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Fußgängerzone |
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Warum kam Haydn eigentlich nach Eisenstadt?
Er bekam von der Fürstenfamilie Esterhazy ein Angebot als Vizekapellmeister und unterzeichnete am 1. Mai 1761 den Dienstvertrag in Wien. Wahrscheinlich trat er aber schon am 19. März des selben Jahres seinen Dienst in Eisenstadt an.
Wo lebte Joseph Haydn in Eisenstadt?
Sehr klar muss hier die fürstlich-höfische und bürgerliche Welt von einander getrennt werden. Haydn wohnte in der ersten Zeit in Eisenstadt im Musikerhaus, welches sich neben dem Schloss Richtung Haydngasse befand.In dem Haus in der Fußgängerzone, wo heute das Schuhhaus Fleck untergebracht ist, hat er sehr wahrscheinlich mit seiner Frau von 1763 bis 1766 gewohnt – danach kaufte er sich das Haus in der heutigen Haydngasse – damals Klostergasse, welches wir heute als Haydnmuseum kennen.
Wenn er Vizekapellmeister war, muss es ja auch einen ersten Kapellmeister gegeben haben - wie haben sich denn die beiden vertragen?
Gregor Joseph Werner, der 1. Kapellmeister, nannte Joseph Haydn einen Modehansl und Gsanglmacher – was von Haydn sicherlich nicht als sehr schmeichelhaft empfunden wurde. Ein alternder Mann versuchte mit allen Mitteln, die Gunst und den aufkeimenden Ruhm des Jüngeren zu bekämpfen. Nachdem Werner gesundheitsbedingt nicht mehr im Stande war, seinen Dienst zu versehen, vertrat ihn Haydn. Dies führte zu einer weiteren Verschlechterung der Beziehung zwischen den beiden Musikern.
Mit welchen Schwierigkeiten der junge Vizekapellmeister Haydn gegenüber seinem vorgesetzten Kapellmeister Gregor Joseph Werner zu kämpfen hatte, zeigt ein Beschwerdebrief, welchen der Kapellmeister an den Fürsten richtete.
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Welche Musik hat Haydn sonst noch so gehört/geschrieben?
Er hatte viel Erfahrung mit Haus- und Volksmusik verschiedener Ethnien, die in dieser Zeit in der pannonischen Umgebung – wie auch heute noch - lebten. 1765 komponierte Haydn in Eisenstadt z. B. das „Sauschneider-Capriccio“.
Was ist bitte das „Sauschneider-Capriccio“?
Das „Sauschneider-Capriccio“ gilt als das Beispiel für das häufige Herumwandern zwischen den verschiedenen Kulturen. Das ist immer wieder in Haydns Musik zu finden. Es soll die ländliche Arbeitswelt und die musikalische Hochkultur in einem darstellen, anhand der Figur „Hanswurst“.
Hier noch andere Beispiele in Joseph Haydns Schaffen zum Thema Volksmusiken:
- die Sinfonie Nr. 104, wo Joseph Haydn ein kroatisches Volkslied für das Hauptthema des 4. Satzes verwendete
- die Arie: „Mit Würd und Hoheit angetan“ aus der Schöpfung, die in Anlehnung an das burgenländische Volkslied „Es steht ein Baum im tiefen Tal“ komponiert wurde
- Der 3. Satz des Klavierkonzerts Nr. 11 in D-Dur, im Stil „all ongarese“
- Das Klaviertrio in G-Dur op. 75 Nr. 1 - mit dem Finale "all Ongarese"
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„Endlich wurde ich durch Reccomendation des Sel: Herrn von fürnberg (von welchen ich besondere gnaden genossen) bey Herrn grafen v. Morzin als Directeur, von da aus als Capell Meister bey S: Durchl. dem fürsten (Esterhazy) an aufgenohmen, allwo ich zu leben und zu sterben mir wünsche.“ |
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und so würde das heute klingen
„Endich bin ich bei meinem Chef eingezogen, und dort will ich auch bleiben, bis ich den Löffel abgebe.“ |
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Klavierkonzert Nr.11 D-Dur 3. Satz „all ongarese“
Wie Haydn selbst eingesteht, war er "auf keinem Instrument ein Hexenmeister", aber er "kannte die Kraft und Wirkung aller". Das
D-Dur-Konzert, geschrieben um 1784, zählt zu seinen populärsten Instrumentalkonzerten. Der vitale, furiose Satz des ungarischen Finales, dessen Hauptthema auf einer südosteuropäischen Tanzmelodie beruht, machen dieser Werk unverwechselbar.
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