Die große Frühjahrsausstellung des Bank Austria Kunstforums zeigte mit mehr als 150 Exponaten die erste umfassende Präsentation des deutschen Künstlers Kurt Schwitters in Österreich.
Neben Schwitters' facettenreichen und offenen Kunstbegriff überraschte und faszinierte uns besonders die große Aktualität seines Stilpluralismus. Dieser hohe Grad an Modernität war auch die Motivation an dem Wettbewerb zu museum online teilzunehmen. Uns interessierte, wie Jugendliche heute mit diesem künstlerischen Erbe umgehen, bzw. welchen Blick sie auf dieses umfassende, von Malerei, Collage, Assemblage, Literatur und Skulptur durchdrungene Gesamtwerk werfen. Würde Kurt Schwitters sich heute vielleicht ebenfalls der modernen Technologien als Träger seines künstlerischen Ausdrucks bedienen? Diesen Fragestellungen wollten wir auf den Grund gehen und erwarteten mit Spannung die unterschiedlichen Beiträge der einzelnen Projektteilnehmer.
Interessierte LehrerInnen und SchülerInnen wurden eingeladen ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum rund um die vielseitige Künstlerpersönlichkeit Kurt Schwitters mit dem Medium Internet zu verknüpfen. Besonders spannend war für uns die Beteiligung unterschiedlicher Altersklassen, da so eine möglichst große Bandbreite an Ideen zu erwarten war. Als unterstützende inhaltliche Vorbereitung seitens des Kunstforums wurde den TeilnehmerInnen ein dialogisch geführtes Vermittlungsprogramm mit aktiven Arbeitseinheiten angeboten. In Kleingruppen befassten sich die SchülerInnen mit speziellen Schwerpunktthemen in der Ausstellung und die selbst getroffene Bildauswahl bestimmte den gemeinsamen Rundgang. In Form von Kurzreferaten stellte jede Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse vor, wobei der/die KunstvermittlerIn Zusatzinformationen gab und als GesprächsleiterIn fungierte. Diese Art der aktiven Kunstbetrachtung bewährte sich sehr und wird auch zukünftig Programm der Kunstvermittlung im Kunstforum sein! Zusätzlich zum Ausstellungsbesuch gab es eine Mappe mit Infotexten, Bildbeschreibungen, Glossar, Zitaten des Künstlers, sowie eine Bild CD-Rom mit ausgewählten Werken.
Besonders freute uns die Zusammenarbeit mit dem Kurt Schwitters Gymnasiums Misburg in Hannover, das dem Projekt einen überregionalen Charakter verlieh und uns zu den Wurzeln des Künstlers zurückführte!
Unser spezieller Dank ergeht an dieser Stelle an alle TeilnehmerInnen, die dieses Projekt mit ihrem Arbeitseinsatz und ihrer Kreativität ermöglicht haben!
Mag. Andrea Zsutty