Salomon Sulzer - Biographie

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|  Geburtshaus (oben) und Salomon Sulzer mit seiner Gattin Franziska (unten)
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Salomon Sulzer wurde 1804 in Hohenems geboren, wo sich seine Familie im frühen 17 Jahrhundert angesiedelt hatte. Nach der Vertreibung 1646 zog die Familie nach Sulz. Aus diesem Grund wurde ihr Name 1714, als das bayerische Judenedikt die Aufnahme deutscher Familiennamen forderte, von Levi auf Sulzer geändert. 1744 kehrte die Familie wieder in ihre ursprüngliche Heimatgemeinde Hohenems zurück.
Für Salomon Sulzer war schon sehr früh klar, dass er eine geistliche Laufbahn einschlagen wollte. Nachdem er als Sechsjähriger in einem Bach fast ertrunken wäre, sah er seine Rettung als Grund an, solch einer Berufung zu folgen. Schon als Elfjähriger begann er seine Ausbildung als Kantor in der Synagoge von Endigen. Nach Studienaufenthalten in Karlsruhe erhielt der erst Sechzehnjährige die Kantorenstelle an der Hohenemser Synagoge.
1826 wurde Sulzer auf Vorschlag des Predigers Isaak Noah Mannheimer an den neu errichteten Wiener Stadttempel als Kantor berufen. In kürzester Zeit gewann er das Wiener Judentum für sich. Durch sein Hervortreten in der Revolution von 1848 galt er bad als eine bekannte Persönlichkeit. Nicht nur die Wiener hatte er für sich gewonnen sondern auch die Hohenemser, welche schon zu seinen Lebzeiten sehr stolz auf ihn waren. Noch vor seinem Tod wurden Gedenktafeln in Hohenems errichtet, zum Beispiel an seinem Geburtshaus.
Salomon Sulzer schaffte mit seinen Gesängen für den jüdischen Gottesdienst „Schir Zion“ den Durchbruch. Nachdem aus zahlreichen Ländern Europas Anfragen eintrafen, ließ Sulzer 1838 sein Werk veröffentlichen, das nun die jüdische Liturgie reformierte. Salomon Sulzers Ideen veränderten nachhaltig den Gottesdienst und das Bild des Vorsängers. Der neue Typ (Sulzerkantor), der nun zusammen mit dem Rabbiner in einen gut geordneten Ablauf des Gottesdienstes eingebunden war, setzte sich immer mehr durch. Diese neue, moderne Art der Gestaltung eines Gottesdienstes unterschied sich auch durch eine höhere Disziplin. Vorträge waren jetzt frei von Improvisationen und Verzierungen.
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