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Jüdisches Museum Hohenems

Schweizer Straße 5

A-6845 Hohenems

 

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www.jm-hohenems.at


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Zum Projekt

Gerne sind wir der Einladung gefolgt, uns am Projekt „Auf den Spuren von Salomon Sulzer“ zu beteiligen. Sulzer ist einer der berühmtesten Hohenemser Kulturschaffenden, der in Wien im 19. Jh. weit über Österreich hinaus zu Ruhm und Ansehen gelangte. Anlass, sich mit dieser herausragenden Persönlichkeit aus Hohenems in einem Kultur- und Forschungsprojekt mit unterschiedlichen Schulen aus dem Raume Hohenems gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems näher zu beschäftigen.

 

Ziel des Projektes war einerseits, das Leben und Werk von Salomon Sulzer kennen zu lernen, seine Musik einer jüngeren Generation näher zu bringen und auf breiter Ebene musikalisch zugänglich zu machen.

 

Andererseits galt es, individuelle und kollektive Identitäten im Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit am Beispiel der Lebensgeschichten von Salomon Sulzer, Oguz (Mike) Galeli und Reinhold Bilgeri zu erforschen und anhand konkreter Biographien einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen.

 

Sulzers Biographie vor dem Hintergrund des Themenschwerpunktes 2008 „Diaspora und Migration“ des Jüdischen Museums Hohenems zu bearbeiten, bedeutete für die Wahlpflichtfachgruppe des BORG Götzis ein zusätzliches Spannungselement, entstammt doch Sulzer einer jüdischen Zuwandererfamilie, der viel zur Integration – aber auch zur Bewahrung eigenständiger Identität - der jüdischen Gemeinde in Hohenems beigetragen hatte. Seine Musik wird noch heute in den großen jüdischen Reformgemeinden der USA und verstärkt seit einigen Jahren auch wieder in Europa gepflegt.

 

In diesem Rahmen erforschten die Jugendlichen die Stadt als Ort der Zu- und Abwanderung und arbeiteten in Geschichtsworkshops in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und mit historischem Quellenmaterial aus Archiven zu Salomon Sulzer und zur Geschichte der Zuwanderer der letzten 40 Jahre.

 

Bekannte Persönlichkeiten der Gegenwart, die in Hohenems leben oder hier aufgewachsen sind, interessierten die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Hohenems Markt. Reinhold Bilgeri – Popikone aus Hohenems – erzählte den Schülerinnen und Schülern im Museumscafé aus seinem Leben als Popstar. Darüber hinaus hat sich die 4b mit Sulzers Biographie und der jüdischen Geschichte in Hohenems intensiv beschäftigt und eine Broschüre als Lesemappe für den Unterricht zusammengestellt (verfügbar unter Dokumente).

 

Auf den Spuren des Musikstars Salomon Sulzer wandelte der Chor Pizzicanto der Musikhauptschule Bergmannstraße, Dornbirn, und erarbeitete die Chorfassung Adoshem Malach von Sulzer (zu hören unter Sulzer/Musikbeispiele).

 

Für die tonart Musikschule Mittleres Rheintal, die in der ehemaligen Synagoge in Hohenems – in der ersten Wirkungsstätte Sulzers, unmittelbar neben seinem Geburtshaus – eine neue Heimat gefunden hat, war dieses Projekt willkommener Anlass, nach weltlichen Kompositionen von Sulzer zu recherchieren und die ausgewählten Chorsätze in orchestraler Besetzung zur Aufführung zu bringen (Musikbeispiele) - ein lang gehegter Wunsch ging damit in Erfüllung. Damit konnte die Musikschule ihr Repertoire erweitern und wird die neu bearbeiteten Sulzer-Stücke bei gegebenen Anlässen – das erste Mal beim Nachkommentreffen jüdischer Familien aus Hohenems im August 2008 – einem interessierten Publikum darbieten können.

 

Mehr Informationen zu diesem Treffen gibt es auf der Website des Jüdischen Museums Hohenems.

 

Helmut Schlatter, Projektleiter


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