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Mit Recht fragt man sich natürlich, warum es gerade diese Gruppe von Heiligen war, die das Volk zu ihren Lieblingsheiligen bestimmte, die man in Zeiten schwerer Not um eine Vermittlerrolle zwischen Gott und den Menschen anflehte.
Es sind einfach Heilige besonderer Art, die aufgrund ihrer Attribute und ihres oft schrecklichen Martyriums, wie uns die Legenden berichten, einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten.
Auffallend an den Volksheiligen ist, dass sie sich nicht durch bestimmte historische Leistungen hervorheben, sondern eher durch Wunder und praktizierende Nächstenliebe. Die weiblichen Heiligen beschäftigten ganz besonders die Volksphantasie. Der Jungfräulichkeit schrieb man im Volksglauben ganz besondere Macht zu. Es sind aber nur drei Frauen unter den Nothelfern, was darauf zurückzuführen sein wird, dass es im Kloster Langheim mehr männliche als weibliche Reliquien gab.
Ihnen wird aufgefallen sein, dass alle hier angeführten Heiligen bis auf Cyriacus bei Ihnen in Aussee verehrt werden. An seine Stelle trat der heilige Nikolaus, der auch manchmal als 15 Nothelfer zur Gruppe stieß. Dies sieht man in vielen Darstellungen, dass bei den 14Nothelfern der eine oder andere Heilige fehlt. Das hat seinen Grund darin, dass man Heilige, die man an einem betreffenden Ort oder in einer Kirche schon vor den 14 Nothelfern verehrte, nicht beleidigen wollte und sie deshalb zur Gruppe dazugab oder man ersetzte einen eher Unbekannten, Fremden, durch den betreffenden. Das konnte bei den Heiligen Sebastian, Nikolaus, Leonhard, Wolfgang, Dorothea, Rochus und Oswald geschehen. Dorothea bildete dann mit den sog. "drei Madln" die Sondergruppe der Virgines Capitales. Manchmal versuchte man auch einzelne Heilige herauszulösen, glaubte aber sehr bald wieder, dass einem durch die Anrufung der ganzen Gruppe eher Hilfe zuteil werden würde. Über die Quantität kam man zu einer neuen Qualität.
In der heutigen Zeit könnte man die 14 Nothelfer als auch eine Art Bündelversicherung sehen.
Im Allgemeinen wird ihr Fest am Samstag nach dem 4. Sonntag nach Ostern gefeiert, obwohl es einen gemeinsamen Festtag für die 14 N. im Steirischen Diözesankalender nicht gibt, wie beispielsweise in der Diözese Bamberg Vielleicht war die Verehrung der 14 in der Steiermark doch nicht so stark, dass sie deshalb auch nicht Eingang in die offizielle Liturgie fand.
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