Geschichte des Schlosses

SchlossDer Fluss Feistritz bahnt sich hier seinen Weg durch eine Klamm und schlängelt sich an der Stelle des Schlosses Herberstein um einen hohen Felsen herum, an dessen Spitze sich das Schloss ausbreitet und es ist an drei Seiten vom Fluss umgeben. Die Familie Herberstein lebt hier schon seit dem Jahr 1290 und sie baute das Schloss mehrmals um, erweiterte es und erhielt es am Leben bis heute.

Der älteste Teil des Schlosses, der heute noch ohne Verputz ist, stammt aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich am äußersten Rand des Felsens. Hier befinden sich der alte Palazzo und der Bergfried. 1375 wurde die erste Kapelle der Hl. Katharina gebaut, welche sich beim Erbau außerhalb der Burg befand. Zwischen den beiden Burggräben wurde das äußere Haus errichtet, heute ist es ein Teil des Innenhofes. Auf der Stelle des heutigen Florentinerhofes stand zu dieser Zeit der Maierhof.

Im 15. Jahrhundert begann man mit der Überbauung der bestehenden Burggräben. Zuerst wurde der alte Teil des Schlosses mit dem äußeren Haus verbunden und im Rahmen dieser Baumaßnahmen entstand der erste Rittersaal, der typische Merkmale der Gotik zeigt. Viele Umbauten wurden von Georg dem Breiten von Herberstein in Auftrag gegeben, der zwischen 1529 und 1580 lebte. Er begann die Burg in einen Repräsentanzbau umzugestalten. Der Maierhof wurde auf den heutigen Standort verlegt und mit dem Schloss über einem Wehrgang verbunden. Als der Maierhof verlegt wurde, wurde an dieser Stelle ein neuer Wohnteil auf der Nordseite gebaut und weiter noch ein fünfstöckiges Gebäude auf der Südseite mit einem Kanonenturm.

Auch im 17. Jahrhundert wurde das Anwesen erweitert. So wurde 1648 beim Überbau des äußeren Burggrabens die Georgkapelle gebaut. Damals war der Eigentümer Johann Maximilian Herberstein, er schloss 1667 auch den Umbau ab und begann Damwild in der Klamm zu züchten und setzte damit den Anfang für den Tierpark. Zu dieser Zeit wurde auch der Eingang zum Florentinerhof fertig gestellt.

SchlossDer Hof weist offene Arkadengänge auf, unten aus Pfeilern bestehend, im ersten Stock auch Säulen, wobei der Komplex mit einer Balustrade abgeschlossen wird, die sich über alle vier Seiten des Hofes erstreckt. In dieser Zeit wurde auch der jetzige Rittersaal fertig gestellt. Dort sind verschiedene Porträts von Mitgliedern der Familie ausgestellt.

Von der 7. bis 17. Generation bestand die Tradition, dass sich namhaftere Vertreter der Familie in Lebensgröße porträtieren ließen. Im Inneren ist noch ein interessanter Sattelgang, wo sich einst ein offener Arkadenübergang befand. Man sieht noch weitere originale Möbelstücke aus verschiedenen Epochen. Interessant ist auch ein reich verzierter Ritterharnisch von Georg Freiherr von Herberstein aus der Zeit um 1560. Etwas Besonderes ist auch der erhaltene Stammbaum der Familie Herberstein aus dem 17. Jahrhundert, wo auch einzelne wichtige Ereignisse aus der Familiengeschichte gezeigt werden.

GartenZur Burg gehören auch Gärten, die hier schon ab dem 16. Jahrhundert bekannt sind. Der Zier- und Lustgarten wurde neben dem neuen Standort des Maierhofes angesetzt. Im 19. Jahrhundert gab es kein Interesse für solche Gärten und erst 1997 wurde der historische Garten neu angelegt und blüht jetzt in voller Pracht.