Der hl. Georg
Georg, griech.
"Bauer", ist wohl derjenige Heilige, der im christlichen Altertum
und im Mittelalter am meisten verehrt wurde. Sein Fest feiern wir am 23.
April. Unter den zahlreichen Attributen ist das mit dem Drachen wohl das
häufigste, was sich aus seiner Legende ergibt, die nicht sein Martyrium
beschreibt. Er bewahrte nämlich die Königstochter Margarete vor dem Ungeheuer,
das er tötete. Der Drache steht als Symbol für das Böse.
Sein Pferd ist meistens braun, und da das Pferd des hl. Martin weiß ist, was auf den Winterbeginn hinweist, könnte seines auf den Frühlingsbeginn deuten. Als Sieger über das Böse wird er auch manchmal mit dem hl. Michael dargestellt. Er ist der Patron zahlreicher Orden, die seinen Namen tragen, aber auch z.B. der Bergleute, Landsknechte, Ritter, Schmiede und des Viehs. Vor allem in der Zeit der Kreuzzüge wurde er zum Symbol christlicher Tapferkeit. Er war lange der Heilige der Oberschicht als Bezwinger des Bösen. Verglichen wird er oft mit Herakles oder Siegfried aus dem Nibelungenlied. Der Georgitag war auch ein Banntag für die Hexen, die das ganze Jahr nicht mehr erscheinen durften. Georg tritt auch in vielen Bauernregeln auf. Am Georgitag wurde das Vieh das erste Mal auf die Weide getrieben. Bei allem Guten, das er für die Bauern tat, war er ihnen aber auch ein strenger Heiliger, denn neben dem Martinitag war der Georgitag ein Schreckenstag, an dem der Zins fällig war. In vier Orten sind ihm Kirchen geweiht. Darunter ist die Kirche in Pürgg.
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