt das Projekt von der Gegenüberstellung der Arbeits- und Lebensverhältnisse einer Bauernfamilie im Jahre 1958 und 2008. Ziel ist es gemeinsam mit den Jugendlichen ein vergleichendes Bild über Lebensalltag, Lebensinhalt und den Erfolgschancen einer Landwirtsfamilie vor 50 Jahren und im Jahr 2008 zu erarbeiten.

In dialogischen Führungen und Studien im Archiv lernen die SchülerInnen das Landtechnikmuseum kennen und stöbern in Fachliteratur, Aufzeichnungen und Statistiken und sammeln Informationen. In Workshops zu vergleichender Gerätekunde und Gesprächen mit WissenschafterInnen und externen ProjektpartnerInnen wie CASE Steyr erfahren die Jugendlichen über Alltag, Tagesabläufe und das technische Werkzeug einer Bauernfamilie von damals und heute.

Das Projekt wird abschließend im Museum und in den Schulen präsentiert.

TOYS STORY

Projektinfo

Bundesland:

  • Oberösterreich

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Mag. Katharina Ulbrich

Website

TOYS STORY

Das Museum „Forum Hall“ verfügt über eine Sammlung von altem Spielzeug, das z.T. im Museum gezeigt wird, aber auch noch im Archiv gelagert ist. Die SchülerInnen begegnen der spiel.welt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wesentlich ist die Beschäftigung mit der Manipulation und „Erziehung“ der Kinder und Jugendlichen im Zeichen von weltanschaulichen Strömungen und politischen Systemen. Die Erziehung zu KonsumentInnen im „Kaufmannsladen“ bis zum am PC generierten Kinder- und Jugendzimmer oder der spiel.welt des Shoppingcenters wird hinterfragt. Die Website soll in Form eines virtuellen Spiels (Adventure) erstellt werden, wo „Charaktere“ die Informationen aus den Arbeitsteams vermitteln.

Mögliche Themen, zu denen die Teams arbeiten, sind:

  • Die Alltagskultur des Spiels – genderorientiertes Erziehungsmittel
  • Missbrauch – Manipulation durch Spiele
  • spiel.welt im Nationalsozialismus – HJ und BdM
  • Kindersoldaten – Zinnfigurensoldaten
  • Alte Spiele und ihr Erziehungsstil
  • Virtuelle Welten – WoW oder Second Life, Yoville …
  • Vom Kaufmannsladen in die moderne Shoppingwelt

Beim Besuch des Museums begegnen die Jugendlichen den Objekten in „Forum Hall“ und bilden Arbeitsgruppen in den Klassen zur Recherche an den Materialien im Archiv. Unterstützt werden sie von KulturvermittlerInnen, MuseumspädagogInnen und MedientechnikerInnen. Unterschiedliche ReferentInnen liefern fachspezifische Beiträge und Hintergrundanalysen zum Thema „Spielen“ und zur Problematik „Manipulation – Erziehung“.

Wien im 20. Jahrhundert schon mal gehört?

Projektinfo

Bundesland:

  • Wien

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Mag. Elisabeth Golzar

Website

Wien im 20. Jahrhundert schon mal gehört?

„100 Jahre Leben und Wohnen in Wien“ setzt sich mit dem Wien des 20. Jahrhunderts auseinander und beschäftigt sich mit den verschiedenen relevanten historischen Wohn-, Arbeits- und Alltagsthemen. Diese sind in einzelnen, den spezifischen Themen entsprechend eingerichteten Räumen im Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum aufbereitet. Das österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum möchte durch die Einbindung von SchülerInnen in die vor allem auf der akustischen Ebene erwünschte Neugestaltung der Ausstellung „Von der Großmutter zum Enkel. 100 Jahre Leben und Wohnen in Wien“ eine seinem vorrangigen Zielpublikum nahe Sprach- und Hörform in einer Projektwebsite gestalten.

Die Jugendlichen wählen aus den in den Räumen dargestellten Alltagsthemen jene aus, die für sie neu und spannend und eine Herausforderung darstellen, recherchieren die Hintergründe zu diesen Themen und bereiten diese in Text, Bild und Audiofiles in ihrer gemeinsamen Projektwebsite auf. Weiters gilt es die im 20. Jahrhundert strukturierte Ausstellung durch Teilnahme junger Menschen ins 21. Jahrhundert zu führen und Ideen hierfür zu sammeln.

Waldbäuerliches Handwerk einst und jetzt

Projektinfo

Bundesland:

  • Niederösterreich

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Judith Pawelak

Website

Waldbäuerliches Handwerk einst und jetzt

Waldbauern und waldbäuerliches Handwerk – in welchen Berufsfeldern finden sich diese wieder? Was sind „Waldbauern“ überhaupt? Gibt es deren Handwerk auch heute noch und in welcher Form? Ausgehend von diesen Fragestellungen lernen die SchülerInnen die verschiedenen Berufszweige und deren Handwerkstechniken in und rund um den Wald kennen und nehmen ausgewählte Bereiche näher unter die Lupe. In Vorbereitung auf die Auseinandersetzung machen die SchülerInnen mit der Museumsgründerin, die als wahrer „Wissensspeicher“ gilt, einen geführten Rundgang durch das Museum und interviewen sie zu den Anfängen und der Geschichte des Museums und der Herkunft der Sammlung im südlichen Niederösterreich.

Bei einer geführten Tour mit einem/r Waldpädagogen/in durch den heutigen Wald geht es darum neben kognitivem Wissen auch die Sinne der Jugendlichen anzusprechen (Gerüche, Geräusche, Haptik, Farben, Material Holz, Fauna und Flora) bzw. diese Wissensarten miteinander zu verknüpfen und das Erfahrene zu dokumentieren.

Ziel des Projektes ist es das Umfeld der Waldbäuerinnen und Waldbauern kennen zu lernen und dabei Handwerkszweige wie Bindereien, Köhlereien, Pechereien und deren neue und alte Techniken zu erkunden. Unter Anleitung von HandwerkerInnen, die die alten Techniken noch beherrschen und dies vermitteln und demonstrieren können, können die Jugendlichen ihr praktisches Geschick selbst austesten. Ausgehend von der Idee der Oral History Methode machen die SchülerInnen Interviews mit ExpertInnen aus dem forstwirtschaftlichen Bereich, um Vergleiche zwischen einstiger und heutiger Lebenswelt der Waldbauern und -bäuerinnen anstellen zu können. Wichtig ist dabei auch, dass die SchülerInnen den Freiraum haben, um eigene Zukunftsvisionen für das waldbäuerliches Handwerk und deren Produkte zu entwerfen.

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