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Nach diesem Exkurs in die Zahlensymbolik kehren wir wieder zurück zur Geschichte der Verehrung der Gruppe.
Die Wurzeln des 14 Nothelferkultes liegen im süddeutschen Raum. Die erste Erwähnung erfolgte in einer Urkunde aus Passau, in der ein Nothelferaltar in Krems erwähnt wird. Die ältesten bisher bekannten Nothelferdarstellungen befinden sich im Regensburger Dom. Entstanden sind sie zwischen 1300 und 1335. Ein Wandfresko in der Dominikanerkirche in Regensburg, ein Wandgemälde in Terlan in Südtirol und die schon erwähnte Chorverglasung in Strassengel lassen in der Folge auf eine sehr frühe Verehrung der Gruppe schließen.
Die erste geschichtlich greifbare Nachricht über den Kult liefert uns die Beschreibung der Visionen des Hirten Hermann Leicht in Frankenthal, in der Nähe des Klosters Langheim im Umkreis der Diözese Bamberg. Während des Schafehütens seien ihm Im Jahre 1446 14 kleine Kinder bzw. Engel erschienen, in der Mitte eines Kreises sei ein weiteres Kind gewesen mit einem blutroten Kreuz auf der Brust. Die 14 Kinder hätten den Hirten gebeten ihnen eine Kapelle errichten zu lassen. Warum uns gerade in Franken die 14 Nothelfer das erste Mal begegnen, mag seinen Grund darin haben, dass es in einem benachbarten Zisterzienserkloster Reliquien von männlichen Heiligen gab, die zu einer Gruppe von 14 zusammengefasst wurden. In der Ausstattung der Reliquien war man immer von Rom abhängig, und so erklärt sich vielleicht auch die Aufnahme des eher in Europa fremden Heiligen Achatius in diese Gruppe. Ein vielleicht interessantes Detail am Rande. Vielleicht kennen Sie ein altes Kindergebet:
Abends, wenn ich schlafen geh, vierzehn Engeln bei mir steh'n.
Dieses Gebet war vor allem in Franken stark verbreitet und seine Entstehung dürfte vielleicht auf die Visionen des Hirten Hermann Leicht zurückzuführen sein, der ja auch 14 Engeln zu sehen glaubte.
Im Frankenthal wurde noch im 15. Jh eine Kapelle errichtet, die aber durch die Bauernkriege 1525 zerstört wurde. Dem Neubau von 1543 folgte im 18 Jh. die prachtvolle Wallfahrtskirche des berühmten Architekten im Rokoko, Bathasar Neumann. Heute ist dieses "Vierzehnheiligen" in der Nähe von Staffelstein die bedeutendste Verehrungsstätte der 14 Nothelfer. Warum die 14 "Sachwalter irdischer Nöte ausgerechnet in einer Einöde Frankens Rast und Heimat gefunden haben" , bleibt nach Pater Dominik Lutz, einem Experten in Bezug auf die Nothelferforschung, ein " unerklärliches Geheimnis der göttlichen Vorsehung" .
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