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Wichtig in der Legende ist auch der Kampf des Heiligen gegen das Böse.
In den frühesten Legenden sind die Dämonen die heidnischen Götter. In den meisten Legenden, die das Leben und Sterben der 14 N.h. beschreiben, sind die Vertreter des heidnischen irdischen Staates Werkzeuge des Teufels. Ihnen tritt der Märtyrer als Vertreter des Gottesstaates gegenüber.
Die Frage nach der Echtheit einer Legende kann nicht eindeutig beantwortet werden. Es wird nicht alles frei erfunden sein, sie stützt sich aber wahrscheinlich nicht immer auf historische Tatsachen. " Echt" wird sie dann, wenn sie dem Menschen, der sich in Not befindet, Trost spendet. Die Attribute werden einerseits aus der Legende heraus verständlich, andererseits deuten sie aber auch an, in welcher Form z. B. im Spätmittelalter Strafen verhängt wurden. Das Rad der hl. Katharina könnte stellvertretend für das Rädern stehen. Dieses Attribut könnte auch zur Abschreckung gedient haben. Gegen Ende des Mittelalters wurden die Strafen immer mehr verschärft, Folter und Gottesurteil beschleunigten die Gerichtsverhandlung, und dieses Denken fand auch Eingang in die Legenden. Manchmal verloren die Legenden dabei ihre religiöse Aussagekraft, was von den Reformatoren zum Anlass genommen wurde, den Nothelferkult einzudämmen.
In den Legenden begegnen uns immer wieder schreckliche Formen des Martyriums, in dem man bis zur äußersten Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit geht. Das war aber notwendig, damit jemand als Nothelfer oder Fürbitter im Glauben der Menschen " wirksam" war. Unter den 14 NH sind alle bis auf den hl. Ägydius Märtyrer. Gemeinsam ist allen Nothelfern , dass sie kurz vor ihrem Tode Christus baten, dass es allen Erhörung schenke, die ihr Andenken feierten.
Wenn es auch heute vielen nicht mehr als sehr sinnvoll erscheint, die Nothelfer anzurufen, weil doch die moderne Medizin in den meisten Fällen die Krankheiten heilt, konnten die Nothelfer doch durch viele Jahrhunderte im Glauben der Menschen helfen, worauf auch in den Wallfahrtskirchen viele Votivgaben hinweisen. In Anger gab es z. B. eine Reihe von Eisenvotivgaben in Form von Haustieren, die in den Bereich der Volkskunst gehören und vor allem in Kärnten und in der Steiermark weit verbreitet waren .
Als Berufspatrone werden heute noch einige aus der Gruppe verehrt, wie z. B. die hl Barbara als Schutzpatronin der Bergleute. Sie wird sowohl bei Ihnen in Bad Aussee durch den Salzbergbau als auch bei uns am Rabenwald aufgrund des Talkumbergbaus noch verehrt.
Wenn ich Gäste durch unsere 14 Nothelferkirche in Anger führe, interessiert sie nicht nur der barocke Bau mit seinen drei noch deutlich erkennbaren Bauabschnitten und die Ausstattung des barocken Innenraums, sondern auch die Legenden zu den einzelnen Nothelfern sowie das Jahrhunderte alte Brauchtum um diese Heiligen. Das möchte ich Ihnen jetzt auch nicht vorenthalten und die Heiligen in alphabetischer Reihenfolge vorstellen.
Wie ich schon erwähnt habe, finden wir in Anger die gleichen Heiligen wie hier in der Spitalskirche, mit der Ausnahme des hl. Cyriacus.
Viele Nothelfer kommen aus dem Osten, man vermutet, dass sie vielleicht durch die Kreuzzüge zu uns gekommen sind.
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