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| Weitere Eigenschaften die man der Pflanze zuschreibt: |
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| Wermut als Störenfried im Garten: |
| Die Zweige von Wermut enthalten Stoffe, die die Kompostrotte stören und
verzögern. Wahrscheinlich hemmen sie die Aktivität und den Stoffwechsel
von Mikroben. Auch Regenwürmer sind in Komposten, die viel Wermut enthalten,
nur wenig zu finden. (5) |
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| „Freundin" des Wermut: |
| Die Johannisbeere ist praktisch die einzige
Pflanze, die es nicht nur mit dem Wermut aushält, sondern in
seiner Gesellschaft auch noch besonders gut wächst. Das gilt
sowohl für die Beerenobstgehölze als auch für Zierjohannisbeeren.
Denn der Wermut schützt sie beide vor dem gefährlichen Säulenrost,
einer Pilzkrankheit, die als Zwischenwirt fünfnadelige Kiefernarten
braucht. Wie der Wermut das macht, ist ungeklärt. |
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| „Ausgeprägter Charakter": |
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Manche Pflanzen zeigen besonders heftige
Vorlieben und Abneigungen gegen andere Pflanzen. Die schlimmste Pflanze
dieser Art soll der Wermut sein, der fast alles, was in seiner Nähe
wächst, zu bekämpfen versucht. Untersuchungen haben ergeben,
dass die Nachbarpflanzen des Wermuts ihre Wurzeln nach innen biegen,
also weg vom Wermut. Es gibt jedoch Ausnahmen: Staudensonnenblumen
lassen sich nicht beeinträchtigen und schieben ihre Triebe sogar
direkt in die Wermutstaude. Auch die Tierwelt hat ihre Probleme mit
dem Wermut: Schmetterlinge und Bienen sind nur selten auf seinen Blüten
anzutreffen. Bei der Verträglichkeit des Wermuts mit anderen
Pflanzen kommt es aber auch auf die Sorten an: Manche Gartensorten
des Wermuts wie etwa die stark silbrige `Lambrook Silver`vertragen
sich durchaus mit anderen Stauden. |
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| Wermut als Schädlingsvernichtungsmittel: |
| Wermut-Tee und Wermut-Brühe (Wermut-Jauche) werden gegen Blattläuse
und verschiedene andere saugende und fressende Ungeziefer eingesetzt, sogar
gegen Schnecken. Für den Wermut-Tee werden 100 g frische oder 10 g
getrocknete Wermutblätter mit 1 l kochendem Wasser überbrüht
und nach 24 Stunden durch ein feines Tuch abgeseiht. Er hat sich besonders
im Obst- und Gemüsegarten bewährt, wo er unverdünnt gegen
Blattläuse und Kirschfruchtfliegen und 1:2 verdünnt gegen Brombeer-
und Erdbeermilben gespritzt wird. |
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| Wermut-Jauche: 300 g frische oder 30 g getrocknete Wermutblätter
lässt man in 10 l Wasser 1 - 2 Wochen lang gären, bis die Flüssigkeit
nicht mehr schäumt. Wermut-Jauche tötet die Schädlinge nicht
ab, sondern verwirrt mit ihrem starken, stechenden Geruch den Geruchssinn
der Tiere. Besonders bewährt hat sie sich als Schutz vor Kohlweißling,
Möhrenfliege und Apfelwickler, wobei sie etwas verdünnt werden
sollte. Auch Schnecken und Ameisen meiden Beete, die mit Wermut-Jauche gegossen
sind. (5) |