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Die 14 Nothelfer von Anger

Die 14 Nothelfer im Detail

Die hl. Margarete

Bild Das Fest der hl. Margarete wird am 20. Juli gefeiert.
Ihr Name bedeutet "Perle". Dargestellt wird sie mit dem Drachen, und sie gehört deshalb auch zur Gruppe der Drachenheiligen. Nach der Legende sollte sie ein Drache verschlingen, weil sie Christin war. Über den Drachen schlug sie ein Kreuz, und da der Drache der Teufel war, war er dadurch besiegt. Schließlich wurde sie enthauptet und in Antiochia begraben. Durch die Kreuzfahrer wurde sie auch im Abendland bekannt.
Margarete wird auch manchmal mit einem Perlenkranz dargestellt, was sich aus der Etymologie ihres Namens ableiten lässt.
Sie gilt als die große Beschützerin der Bauern. Ihr Festtag war ein wichtiger Merktag, an dem der Pachtzins bezahlt werden musste. Zusammen mit dem hl. Georg gilt sie auch als Rodungsheilige. Margarete gilt aber auch als Beschützerin der Gebärenden, wie überhaupt der Fruchtbarkeit sowohl der Frauen als auch der Äcker. Der Drache steht stellvertretend für alle Gefahren, die die Ernte bedrohen, wie auch für heidnische Kulte, die man im Zuge der Missionierung abschaffen wollte. Oft findet man deshalb ihr Patrozinium an der Stelle alter Kultstätten. Manchmal schrieb man der Heiligen aber auch dämonische Kräfte zu, was von einem alten Erntekult herrühren dürfte. Die Woche um den 20. Juli galt als sehr unheilvoll, manchmal durfte man zu der Zeit gar nicht arbeiten, weil man glaubte, dass sie dann bei Unwettern ihre Hände im Spiel habe. Eine Ambivalenz von Gut und Böse ist also sogar bei den Heiligen gegeben. Dazu wäre zu sagen, dass es auch schriftliche Aufzeichnungen gibt, aus denen hervorgeht, dass in ihren Hoffnungen enttäuschte Menschen oft sogar mit den Heiligen geschimpft haben. In der Steiermark sind ihr unter anderem die Pfarrkirche in Bad Mitterdorf und die Filialkirche in Oberhaus geweiht.
Parallelen zu heute könnte man auch anführen, wenn man für manches Misslungene in anderen Schuldige sucht, weniger bei sich selbst.

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