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Inge Mautner Dass sich die 2A mit Oskar
Werner beschäftigte, kam eigentlich sehr zufällig. Einerseits sollte zum 80.
Geburtstag des weltberühmten Schauspielers und Künstlers ein Projekt an unserer
Schule, dem BRG 6 Marchettigasse, stattfinden und andererseits wollte
Christopher gerne Programmieren lernen. Die Idee, ein MUSEUM ONLINE Projekt
zu starten und in Ergänzung dazu einen „Förderkurs für besonders Begabte und
Interessierte“ anzubieten, begeisterte meine 2A, und schon ging es los. Aus Lesungen in Wien und New
York lernten wir seine unverkennbare Stimme kennen, wir staunten darüber, wie
er dem Gesprochenen durch sein Sprechtempo und seine Sprachmelodie noch mehr
Ausdruck verleihen konnte. Die Phantasie des Schauspielers, die für Oskar
Werner so entscheidend und wichtig war, brauchten auch wir, als wir das
Gedicht „Ich hab in meinen Jugendtagen“ von Heinrich Heine mit Zeichnungen
schmückten. Besonders schön gelang Clarissa „die Fee mit dem Goldhaar, die
erste Schönheit die ihm hold war“. Stephanie erzählte uns viel über Oskar
Werners Kindheit, und in seinem Geburtshaus in der Marchettigasse konnten wir
alle das sehen, worüber sie gelesen und berichtet hatte. Barbara schilderte
eindrucksvoll über die Dreharbeiten Oskar Werners zum Mozartfilm, und sie
weiß wovon sie spricht, da sie selbst die Filmakademie besucht. Oskar Werner
war berühmt, das wussten wir nun, so schlugen wir in der Mediathek im
Brockhaus nach, was wir unter „Oskar“ finden. „Der steht nicht im Lexikon!“
„Na ja, vielleicht versuchen wir es einmal unter „Werner“?!“ Man lernt auch
aus Versuch und Irrtum! Im Computer der Mediathek fanden wir unter dem
Suchbegriff „Oskar Werner“ einige Filme, Schallplatten und CDs. Wir wollten uns
den Film „Mozart“ anschauen. Judith füllte den Entlehnschein aus – mit
Erfolg. In der Mediathek sahen wir den berührenden Film, der in Wien
entstand. Oskar Werner drehte aber auch Filme in London, Paris, Rom und Los
Angeles, was unser „Unvisible Website Maker“ in seiner interaktiven Karte
sehr eindrucksvoll in dieser Website darstellte. Dinko übersetzte in die
kroatische Sprache. Berühmt wurde Oskar Werner
vorerst durch seine Schauspielkunst auf der Bühne und so wagten auch wir uns
an den „Hamlet“, an die Rolle seines Lebens. Die Faszination, die von dieser
Rolle ausgeht, erfasste auch die 2A. Spannend erzählte uns Eva Meckovsky den
Inhalt und schon wurde eifrig geprobt, der Monolog des Hamlet ebenso wie die
Schlüsselszene des Stückes, die Begegnung Hamlets mit seiner Mutter. Auch
unsere Künstler haben Künstlernamen: so spielen im „Hamlet“ Larissa
Osker, Joanne Chimera, Angelina
Warner, 0011 und viele andere – immer das künstlerische Vorbild Oskar Werner
vor Augen. Im Rahmen eines Theater-Workshops wird für das Oskar Werner Fest
am 14. Juni 2002 geprobt. Oskar Werner hatte seine
Prinzipien und dachte viel über die Schauspielkunst und sicherlich auch über
„Sein oder Nichtsein“ nach. Aus seinem letzten Interview wollten wir einige
Lebensweisheiten heraushören. Gelten die auch für uns? Er wird es uns hoffentlich
nicht verübeln, wenn wir ein Zitat von Ihm etwas abgewandelt haben: „Wir sind
keine Genies! Wir sind höchstens interessierter als viele andere.“ Zum
Ausklang unseres Projektes freuten wir uns schon auf das Kaffeekränzchen mit
unseren Omas, die ihn ja noch persönlich kannten. Für mich war es wunderschön, mit meiner
2A Oskar Werner näher kennen zu lernen! |