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Archiv M:O:08

Das Jahresthema für das Schuljahr 2007/08 lautete „Auf den Spuren von ... - Berühmte Persönlichkeiten aus meinem Bundesland“

absolut bachmann

absolut bachmann

Ingeborg Bachmann ist eine in Klagenfurt geborene Schriftstellerin und Intellektuelle, die weit über das Land Kärnten hinausragt und lange in Italien gelebt hat.

Sind die Texte einer Schriftstellerin wie Ingeborg Bachmann für junge Menschen des 21. Jahrhunderts noch relevant? Wie kann man auf einer Website eine Schriftstellerin wie Ingeborg Bachmann so darstellen, dass vor allem für junge Leute unmittelbare Zugänge zu ihrer Person und ihrem Werk geschaffen werden?

Schülerinnen und Schüler schaffen altersgemäße Anreize für virtuelle und reale Museumsbesuche, welche die Auseinandersetzung mit den Ausgangsfragen, die dem Projekt zugrunde liegt, erleichtern sollten. Ausgehend von einer Foto-Montage mit neun Porträts von Ingeborg Bachmann vom österreichischen Künstler Wolfgang Kudrnofsky werden Sichtweisen der Schriftstellerin analysiert. Schriftstellerkollege Uwe Johnson hat über Ingeborg Bachmann Folgendes gesagt: „Über die Legenden von Frau Bachmann habe ich immer gut lachen können. Es ist gewiss so, dass jeder sein eigenes Bild von ihr hat. Und sie hat ja auch jeder Person eine Seite zugewandt – die aber dafür ganz“. Johnsons Beschreibung entspricht in etwa der Darstellung von Wolfgang Kudrnofsky und ist die Ausgangslage für die Arbeit. Im Projekt wird versucht, über die zahlreichen Legenden von (und über) Ingeborg Bachmann zu lachen und Eigene zu entwerfen.

Auf den Spuren von Otto Wagner

Projektinfo

Bundesland:

  • Wien

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • DI Aron Itai Margula
  • DI Anne Wüben

Website

Auf den Spuren von Otto Wagner

Otto Wagner gehört zu den wichtigsten Architekten Österreichs. Seine Beiträge zur Architektur als Stadtplaner, Theoretiker, Künstler und Visionär sind international anerkannt und Weg weisend. „Auf den Spuren von Otto Wagner“ möchte gemeinsam mit den SchülerInnen einerseits der Architektur und der urbanen Situation Wiens anhand gebauter Beispiele von Wagner näher kommen und andererseits die facettenreiche Person Otto Wagner und sein Werk beschreiben.

Ausgehend von der Architektur der Postsparkasse im 1. Bezirk Wien und der Stadterweiterung im Bereich der Gürtelbögen sollen die verschiedenen Medien und Planungsmaßstäbe des Architekten diskutiert werden. Gemeinsam mit ArchitekturvermittlerInnen unternehmen die Jugendlichen Exkursionen zu den Bauwerken und dokumentieren diese fotografisch sowie zeichnerisch. Die Aufbereitung historischen Quellenmaterials aus dem AZW wie etwa Tagebucheintragungen, Zeichnungen und realisierte Gebäude, Möbel und Innenräume Otto Wagners, mit denen Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden können, stehen im Vordergrund. Im Projektunterricht (März – Mai 2008) erarbeiten die ArchitekturvermittlerInnen gemeinsam mit den Jugendlichen inhaltliche Projektthemen, die mit Hilfe des zoom-Webblogs die Form eines visuellen Tagebuchs bekommen und verschiedene Medien mit einbeziehen.

Auf den Spuren von Hermann Nitsch

Projektinfo

Bundesland:

  • Niederösterreich

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Mag. Martina Beisser
  • Dr. Freya Martin
  • Peter Wannerer

Website

Auf den Spuren von Hermann Nitsch

Hermann Nitsch lebt seit mehreren Jahrzehnten bereits in Prinzendorf, im Weinviertel. Die Realisierung seines aktionistischen Gesamtkunstwerkes, des Orgien – Mysterien – Theaters, ist untrennbar mit der Landschaft und der Kultur des Weinviertels verbunden. Im Zentrum seines Werkes stehen das Ausleben tief verschütteter Triebe und Lebensenergien und das bewusste Erleben aller Sinne im Hier und Jetzt. Durch seine exzeptionelle künstlerische Arbeit gilt der heute international anerkannte Künstler Hermann Nitsch bisweilen noch bei vielen KunstrezipientInnen als umstritten. Wer aber ist die Person, die hinter diesem Werk steht und die in dem jüngst errichteten Museum in Mistelbach allgegenwärtig ist? Vorderstes Ziel des Projektes ist es, den Schülern einen individuellen, alterskonformen Zugang zur Person und zum Werk des Aktionskünstlers zu ermöglichen. Das Erleben mit allen Sinnen – auditiv, visuell, haptisch, osmophor etc – steht dabei im Mittelpunkt. Die persönlichen und individuellen Eindrücke der SchülerInnen sollen festgehalten und in Projektarbeiten mittels neuer Medien kreativ verarbeitet werden. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden von den Schülern auf der Projektwebpage präsentiert.

Das kunterbunte Zeitfenster

Projektinfo

Bundesland:

  • Steiermark

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Mag. Eleonore Hoschek

Website

Das kunterbunte Zeitfenster

Das Leben des bereits verstorbenen Diplomaten Siegmund Freiherr von Herberstein wird mit dem Leben des Künstlers Bruno Gironcoli verknüpft, beide treffen sich auf einer Zeitreise, so kann das Reale mit dem Virtuellen verbunden werden.

Vermittelt wird die Auseinandersetzung mit den beiden Persönlichkeiten, deren historischer und kunsthistorischer Einfluss, Bezüge zur Steiermark und Slowenien und der verschiedenen Epochen, in denen sie lebten mit einer Geschichte, die folgendermaßen aussieht:

Eines Tages geht der Künstler Bruno Gironcoli spazieren und wird plötzlich von einem Zeitwirbel erfasst. Etwa 450 Jahre zuvor macht sich Siegmund von Herberstein auf den Weg nach Russland. Er stolpert. Auch er wird in einen Zeitwirbel gesogen. Der Zufall will es, dass beide einander treffen und da sie in einem Zeitfenster gefangen sind, sich gegenseitig von ihrer Geschichte und Lebensweise berichten. Dabei merken beide, dass sie etwas miteinander verbindet – Herberstein. So beginnen sie, ihre Lebensgeschichten und ihr Lebenswerk dem anderen in phantasievollen Ausschmückungen näher zu bringen. Da sich beide, aufgrund der zeitlichen Differenz, die Dinge und Geschehnisse des anderen nicht so recht vorstellen können, fangen sie an, ihre Kunstschätze, Gegebenheiten, Reisen zu dokumentieren.

Hierbei gehen die Jugendlichen selbst auf eine Tour durch das Gironcoli Museum und Schloss Herberstein und setzen sich mit den verschiedenen Ausstellungsexponaten gestalterisch z.B. über die Fotografie, Zeichnung und Modellieren auseinander. Sprachliche Barrieren werden in Form von Pantomime, Malen und Umschreiben der Ausstellungsstücke überwunden. Ziel ist es, dass für die Jugendlichen durch eigenständiges kreatives Arbeiten die jeweiligen Persönlichkeiten und Epochen begreifbar und er-greifbar werden.

Haydn remixed

Projektinfo

Bundesland:

  • Burgenland

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Dr. Wolfgang Kuzmits

Website

Haydn remixed

Das Projekt begibt sich auf Haydns Spuren in Eisenstadt und wird sich mit der Historie von Kulturdenkmälern wie dem Schloss Esterhazy, dem Haydn Haus Eisenstadt aber auch dem städtischen Raum an sich beschäftigen. Ausgehend vom historischen Stadtplan Eisenstadt dokumentieren die Jugendlichen den städtischen Raum, die wichtigsten Wirkungsstätten Haydns sowie Exponate, die mit diesem Musiker und Komponisten der Klassik und der Familie Esterhazy in Verbindung stehen und Eisenstadt geprägt haben. Die Ergebnisse dieser Stadterkundung werden interaktiv im Web präsentiert. Die Möglichkeiten der Darstellung reichen von klassischen Text- und Bilddokumenten, über Audio- und Videoaufnahmen bis hin zu 3D-Animationen - Führungen durch Haydns Stadt von Jugendlichen für Jugendliche.

Mit diesen Führungen sollen vor allem die jugendlichen MuseumsbesucherInnen zwischen 12 und 18 Jahren angesprochen und ihnen einen Bezug zur Musik, Leben und kulturhistorische Relevanz von Joseph Haydn vermittelt werden.

Auf den Spuren von Salomon Sulzer

Projektinfo

Bundesland:

  • Vorarlberg

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Helmut Schlatter

Website

Auf den Spuren von Salomon Sulzer

Sulzer ist einer der berühmtesten Hohenemser Kulturschaffenden, der in Wien im 19. Jh. zu Ruhm und Ansehen gelangte. Sulzer entstammt einer jüdischen Zuwanderfamilie, der viel zur Integration und Assimilation – aber auch zur Bewahrung eigenständiger Identität der jüdischen Gemeinde in Hohenems beigetragen hat. Seine Musik wird noch heute in den großen jüdischen Reformgemeinden der USA und verstärkt seit einigen Jahren auch wieder in Europa gepflegt. Sulzers Biographie soll auch vor dem Hintergrund des Themenschwerpunktes 2008 „Diaspora und Migration“ bearbeiten werden.

Ein kultureller Schwerpunkt in Hohenems und Schwarzenberg ist seit mehr als 30 Jahren die Schubertiade. Mit Franz Schubert verband Sulzer eine musikalische Freundschaft, hat doch Schubert um 1826/27 für ihn den 92. Psalm vertont, den Sulzer in seine Publikation „Schir Zion“ aufnahm, mit der er seinen Weltruhm begründete.

In der ehemaligen Synagoge in Hohenems – in der ersten Wirkungsstätte Sulzers – ist heute die Musikschule tonart und der Salomon Sulzer Saal untergebracht. Deshalb lag es nahe, die Musikschule in dieses Projekt einzubinden.

Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Diaspora, Migration und Integration“ erforschen die Jugendlichen die Stadt als Ort der Zu- und Abwanderung und arbeiten in Geschichtsworkshops mit historischem Quellenmaterial aus Archiven zu Salomon Sulzer und zu Hohenems. Auch Besuche des Jüdischen Museums in Hohenems und Wien sowie die Synagoge in Wien helfen sich in das Thema zu vertiefen.

Ziel des Projektes ist es das Leben und Werk von Sulzer kennen zu lernen, seine Musik einer jüngeren Generation näher zu bringen und auf breiterer Ebene musikalisch zugänglich zu machen

Auf den Spuren von Richard Mayr

Projektinfo

Bundesland:

  • Salzburg

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Dr. Renate Wonisch-Langenfelder
  • Dr. Esra Ipek-Kraiger

Website

Auf den Spuren von Richard Mayr

Ausgangspunkt des Projektes ist das Leben und Schaffen des Salzburger Kammer- und Opernsängers Richard Mayr (1877-1935), der in Henndorf lebte und das kulturelle Leben der Gemeinde maßgeblich prägte. Sein Nachlass befindet sich zum Großteil im Besitz des Salzburg Museum.

Ausgehend von der Fragestellung, was junge Menschen von heute an der Zeit Mayrs interessieren könnte, werden die Musikvorlieben seiner Zeit mit denen heutiger Jugendlicher verglichen.

Um den SchülerInnen die Zeit Mayrs und seine Person näher zu bringen, gab es die Möglichkeit, in den Beständen des Salzburg Museum (Ausstellungsbereich, Archiv und in der Bibliothek) historisches Quellenmaterial zu sichten und durch ExpertInnen des Museums angeleitet, Forschung zu betreiben. Unter dem Motto „Richard Mayr – Ein Henndorfer auf der Weltbühne“ haben die LeiterInnen des Projektes sich als Aufgabe gestellt die historische Persönlichkeit Mayr als Künstler, als Mensch und als Einwohner von Henndorf den Jugendlichen näher zu bringen. Zudem gewinnen sie Einblicke in die Forschungsarbeit an Museen und in die Arbeit von HeimatpflegerInnen.

Clemens Holzmeister. Architekt aus Leidenschaft

Projektinfo

Bundesland:

  • Tirol

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Eva Lunger-Valentini

Website

Clemens Holzmeister. Österreichischer Architekt aus Leidenschaft

Clemens Holzmeister entwarf für Landeck eine Schule, welche am 30.9.1928 feierlich eröffnet wurde. Zehn Jahre später emigrierte Holzmeister nach Istanbul und baute dort u.a. ebenfalls eine Schule. Er hinterließ Architekturspuren zwischen Ankara und den Alpen, denen Schüler/innen aus Landeck und Istanbul nachgehen.

2008 erhält diese Landecker Schule den Namen „Clemens Holzmeister Hauptschule“. Der Versuch einer interkulturellen Neupositionierung der Schule ist Anlass und Inhalt einer gemeinsamen Kooperation zwischen dem Bezirksmuseum „Bleiben oder Gehen“ im Schloss Landeck, der Landecker Hauptschule und der HAK Landeck.

Die Person Holzmeisters, die Entwicklung seiner Architektur und der Vergleich mit modernen Architekten/innen aus dem Raum Landeck und Ankara sind die wichtigsten thematischen Schwerpunkte einer realen Ausstellung an der Hauptschule wie auch im Museum. Zudem beschäftigen sich die Jugendlichen sowohl mit traditionellen Umsetzungsmethoden wie auch mit intermedialen Elementen und Online-Präsentationen für eine Ausstellungshomepage. Die Jugendlichen erarbeiten die Inhalte der Ausstellung selbst und recherchieren unter Anleitung von Museumsexperten/innen im Museumsdepot, Archiven, Bibliotheken und im Internet. Weiters planen sie die verschiedenen Schritte zur Umsetzung einer virtuellen wie realen Ausstellung und überlegen sich das Ausstellungsdesign und die nötige Präsentationsform. Sie planen und führen Interviews zum Leben und Werk von Clemens Holzmeister mit zeitgenössischen Architekten/innen durch, die sie weiter bearbeiten.

Auf den Spuren von Klemens Brosch

Projektinfo

Bundesland:

  • Oberösterreich

Kulturinstitution:

In Kooperation mit:

Projektleitung:

  • Mag. Astrid Hofstetter
  • Dr. Inga Kleinknecht

Website

Auf den Spuren von Klemens Brosch

Klemens Brosch (1894 – 1926) war bereits in jungen Jahren ein erfolgreicher und brillanter Zeichner. Er widmete sich Pflanzen-, Tier- und Landschaftsdarstellungen voll hintergründiger Symbolik. In Galizien entstanden 1914-16 unvergleichliche Kriegs-Dokumentationen von großer Aussagekraft. Sein von Rauschgift, Visionen und Alpträumen inspiriertes Spätwerk führt in eine beklemmende, phantastische Welt voller persönlicher Enttäuschungen, die 1926 ein tragisches Ende findet.

Die Schüler/innen beschäftigen sich in diesem Projekt mit dem lange vergessenen und verdrängten Leben und Werk des Zeichners Klemens Brosch. Eine gemeinsame Spurensuche durch Linz versucht jene schwierige Zeit rund um den Ersten Weltkrieg wieder zu entdecken. Es gilt wichtige Plätze im Leben des Künstlers aufzusuchen, zu erforschen und zu dokumentieren - wie zum Beispiel die Schutzengelapotheke oder die Künstlervereinigung Maerz . Historisches Material finden die Teilnehmer/innen in der Bibliothek der OÖ Landesmuseen und im OÖ Landesarchiv, wo sie von Expert/innen des Museums in der Recherche angeleitet werden.

Klemens Brosch hat ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen, welches die Schüler/innen im Depot der Landesgalerie Linz besuchten. Sie wurden eingeladen, mehr über die Arbeit im Museum und das Depot zu erfahren sowie die Originale im Depot der Grafischen Sammlung zu sichten und Broschs Werk näher kennen zu lernen. Die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit Klemens Brosch, die Dokumentation von Schauplätzen in Form von Zeichnungen, Fotos, Bildanimationen oder Filmen, deren musikalische Vertonung sowie die Gestaltung einer virtuellen Ausstellung flossen in die Umsetzung der Homepage ein.

Ziel des Projektes ist es, eine Künstlerpersönlichkeit mit großartigem zeichnerischen Talent zu entdecken, die schon im jugendlichen Alter faszinierende Werke geschaffen hat und dessen Leben sich durch das Ereignis des Ersten Weltkriegs so tragisch verändert hat.

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