Der hl. Blasius
3. Februar
Über sein Leben berichten Legenden, die eher nicht sehr zuverlässig sind. Er dürfte unter Kaiser Diokletian sein Martyrium erlitten haben.
Er war Arzt und laut der Legende dürfte er einen Knaben, der eine Fischgräte
verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Im Orient gilt
er seit dem 6. Jh., im Abendland seit dem 9. Jh als Patron für Halsleiden.
Im 6. Jh. hat ein byzantinischer Arzt eine Beschwörungsformel in einem
seiner Werke angeführt, an die heute noch der Blasiussegen mit den zwei
überkreuzten Kerzen erinnert. Die Kerzen sind auch eines seiner Attribute,
neben einem Schweinskopf, einer eisernen Hechel und Tieren. Die Reliquien
des Heiligen kamen im 9. Jh. nach St. Blasien im Schwarzwald.
Blasius ist auch Schutzheiliger gegen Zahnschmerzen und Pest, er ist auch Wetterheiliger und Patron für Tiere, Ärzte, Weber und Hutmacher.
Seine Verehrung wird besonders in Admont und in St. Lambrecht gepflegt.
Zur Zeit der Aufklärung wollte man den Blasiussegen verbieten und auch
die übertriebene Kerzenbeleuchtung untersagen. Das Volk jedoch hielt sich
nicht an dieses Verbot. Der Blasiussegen wird heute noch vielfach gespendet,
auch bei uns in Anger. Seine Beliebtheit zeigt sich auch darin, dass er
auf dem Altarbild in der 14 Nothelfer -Kirche durch seine im Verhältnis
zu den anderen Nothelfern übergroße Darstellung in der Mitte besonders
hervorgehoben wird.
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