

Ende Oktober 2007 wurde das Museumszentrum Mistelbach - Hermann Nitsch Museum (MZM) eingeladen, sich an der Projektinitiative M:O zu beteiligen. Es war eine spontane Entscheidung mitzumachen, eine zweite Chance eingeladen zu werden, würde sich vielleicht nie mehr ergeben. Einzig die kurze Zeitspanne bis zur Projekteinreichung am 22. November bereitete etwas Sorgen. Ein Konzept musste erst erstellt, ein Projektleiter gefunden und zwei Lehrer mit ihren Schulklassen zur Teilnahme motiviert werden. Keine leichte Sache. Mit der Ausarbeitung des Konzepts (Freya Martin, Martina Beisser) wurde am 14. November begonnen. Bereits am 20. November hatten zwei Lehrer (Anita Hahn, Fritz Wannerer) ihre Teilnahme fix zugesagt.
Nach einer Woche intensiver Arbeit war das erste Konzept zur Einreichung bei Kulturkontakt
Austria fertig gestellt. Es trug den Titel „Auf den Spuren von Dionysos“.
Wie kam es dazu:
Hermann Nitsch ist eine Künstlerpersönlichkeit, die immer noch stark zu polarisieren
vermag. Darin wurde die Gefahr gesehen, dass das Projekt vorab bereits inhaltlich auf
Ablehnung stoßen würde (bei Schülern, Eltern und Lehrern). Deshalb
Dionysos in den Titel zu stellen, Hermann Nitsch jedoch weiterhin eine zentrale Rolle
im Projekt einzuräumen, erschien uns als eine gute Lösung. Spielt der griechische
Gott Dionysos im jungen Museumszentrum Mistelbach doch eine zentrale Rolle. Als Gott
des Weines und der Lebensaufwallung, des Festes und des Theaters, der in seiner Eigenschaft
als „Löser“ die Menschen der Antike von ihren Sorgen befreite und
sie zu einem lebensbejahenden, alle Sinne beanspruchenden Dasein leitete, ist er sowohl
im Ausstellungskonzept der Lebenswelt Weinviertel als auch im Hermann Nitsch Museum,
mit dem Werk des Aktionskünstlers, allgegenwärtig.
Zentrale Fragestellung bei der Konzeption war, wie es um die Sensibilität unserer sinnlichen Wahrnehmung steht, in einer Zeit zunehmender Technisierung, in einer Zeit wo die als real erlebbare Umwelt immer mehr durch virtuell erzeugte Welten verdrängt wird. Ziel sollte es sein, die Schüler auf eine Reise zu schicken, auf eine Alltags-Erlebnis-Abenteuerreise, auf der sie Fakten Gedanken, Objekte, Bilder, … sammeln und auch selbst herstellen, die dann im Onlinemuseum ausgestellt werden sollten. Dabei sollten ALLE Sinne bedient werden. Ein Treffen der Schüler mit Hermann Nitsch, seines Zeichens eine dionysische Persönlichkeit, wäre ebenfalls fixer Bestandteil des Konzepts gewesen.
Bei der Projektpräsentation bei Kulturkontakt Austria in Wien am 29.11. wurden unsere Bedenken „entlarvt“ und offen angesprochen. Hermann Nitsch sollte, dem Jahresmotto gemäß, im Zentrum des Projekts stehen. Wir wurden gebeten, diesbezüglich das Konzept umzuarbeiten oder andernfalls die Teilnahme noch einmal überdenken. Wir kamen der Bitte nach und entschlossen uns, nach Rücksprache mit den Lehrern, das Konzept zu ändern
Ein neues Konzept wurde erstellt. Mit „Auf den Spuren von Hermann Nitsch“ war der neue Titel gefunden und gemäß diesem, sollte dem Aktionskünstler Hermann Nitsch nun eine noch zentralere Rolle eingeräumt werden.
Inhaltliche Vermittlung des Gesamtkunstwerks - des Orgien-Mysterien-Theaters – von Hermann Nitsch.
Spurensuche abseits populärer Meinungen, nicht bekannte Seiten eines scheinbar bekannten Menschen sollten aufgespürt werden.
Die Spurensuche selbst sollte die persönliche und individuelle Sprache und Handschrift der beteiligten Schüler tragen.
Eine geplante (und im Projektverlauf auch durchgeführte) Malaktion im Museum sollte den Schülern die Möglichkeit bieten, in großem Format (2x10m große Leinwand, 15 Kübel Farbe) selbst aktiv zu werden, sich kreativ zu betätigen und Erfahrungen zu sammeln bei einem künstlerischen Prozess mit offenem Ausgang.
Am Ende sollte der kreative Prozess der Gestaltung einer Webpage stehen, auf der die vielen inhaltlichen Bausteine zu einem Ganzen zusammengefügt werden.
Die Vorbereitung und Feinplanungen der einzelnen Konzeptpunkte begannen Mitte Januar.
Im nachhinein betrachtet vielleicht etwas zu spät. Die verbleibenden 3 ½ Monate
bis zum Projektende sind doch etwas kurz gewesen, da die inhaltliche Vermittlung mehr
Zeit in Anspruch genommen hat, als anfänglich geplant war. Termine mussten gefunden
werden. Wichtig war allen Projektbetreuern, dass ein geplanter gemeinsamer Besuch auf
Schloss Prinzendorf bei Hermann Nitsch realisiert werden kann. Im Laufe des Projekts
zeigte sich immer mehr, dass dieses Kennenlernen für die Akzeptanz dem Künstler
gegenüber und zur Entkräftung vorgefasster Meinungen, enorm wichtig wäre.
Der Gesundheitszustand von H. Nitsch, fixierte Auslandsreisen und eine Ausstellungseröffnung,
sowie die Koordination der Schularbeitstermine der beiden Klassen, gestalteten die
Terminfindung von Beginn an sehr schwierig. Der erste gemeinsame Projekttag im Museum
wurde mit 21.2. fixiert. Vorab sollte in den Schulen bereits begonnen werden, die SchülerInnen
auf diesen Tag vorzubereiten. Inhaltlich stießen die Lehrer dabei bei den meisten
SchülerInnen auf großen Widerstand. Ein AHA Erlebnis war dabei, über
welch ablehnende, fast konservative Einstellung 15-18 Jährige, ob all der Aufgeklärtheit
und Coolness, zeitgenössische Kunst betreffend, verfügen. Eine Woche vor
dem ersten Projekttag sahen die SchülerInnen des Gymnasiums Laa/Thaya einen Film über
den Künstler aus der Reihe „Artgenossen“. Eine Mutter nahm das zum
Anlass sich sehr über das Projekt aufzuregen und drohte, bis zum Landesschulrat
zu gehen, um es zu verhindern. Lehrer und Projektleiter waren kurzzeitig etwas ratlos.
Mit Überzeugungsarbeit und Unterstützung der Schulleitung und des Landesschulrates
hat sich die Aufregung aber bald gelegt. Aber noch am 1. Projekttag war die Angespanntheit,
die diese Diskussion bei allen Beteiligten ausgelöst hatte zu spüren.
Eine Begrüßungsrunde brachte zum Vorschein, dass nur 2 von 29 Schülern vorab dem Thema gegenüber zumindest neutral eingestellt waren, ein einziger Schüler war vorab dem Projekt positiv gesinnt, alle anderen lehnten das Thema gänzlich ab und bekundeten ihren Unwillen, sich an einem Projekt dieses Inhalts überhaupt zu beteiligen. Das Thema Aktionskunst, und im speziellen das Orgien-Mysterien-Theater mit all seinen Hintergründen für 15-18 jährige Schüler verständlich zu machen, war die eine Sache. Die andere Sache war, vorab die Überzeugungsarbeit zu leisten, sich trotz aller Vorbehalte auf das Projekt einzulassen. Dr. Freya Martin hielt einen Vortrag zur Person Hermann Nitschs und seinem Gesamtkunstwerk. Als promovierte Theaterwissenschafterin, hat sie sich in ihrer Dissertation mit dem OMT im Kontext der griechischen Tragödie beschäftigt. Sie ist schon längere Zeit mit Hermann Nitsch sehr gut befreundet und kennt ihn von seiner privaten Seite, die sie den Schülern auf sehr lebhafte und spannende Weise näher zu bringen versuchte. Im Anschluss wurden die Schüler durchs Museum geführt. Einige Schüler „tauten auf“ und so war es möglich mit ihnen ein Kunstgespräch in den Räumen der Sammlung zu führen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen versammelte sich die Runde zur eigentlichen Projektarbeit. Kleingruppen formierten sich. Das Ziel einer klassenübergreifenden Gruppenbildung wurde nicht erreicht. Nach etwa dreißig Minuten Brainstorming wurden die ersten Ideenbausteine von den Schülern geliefert. Diese wurden für die Weiterarbeit an den Schulen dokumentiert. Abschließend gab es eine Verabschiedungsrunde, wo alle SchülerInnen aufgefordert wurden, wie zu Beginn, die eigene Meinung zu äußern. Positives Resümee der Betreuungsteams war dabei, dass die meisten SchülerInnen dem Projekt an sich, wenn auch inhaltlich immer noch mit Vorbehalten, nun recht positiv gegenüberstanden, einige hingegen auch inhaltlich „neugierig“ geworden waren. Alles in allem ein gelungener Projekttag.
Statements der Schüler am Beginn des 1. Projekttages:
Kunst von HN? Ist nicht meine Sache.
Projekt an sich OK, aber inhaltlich Nitsch?
Teamarbeit und Kreativität OK, aber Nitsch…..?
Finde nicht, dass N Kunst macht.
Interessantes Projekt, kann aber mit Kunst von HN nichts anfangen.
Weiß nicht sehr viel von N, kann aber mit dem, was ich weiß, nichts anfangen.
Für mich ist es keine Kunst!
Erfahrung für mich wichtig: wie denken andere Künstler über Kunst?
Projekt gute Idee, aber ob es Kunst ist?
Mir gefallen die frühen gegenständlichen Bilder im Depotraum besser!
Die Homepage-Gestaltung ist eine gute Übung für uns!
Kunst ist Ansichtssache, aber mir gefällt die von N sicher nicht!
Die Materialien sind strittig.
Kann den N überhaupt nicht leiden, er ist pervers!
Statements der Schüler am Ende des 1. Projekttages:
Bilder sind schön in der gr. Hermann Nitsch - Halle und in der Kapelle (Teil des
Museums) Präsentation fad!
Fotos haben mich schockiert.
Inhaltlich interessant, Fotos und Bilder nein
Bilder nein, Museum OK
Schüttbilder und Kutten OK, Fotos nein
Sehr viel Info auf einmal
Museum nein, Vortrag fad
Fotos nein, schockierend; Bilder - einige gute
Positiv überrascht, dass N tierlieb ist; negativ überrascht von Fotos.
Habe viel Neues über N erfahren.
Kunst ist halt Geschmackssache!
Interessant Bilder in Natura zu sehen, kennt man nur vom Fernsehen.
Habe mehr über N erfahren.
Ich kann mit seiner Kunst selber nichts anfangen!
Infos interessant, Fotos arg!
Essen war super!
Tag generell sehr aufschlussreich! Präsentation war trocken!
Präsentation interessant!
Photos nix g´scheits!
Sehr interessant: N´s frühes Werk; Fotos sind krass, aber vielleicht muss
man dabei gewesen sein…..
Inhaltlich OK, Fotos nein.
Am 5.3 und 10.3 besuchten die Kunstvermittler, Peter Wannerer, Martina Beisser und
Freya Martin die Schüler in den Schulen. In ihrer gewohnten Umgebung sollte
den SchülerInnen die Möglichkeit geboten werden, den ersten Projekttag
noch einmal zu reflektieren. Die Motivation mancher Schüler am Projekt konstruktiv
und eigeninitiativ zu arbeiten war schon etwas gestiegen, viele standen aber nach
wie vor dem gesamten Projekt sehr skeptisch gegenüber. Der Besuch sollte den
Schülern vor allem die Möglichkeit bieten, Antworten auf noch offene Fragen
zu erhalten und die im Museum begonnene Diskussion fortzuführen. Die einzelnen
Projektgruppen hatten bereits zu arbeiten begonnen und erhielten, wenn nötig,
noch Hilfestellungen. Filme wurden angesehen. HAK: Film "Alles oder Nitsch" 1995
Buch Brigitte Huck, Kamera Peter Kasperak (mit Hinblick auf gewählte Themen).
Diesen Film hatten die Laaer Schüler im Vorfeld bereits gesehen. Anschließend
folgte eine Diskussion der Themen. Die Schüler waren recht interessiert an dem
Film und haben auch mitgeschrieben, vor allem die Zitate-Gruppe konnte vom
Film einiges mitnehmen. In der Laaer Klasse wurden Filmausschnitte des Films: SINNLICH
INTENSIV. HERMANN NITSCH. DAS ORGIEN MYSTERIEN THEATER 2004 gezeigt. Buch & Regie:
Anita Natmeßnig, Kamera: Peter Kasperak, Musik
Hermann Nitsch; Der Film sollten den doch sehr skeptischen Schülern v. a. Nitsch
als Mensch im O-Ton über seine Kunst und sein Leben näher bringen.
Die Arbeit in der Schule ist grundsätzlich recht gut verlaufen und die Kooperation und Einstellung der SchülerInnen zum Projekt hat sich im Laufe der Zeit ständig verbessert
Fächerübergreifendes Arbeiten und die diesbezügliche Zusammenarbeit mit anderen Lehrern war am BG/BRG Laa von Anfang an sehr gut. Besonders hervorzuheben wären da Gabriele Müller, ohne deren Engagement und Mithilfe die Übersetzungen wohl nicht rechtzeitig fertig gestellt worden wären und Erich Waltner, der im Rahmen des Deutschunterrichtes einiges übernommen hat..
Für das Webdesign war ein Termin in Laa in der Schule vorgesehen. (7.April) Zu Beginn wurden ausgewählte Webseiten im Internet begutachtet und in Hinblick auf die Gestaltung und die Funktion besprochen. Aufgrund der sehr langsamen Verbindung begannen wir bald mit der Gestaltungsarbeit. Trotz der Schwierigkeit geringer Programmkenntnisse, kristallisierten sich bald einige gute Entwürfe heraus. Der Entwurf, der ein stilisiertes weißes Malhemd auf rotem Grund als grafisches Thema hat, wurde gewählt. Die Analogie zum Werk von Hermann Nitsch ist erst nach Betrachtung des fertigen Entwurfs deutlich geworden und hat schließlich überzeugt, gerade diesen Entwurf auszuwählen. In einer weiteren Sitzung am 16. April wurde Schrift, Menüführung und Startbild besprochen. Das Design im Detail wurde dann in Abstimmung mit der HAK, mit Rücksicht auf die technische Umsetzbarkeit mit Peter und Fritz Wannerer durchgeführt. Das Startbild wurde von den Schülern aus Laa entworfen.
Die Malaktion im MZM am 2. April war ein ausgesprochen gelungener Event! 20 m2 blütenweiße
Leinwand wartete ausgebreitet vor den Füßen der Schüler, um bemalt
zu werden. 15 Farbkübeln waren dafür bereit gestellt worden. Für viele
SchülerInnen das Beste und Coolste am ganzen Projekt.
Ein gemeinsames Essen rundete diesen zweiten gemeinsamen Projekttag ab.
Eine Gruppe Laaer Schüler, die sich zur Aufgabe gestellt hatten, Personen aus dem näheren Umkreis von H. Nitsch (berufliches Umfeld, Freundeskreis) zu interviewen, hatte am Nachmittag die Möglichkeit ihre Interviewpartner im Museum zu treffen und zu interviewen. Sowohl bei der Vorbereitung des Interviews, wie auch bei der anschließenden Transkription, stand der Deutschlehrer der Klasse den Schülern hilfreich zur Seite.
Die größten Probleme hat die Koordinierung der Termine bereitet. (Schularbeiten der LehrerInnen und SchülerInnen, weitere Projekte, Feiertage, Krankheit, …). Auch die Koordinierung der beiden Schülergruppen an sich bereitete Schwierigkeiten. Hauptsächlich verantwortlich dafür waren die verschiedenen Schultypen, die unterschiedlichen Altersstufen, die geographische Entfernung und der unterschiedliche technischer Wissensstand.
Durch ein Fotografierverbot für die Schüler im Museum wurde ihnen leider die Möglichkeit genommen, ihre Sicht der Dinge optisch darzustellen und aufzubereiten. Darüber waren sie sehr enttäuscht. Von der Projektleitung wurde leider zu spät gemerkt, dass die Schüler ihre Beiträge gerne mit Fotografien aus der Jugendzeit des Künstlers ergänzt hätten. Um die Bildrechte noch zu klären, blieb zu wenig Zeit und so musste auf diese Fotos leider verzichtet werden.
Ein großer Wehrmutstropfen für alle Projektbeteiligten war auch, dass -
aufgrund organisatorischer Strukturen - der geplante Besuch bei H. Nitsch für
die meisten Schüler leider nicht realisierbar war.
Obwohl bereits zu Projektstart mit der Terminavisierung begonnen worden war, blieb
letztlich nur ein Terminvorschlag in den Pfingstferien, den nur 3 Schüler wahrnehmen
konnten. Sehr schade, da der Besuch für die Akzeptanz der Schüler H. Nitsch
gegenüber sehr wichtig gewesen wäre.
Soll – Ist Vergleich betreffend
die technische und inhaltliche Umsetzung: Was war im Konzept geplant und was konnte
davon realisiert werden:
Nach der Gruppenaufteilung wäre geplant gewesen, dass die Schüler sehr selbständig
an der inhaltlichen Umsetzung arbeiten, auch außerhalb der regulären Unterrichtszeit.
Im Laufe des Projektablauf zeigte sich jedoch, das die Umsetzung eines derartigen Projekts
mit dem Schulalltag nicht konform geht. Einfacher zu realisieren wäre dieses Projekt
in Blockveranstaltungen, diese sind im regulären Unterrichtsbetrieb aber nicht
durchführbar. Das Projektthema „Aktionskunst“ im speziellen, hat
einen fächerübergreifenden Unterricht erschwert. Den Zielvorstellungen des
Betreuungsteams entsprechend, ist der Anteil der Schülerarbeit bei diesem Projekt
dennoch sehr hoch ausgefallen. Beim Finish zeigte sich, dass es gut gewesen wäre,
die einzelnen Beiträge inhaltlich noch einmal aufeinander abzustimmen. Kurze „abstracts“ vor
den Text zu stellen, für die schnelle Info, wäre noch geplant gewesen. Um
das noch umzusetzen, fehlte jedoch letztlich die Zeit.
Die Endphase hektisch, hektisch, ….. mit vielen Extrastunden für alle Beteiligten auch außerhalb der Unterrichtszeit. Alle Schüler schickten bis zum letzen Moment noch Übersetzungstexte. Die Schüler der HAK kamen sogar an ihrem freien Tag in die Schule, um die Seite termingerecht fertig zu stellen.
Lehrermeinung:
Hermann Nitsch gehört zu den bedeutendsten und berühmtesten österreichischen
Künstlern. Kaum eine andere Künstlerpersönlichkeit, vermag so stark
zu polarisieren wie er. Ganz besonders ist das hier im Weinviertel zu spüren,
wo er bekanntlich ja auch lebt.
Sein umfangreiches, in vielen Sparten angesiedeltes Werk macht es fast unmöglich
im Verlauf des normalen Unterrichtes alle Bereiche entsprechend zu erörtern und
zu vermitteln.
museum:online bot auch den Lehrern eine willkommene Gelegenheit, sich mit den SchülerInnen
auf seine Spuren zu begeben und intensiv damit auseinanderzusetzen.
Die Jugendlichen haben sich auf unterschiedlichste Weise seinem Werk und seiner Person
zu nähern versucht, um die ganze Komplexität zu erfassen und zu verstehen.
Zumindest im Ansatz ist dies auch gelungen und manch einer wird Lust haben sich noch
weiterhin damit auseinandersetzen.
Schülermeinungen:
Grundsätzlich sehen die SchülerInnen das Projekt abschließend sehr
positiv. Mehr Zeit wäre wünschenswert gewesen. Manche meinten selbstkritisch,
dass sie vielleicht selbst aktiver sein hätten können. Einige Schüler
meinten, dass sie nach der Arbeit an der Biographie des Künstlers nun einige Punkte
mit ganz anderen Augen sehen würden und auch dem Werk des Künstlers nun mehr
Toleranz entgegenbringen könnten.
Projektleitung:
Eine spannende Herausforderung auf dem Gebiet der Kunstvermittlung.
das Projektleitungsteam