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| Verwendung: |
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Der Wermut ist eine seit Jahrtausenden wegen
ihrer Heilkräfte geschätzte Pflanze. Er wird bereits auf
einem ägyptischen Papyrus aus dem Jahr 1600 v.Chr. erwähnt;
Araber und Kelten empfahlen seine Anwendung, und die Ärzte
der Antike priesen ihn geradezu als Allheilmittel. Allerdings berichtet
der deutsche Arzt und Botaniker Tabernaemontanus in seinem Kräuterbuch
aus dem Jahr 1588 auch schon von nachteiligen Eigenschaften des Wermuts.
Seines übermäßig bitteren Geschmacks wegen galt er
in der Heiligen Schrift als Symbol für die Heimsuchungen und
Leiden des Lebens. |
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| Der Wermut enthält ein ätherisches Öl, das
bei Missbrauch zu schweren gesundheitlichen Störungen führen kann.
Ein aus ihm hergestellter Absinthlikör war im 19. Jahrhundert besonders
beliebt. Der übermäßige Genuss dieses Likörs führte
jedoch häufig zu akuten und chronischen Vergiftungen, die heute, dank
des Herstellungsverbots von Absinthlikör oder -branntwein
in den meisten Ländern kaum mehr vorkommen. In der Schweiz ist dieses
Gesetz seit 1910, in Deutschland seit 1923 in Kraft. Im Wermutwein
sind nur die ungiftigen Bitterstoffe enthalten. |
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| Wirksame Teile |
| Blühende Sprossspitzen, junge Blätter |
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| Sammelzeit: |
| Juni bis September |
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| Wermut als Heilmittel: |
| Noch heute wird Wermut bei Verdauungsbeschwerden empfohlen, weil er
die Magen-Darm- Tätigkeit, besonders die Gallensaftprodukton anregt
(deshalb der volkstümliche Name Magenkraut). Für Schwangere und
stillende Mütter sind allerdings jegliche Wermutmittel verboten. Wermut
macht sogar die Muttermilch bitter. Wermutmittel werden von manchen schlecht
vertragen. Man soll sie nie über eine längere Zeitspanne anwenden. |
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| Eine kleine Tasse Wermut-Tee, früh und
abends auf leeren Magen getrunken, treibt Würmer ab (deshalb der volkstümliche
Namen Wurmkraut) |
| Ein Tee-Aufguss wird so hergestellt: 1-2 Teelöffel
Wermutkraut mit 1/2 Liter Wasser brühen. |
| Wermut-Wein: 5 Esslöffel Wermutkraut in 1/8
l Brandwein ansetzen, nach 24 Studen 1 l Weißwein dazuschütten,
am nächsten Tag abfiltern. Dreimal täglich 1 kleiner Esslöffel
voll fördert den Appetit. (6) |