Der hl. Eustachius
..., "der
Fruchtbare", sein Festtag ist der 20. September, wird meist mit einem
Hirschen dargestellt, der in seinem Geweih ein leuchtendes Kreuz trägt,
daraus erklärt sich auch sein Patronat für die Jäger, bis er dann vom
Franken Hubertus, der vielen nicht so fremdartig erschien wie der Orientale
Eustachius, abgelöst wurde. In Weichselboden bei Gusswerk-Gschöder ist
ihm noch eine Kirche geweiht. Seine Legende enthält Motive aus dem indisch
- buddhistischen Raum. Sie dürfte von Mesopotamien über Griechenland nach
Westeuropa gelangt sein, wo sie in vielen Handschriften überliefert ist,
was auf ihre Beliebtheit hinweist. Der Heilige war, laut Legende, ein
berühmter römischer Feldherr, der sich mit seiner Familie zum Christentum
bekehrte, worauf ihn viele Schicksalsschläge trafen, die er jedoch wie
Hiob geduldig ertrug, wodurch er auch zum Patron all jener wurde, die
verzweifelt waren. In Ägypten wollte er ein neues Leben beginnen, wo er
sich aber weigerte, den heidnischen Göttern zu opfern. Als er wilden Tieren
vorgeworfen wurde, verneigten sich diese vor ihm. Daraufhin ließ der Kaiser
Hadrian ihn und seine Familie in einem Ofen verbrennen, wobei aber die
Leichen unversehrt blieben.
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