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Die 14 Nothelfer von Anger

Die 14 Nothelfer im Detail

Die hl. Barbara

Bild Ihr Festtag ist der 4. Dezember.
Ihr Name bedeutet griechisch "die Ausländerin". Ihr Todesjahr wird mit 306 angegeben . Dargestellt ist sie mit Kelch und Hostie. Nach der Legende brachten ihr nämlich Engel die Eucharistie in den Kerker, in den sie ihr Vater einsperren ließ, nachdem sie sich geweigert hatte, sich mit einem Heiden zu vermählen, weil sie schon Christin war. Ihrem Glauben schwor sie trotzdem nicht ab, deshalb ließ sie ihr Vater enthaupten, worauf er vom Blitz erschlagen wurde.
Ihr eigentliches Attribut ist der dreifenstrige Turm. Die 3 Fenster stehen für die Dreifaltigkeit Gottes. Zusammen mit Katharina und Margareta bildet sie die Gruppe der "drei Madln" . In dieser Gruppe könnten auch vorchristliche Elemente weiterwirken. Eibet, Wilbet und Werbet, drei germanische Jungfrauen, standen noch im 7. Jh. als Kriegsjungfrauen den heidnischen Bajuwaren zur Seite. Ihr sind die Messkapelle in Altaussee und die bekannte Hundertwasserkirche in Bärnbach geweiht.
Die hl. Barbara dient als Fürbitterin für eine gute Sterbestunde und vor einem jähen und unvorhergesehenen Tod. Vielleicht war sie auch deshalb die Schutzpatronin der Artillerie. Aufgrund ihres Attributs, des Turms, wurde sie die Patronin der Architekten, Berg- und Hüttenarbeiter. Sie beschützt aber auch die Feuerwehr.
Der Brauch, an ihrem Festtag Zweige ins Wasser zu stellen, damit sie zu Weihnachten blühen, ist in ganz Europa verbreitet. Das Blühen bedeutet Glück. Als Lebensrute können die Zweige am Unschuldigen-Kindertag verwendet werden, wenn die Kinder mit ihnen die Leute "frisch und g`sund" schlagen. Dieses Schlagen soll bewirken, dass der trostlose Winter einigermaßen gut überstanden wird.
Von den Bergknappen wird sie ganz besonders verehrt. Das erklärt sich aus ihrer Legende. Damit sie vor dem Zornausbruch ihres Vaters geschützt sei, habe sich unter ihr plötzlich ein Felsen geöffnet. In Salzburg erhielten die Knappen am Barbaratag immer das Barbarabrot. In der Barabaranacht stellten die Bergleute Essen und Trinken für die Bergmandln bereit, um sie gnädig zu stimmen. Oft wird ihr zu Ehren ein Licht entzündet, damit sie den Bergmann vor einem Grubenunglück beschütze.

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