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Die Allgemeine
Sonderschule Langenstein im Bezirk Perg Oberoesterreich ist eine Schule,
die versucht, mit modernen Methoden der Behindertenpädagogík
Kindern eine neue Chance zu geben.
Kinder, die zu uns kommen, sind meist in ihrer persönlichen und schulischen
Laufbahn einmal gescheitert und wir versuchen ihnen neue Perspektiven
zu geben.
Dazu sind verschiedene Voraussetzungen notwendig:
Verkleinerte Gruppenstrukturen, ein pädagogisches Personal, das sich
inhaltlich und mental mit dem Kind auseinandersetzen will und natürlich
Kinder, die bereit sind, diesen Prozess mitzugehen.
Es sind unterschiedlichste Kinder in der Klasse. Methodisch wurde umgestellt
auf das System einer virtuellen Klasse, d.h. jedem Kind
steht an seinem Lernplatz ein Computer mit Internetanschluss
und geeigneten Lernprogrammen zur Verfügung.
Der Klassenlehrer Herr Leopoldseder hat innerhalb kürzester
Zeit ein beispielgebendes Konzept entwickelt, das den Kindern Rechnung trägt.
Alle modernen Varianten einer individualisierten Behindertenpädagogik
kommen zum Einsatz:
Innere Differenzierung und Individualisierung,
was z.B. heißt, dass sich jedes Kind in einer anderem Lehrplanstufe
befindet, die Lehrpläne sind entweder VS Lehrplan oder ASO Lehrplan.
Genau dieser Aspekt, des individuellen Eingehens ist eine Stärke (des
Computers), erfordert aber immensen Arbeitsaufwand seitens des planenden
Lehrers.
Der pädagogisch-soziale Prozess wird von SchulhelferInnen, die zum
Teil in der Klasse sind untertstützt.
Diese SchulassistentInnen
• Frau Schindelar Renate
• Frau Silvia Aigner und
• Frau Scharrer Ottilie sind mit (geringen) Stundenkontingenten individuellen
SchülerInnen zugeordnet, um deren Lern- und Erziehungsprobleme unter
Anleitung des Klassenlehrers zu bearbeiten.
Daneben gibt es
• Musiktherapie
• Ergotherapie,
• Sprachheiltherapie
• Einen Pränatalraum und
• stark projektorientiertes Lernen mit Schullandwochen und handelnd-aktionaler
Pädagogik. Ein
sehr wichtiger Teil, der seinen Höhepunkt im „NICHTINSDUNKEL“
Projekt nunmehr gefunden hat, ist der Zugang via Kunst und bildnerischem
Gestalten – computergestützt! |
| Projektablauf
Im Rahmen des Bildnerischen Unterrichts
wurden die Kinder gebeten, sich mit Zeichenprogrammen auseinanderzusetzen.
Die Motivation dafür ist ohnedies sehr hoch und da die erforderliche
Hard- und Software vorhanden war, ein Leichtes für alle Kinder.
Kein informatikorientierter Unterricht, dies ist sehr wichtig, sondern
ein freies Experimentieren mit Zeichenprogrammen ist
wesentlich. Es wird nicht ein Programm gelehrt, wie es leider in tausenden
Kursen passiert, sondern ein „trial and error“ Lernen
implementiert, das dem einzelnen alle Freiräume lässt.
Eingesetzt wurden Paint (windows) und Photoshop. Nur unbedingt notwendige
Teile der Bildkategorien und Dateitypen (jpeg, bmp) wurden praktisch besprochen.
Die Recherche im Internet, welche Künstler sind
für mich relevant und interessant, war selbstverständlich, die
Kinder sind längst gewohnt das Internet z.Teil sogar virtuos zu bedienen,
unabhängig von ihrer Behinderungsart.
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Projektziel
Das Ziel des Projekts ist die eigenverantwortliche Auseinandersetzung
mit meiner Zeichnung, mit den Großen der Kunst und die Kombination
von diesen Aspekten zusammenfließend in einer Symbiose im Internet.
Pädagogisch ist eine konstruktivistische Weltsicht wesentlich.
• Welchen Eindruck macht ein Bild auf mich?
• Wer zeichnete ähnlich wie ich?
• Was verändert sich, wenn das Bild sich zu
bewegen beginnt,?
• Welche Ausdrucksformen werden – im Vergleich
zu konventionellen Methoden – erweitert?
• Welchen Bildeindruck nehme ich mit, wenn das Bild plötzlich
mit weltberühmten Originalen verschmilzt?
• Wie sehen andere mein Werk?
• Welches Gefühl entsteht, wenn plötzlich tausende
das betrachten können?
• Natürlich ist auch eine ganz banale Computerhandlingsabsicht
damit verbunden, steht aber nie im Vordergrund.
In dieser Alterstufe ist natürlich auch das genuine Herangehen an
Namen wie Michelangelo, Andy Warhol, oder z.B. Eric Clapton mit seinem
„tears in heaven“, das ja die Tragödie eines Kindes besingt,
ein wichtiger Prozess.
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Lernprozesse
• Arbeiten mit Zeichenprogrammen
• Arbeiten mit Desigenrprogrammen
• Digitalbilder machen
• Verfremden von Digitalbildern
• Recherchieren im Netz
• Kennenlernen berühmter Künstler
• Symbiosen und Anpassungen Musik-Bild
• Multimediales Ziel, also Kombination möglichst
vieler Sinne
• Sprechen über das eigene Werk
• Gefühl für virtuelle Kunst entwickeln
• Möglichkeiten andenken, was virtuelle
Kunst sein kann
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Herausforderung
Die Herausforderungen waren vor allem pädagogischer Art,
obwohl es eigentlich Zeichen- und Malprogramm seit Bestehen des Computers
in Hülle und Fülle gibt, gibt es kaum methodisch-didaktische
Konzepte, diese auch sinnvoll einzusetzen.
Die Anfangsängste und Berührungsproblematik ist bei uns längst
überwunden, es geht in erster Linie um einen sinnvollen
Einsatz des Geräts, als (künstlerisches) Werkzeug.
Bewusst erfolgt dies auch deswegen, weil immer zu sehr kopflastig der
Computer eingesetzt wird. Die übliche Einsatzschiene, z.B.: nur
des ECDL mit Büroprogrammen ist gerade bei behinderten Kindern
dieser Alterstufe kein sinnvoller Weg. Gefördert werden muss der
multimediale Zugang werden.
Was kann ich sinnvoll mit den Bildmöglichkeiten anfangen, wenn
das „Symbollesen“ dem Kind so sehr Probleme macht?
Gibt es tragbare Varianten, um Musik im Lernprozess einzusetzen?
Insgesamt muss der Weg von der Alphabetisierung herkömmlicher
Art zur Bildalphabetisierung zur Computeralphabetisierung
in der ganzen Bandbreite gehen. Die Kinder mit handicaps zeigen es ja
sehr deutlich, dass der lineare eindimensionale Weg des herkömmlichen
Lernens eine Sackgasse für sie war.
Die Neuigkeit diese multimedialen Lernprozesse zu beschreiten
ist ein unendlich wichtiger Vorgang per se.
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| Arbeitsverteilung,
Durchführung
Die Arbeitsweise ist geprägt durch Versuch und Irrtum.
Ständiges Experimentieren, Entdecken und Verwerfen
neuer Lösungen. Einfachste Computerbedienung bis zur punktuellen
Entdeckung neuer Features bei Digitalkameras oder im Internet sind dabei
ständig wechselnde Methoden.
Auch der Lehrer ist dabei ein permanent Lernender, sowohl
was den technischen Zugang betrifft als auch die künstlerischen Aspekte.
Da es sich um ein erstmaliges pionierhaftes Vorgehen handelt, ist auch
das Ergebnis vollkommen offen. Es regt auch an, weiterzumachen,
zuhause und ich glaube noch nie wurde die eigene Zeichnung nachher so
oft und so häufig betrachtet wie jetzt – ablesbar an den Klickraten
der Domain.
Das so wichtige Gefühl, „ICH“ habe etwas zusammengebracht,
„ICH“ bin im Internet ist immens wichtig, zumal es ja eine
Ausnahmestellung ist – trotz der Tatsache, dass ich in eine Sonderschule
gehe, dass ich behindert (genannt) werde.
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| Einsatz
im Unterricht
Im Sinne eines Trends, der sagt, dass Jugendliche die Neuen Medien
längst zum Alltagsinstrumentarium haben, wäre
ein vermehrter Einsatz solcher Strategien enorm wichtig. Es besteht die
Gefahr, dass die herkömmliche Pädagogik sich immer mehr von
den Lebenswirklichkeiten der Kinder abkoppelt, mit dem
Effekt, dass der Lehrer eines Tages zum verzopften und uninteressantesten
Medium wird. Erst wenn wir wieder in diese Lebenswelten der Kinder eintauchen
und sie dort abholen, was auch heißt, ihnen die Gefahren vor Augen
zu halten, wird eine wirkliche Schulentwicklung stattfinden.
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Öffentlichkeitsarbeit
Besteht hauptsächlich im Internet
über die homepage, es wird aber auch versucht, in der lokalen Presse
Gehör zu finden. Ideal wäre es, dafür fehlen aber
die Mittel, in Hörfunk und TV reinzukommen. Der
Standard hat bereits Interesse an einem Interview signalisiert. Verlinkungen,
Serienmails usw. also Möglichkeiten, die das Internet bietet,
werden konsequent eingesetzt. |
Kommentar
Die Bewertung überlassen wir den Besuchern und
ersuchen um Eintragungen
ins Gästebuch: |
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Zusammenfassung
Insgesamt ist es ein sehr erfolgreiches
Projekt, das allen Beteiligten spannende Lernzuwächse gebracht
hat und fortgesetzt werden soll. Die Möglichkeiten dieses Weges sind
bei weitem noch nicht ausgereizt, ganz im Gegenteil, sie stehen erst am
Anfang, inhaltlich aber auch was die regionale Verbreitung betrifft.
Jeder, der dazu etwas beitragen
kann und will, ist eingeladen, sich mit uns in Kontakt
zu setzen. |
Danke, allen, die uns in der Sache
unterstützen! |