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Interessant ist auch, dass man den 14 Noth. selten große Kirchen weihte, sondern eher Filialkirchen und kleinere Kapellen. In der Steiermark sind es 4 Kirchen mit diesem Patrozinium, nämlich die Filialkirchen in Anger, Graz - Eggenberg und in St. Marein bei Graz sowie die Messkapelle in Paurach bei Feldbach. Ihr Patrozinium auch für Altäre sehr beliebt. Unter einem Patrozinium versteht man im liturgischen Sinne die Schutzherrschaft eines oder mehrere Heiligen im Wesentlichen über ein Gotteshaus. Während die Pfarrkirchen bis ins Spätmittelalter Heiligen aus der Ostkirche, aus dem italienischen oder fränkischen Bereich unterstellt waren, bot die Kapelle eine günstige Gelegenheit, der Volksfrömmigkeit entgegenzukommen. So haben die 14 N. überlebt. Meist war es eine Feldkapelle, die das Ziel einer Bauernwallfahrt darstellte, die an bestimmten Tagen stattfand. Bei Kapellen im Friedhof konnte es geschehen, dass ein Heiliger die Reihe der 14 N. einfach nach sich zog. Beliebt waren ihr Patrozinium und ihre Verehrung auch bei Spitalskirchen, denn viele aus der Reihe der Nothelfer sind auch Krankheitspatrone. Durch die Gründung von religiösen Bruderschaften auf dem Lande verlagerte sich allmählich die Verehrung der 14 auch in die Stadt .
Trotz Reformation und Aufklärung überlebte diese Gruppe und sichtbare Zeichen davon sind noch heute die Stätten der Verehrung.
Wie schon vorher erwähnt, fasste man im Mittelalter mehrere Heilige in Gruppen zusammen, um die Fürbitten zu bekräftigen, die bei schweren Erkrankungen, bei Unglücksfällen in Haus und Hof oder in gefährlichen Berufen ausgesprochen wurden. Die sog. "Aufgabengebiete" einzelner Heiliger waren genau abgegrenzt, und auch historische Quellen berichten immer wieder, wofür jeder Einzelne zuständig war. Diese " Ressorts" ergeben sich zum Großteil aus der Legende, die eine Besonderheit in der Darstellung der Heiligen bildet. Sie geht aus der Praxis der Kirche hervor, am Jahrestag des Heiligen dessen Leben- und Leidensgeschichte oder Teile daraus beim Gottesdienst vorzulesen. Von vielen Heiligen aus der Frühzeit des Christentums ist über ihr Leben und Sterben wenig überliefert, so versuchte man diese Lücken mit frommen Legenden aufzufüllen. Das große Sammelwerk der Legenden ist die "Legenda aurea" ,
Sie berichten von den irdischen Erlebnissen der Heiligen, von denen jeder den Typus des idealen Christen darstellt. Die Legende zeigt Möglichkeiten und Hilfen auf, die dem Bittsteller so nahegebracht werden, dass er sie auf seine Notlage beziehen kann. Das zentrale Thema ist das Pilgerdasein des Christen auf Erden. Das Martyrium sollte der Lohn sein für ein gottgefälliges Leben und zur Aufnahme in den Himmel führen. Die Hervorhebung des Wertes der Jungfräulichkeit beinhaltet zum Teil das Thema der Brautmystik, kann aber auch als direkte oder indirekte Herabsetzung der Ehe gedeutet werden. Viele Heilige, deren Leben in Form von Legenden beschrieben wird, stammen aus dem weltlichen Klerus oder aus Orden. Die meisten Heiligen erscheinen uns als Nichtverheiratete. Eine Ausnahme ist die hl. Elisabeth..
Einen großen Raum nehmen die Wunder ein, die der Heilige noch zu seinen Lebzeiten bewirkt hat oder die nach seinem Tode geschehen sind. Durch diese sichtbaren Zeichen wird den Gläubigen die Macht Gottes vorgeführt.
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