Warum sind es gerade 14?
Zahlen sind in den meisten Kulturen und Religionen Symbolträger mit reichhaltiger, oft komplizierter und von den heutigen Menschen nicht immer durchschaubarer Bedeutung. Zahlen sind oft Ausdruck kosmischer und menschlicher Ordnungen. Sie gelten als grundlegendes Prinzip, von dem die gesamte objektive Welt ausgeht. Zahlen sind nicht nur Quantitäten, sondern auch symbolische Qualitäten.
Die Zahl für die Nothelfer ist seit ungefähr 1400 belegt. Die Zahl 14 gilt im christlichen Sinne als Zahl der Güte und Barmherzigkeit und setzt sich zweimal zusammen aus der heiligen Zahl 7, und diese wiederum aus der Zahl des Himmels 3 und aus der Erdzahl 4. Die Zahl 3 gilt auch als Sinnbild der Vermittlung und dient als Grundlage für zahlreiche Systeme und Ordnungsgedanken. Das Christentum kennt die drei Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung. Sie begegnet uns auch in der Dreifaltigkeit und bei den Nothelfern in der Dreiheit der Madln, Ritter und Bischöfe.
Die Zahl 4 ist die Zahl der vier Himmelsrichtungen, der vier Jahreszeiten der vier Elemente und der vier Evangelisten.
Der Zahl 7 sollte man besonderes Augenmerk schenken.
In frühen Darstellungen der 14 Nothelfer findet man häufig zwei Gruppierungen zu je sieben Heiligen, deren Mittelpunkt die hl. Maria oder der hl. Christopherus bildet. Die hl. Maria wird jedoch nicht mitgezählt.
Die Zahl 7 selbst ist die Zahl der Vollständigkeit, der Fülle und der Vollendung. Schon im Judentum ist sie eine besonders ausgezeichnete Zahl, denken wir nur an den siebenarmigen Leuchter.
In der Bibel begegnet uns diese Zahl sowohl im Positiven wie auch im Negativen. Es dauerte 7 Jahre, bis Salomon den Tempel erbaut hatte, auf die 7 fetten Jahre folgten die sieben mageren Jahre. Im NT ist die Zahl 7 ein Symbol bei den Tugenden, Lastern und Seligpreisungen.
Nach diesem Exkurs in die Zahlensymbolik kehren wir wieder zurück zur Geschichte der Verehrung der Gruppe.
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