Der hl. Erasmus
Das Fest des
hl. Erasmus, des "Liebenswürdigen", wird am 2. Juni gefeiert.
Dargestellt wird er mit Schiffswinde und Ankertau und auch mit Nägeln,
die man ihm angeblich unter die Fingernägeln getrieben hatte. Nach der
Legende stammte er aus Asien, wo er auch furchtbaren Martern ausgesetzt
war, bis ihn dann Engel ins Abendland brachten. Er wirkte in Sirmium,
in der Nähe von Belgrad und kam schließlich nach Campagnien in Süditalien.
Engel retteten ihn wiederum und brachten ihn auf einem Schiff nach Gaeta,
wo sich auch heute noch seine Reliquien befinden. Er ist der Patron der
Drechsler, Schiffer, Seeleute und Weber. In der Schiffswinde glaubte man
ein Marterwerkzeug zu erkennen, mit dem man ihm bei lebendigem Leibe die
Gedärme aus dem Körper gerissen habe. In den Küstengebieten des Mittelmeeres
wird er auch als St. Elmo verehrt, weil er einmal dem Sturm auf hoher
See Einhalt geboten hätte. Im Elmsfeuer, man könnte es mit dem Nordlicht
vergleichen, sah man schon im Altertum sowohl ein günstiges als auch ungünstiges
Vorzeichen.
Angerufen wird der Heilige bei Unterleibsschmerzen, bei Krämpfen und bei
Koliken.
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