Der hl. Christophorus
Sein Fest feiern wir am 24. Juli.
Der Name kommt es aus dem Griechischen und bedeutet "Christus-Träger".
Er ist einer der volkstümlichsten Heiligen. Dargestellt wird er mit dem
Jesuskind auf den Schultern beim Überqueren eines Flusses mit einem Baum
in der Hand. Er dürfte um 250 unter Kaiser Decius den Märtyrertod erlitten
haben. Er gilt als Patron gegen den plötzlichen Tod, wenn vorher die Sterbesakramente
nicht mehr empfangen werden konnten. Die Menschen des Mittelalters glaubten,
dass sie den ganzen Tag vor lebensbedrohenden Gefahren geschützt wären,
wenn sie schon am Morgen sein Bild betrachteten. Deshalb findet man noch
heute Christophorusdarstellungen auf den Außenwänden vieler Kirchen.
Er ist der Patron aller gefährlichen Berufe, wie der Schiffer und Flößer. Bevor er in der Barockzeit vom hl. Nepomuk verdrängt wurde, war er der Brückenheilige schlechthin. Er beschützt auch die Reisenden. Autoweihen und Christophorusopfer weisen auf eine sehr lebendige Verehrung des Heiligen hin. Er ist aber auch der Patron der Gärtner. Das erklärt sich aus der Legende, denn der Stab, auf den sich Christophorus stützte, schlug Wurzeln, nachdem sich das Kind, das er trug, als Christus zu erkennen gab. Im bäuerlichen Bereich beschützt er die Menschen vor Unwetter und Dämonen aller Art. Da er Christus trägt, ist er auch der Beschützer der Kinder und schwangeren Frauen. Als Pestheiliger gesellt er sich manchmal auch zu Sebastian und Rochus.
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