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Hauptmenü Schülerarbeiten Die Blume i.d. Kunst < Symbolik der Rose Literaturverzeichnis >
 
5. Hinweise zu den verschiedenen Techniken der bildnerischen Arbeiten
 
Jeder Maler entwickelt eine Vorliebe für bestimmte Materialien, Farben und Techniken. Da niemals zwei Künstler die gleiche "Handschrift" haben, finden sich in jedem Atelier verschiedene Werkstoffe. In meinen bildnerischen Arbeiten, in denen natürlich die Rose im Mittelpunkt steht, habe ich in sechs Schritten versucht, einen kurzen Eindruck von verschiedenen Techniken zu vermitteln.
1. Bleistift: Der gewöhnliche Graphit- oder Bleistift ist das ideale Werkzeug für die ersten Zeichenversuche. Mit einem wechen Graphitstift kann man breite und leicht verschwommene Linien ziehen; mit harten Graphitstiften lassen sich feinere Einzelheiten wiedergeben (Jenny Rodwell, DuMont´s Handbuch der Blumenmalerei). Für die Rosenzeichnung war die Verwendung von Bleistiften durchaus praktisch, da man leicht Konturen und Hell-Dunkel Kontraste herausarbeiten konnte.
2. Farbstifte: Farbstifte bilden einen Kompromiss zwischen einer Graphitzeichnung und einem Gemälde. Obwohl in der Regel weicher als Graphitstifte, sind Farbstifte schwieriger auszuradiren; deshalb müssen Fehler meist mit einer Klinge vom Papier abgeschabt werden. Mischen lassen sich Farbstifte nur optisch, d.h. durch Überlagerung auf dem Papier (Jenny Rodwell, DuMont´s Handbuch der Blumenmalerei).
3. Tusche: Früher wurde echte Tusche aus Fuß- oder Kohlepigmenten und einem Bindemittel hergestellt. Heute gibt es modernere Rezepturen, aber noch immer ist das Charakteristikum einer Tusche ihre Pigementdispersion, ihr wasserfestes Auftrocknen und ihre Deckkraft (Jenny Rodwell, DuMont´s Handbuch der Blumenmalerei). Die traditionelle Tusche wird selten mit einem anderen Malmedium kombiniert. Hier kommt die Darstellung des Licht - Schatten- Effekts besonders zur Geltung.
4. Pastellkreiden: Diese Stifte sind härter und daher stabiler als die traditionellen weichen Pastellkreiden, sie stauben nicht und verwischen kaum. Allerdings lassen sich dadurch weniger leicht fließende Farbübergänge aufbauen. Obgleich sich Ölpastellkreiden bedingt auf dem Papier mischen lassen, sind doch ihre Möglichkeiten sehr begrenzt (Jenny Rodwell, DuMont´s Handbuch der Blumenmalerei). Um auch hier Hell- und Dunkel-Kontraste herausarbeiten zu können, muss man mehrere Farbüberlagerungen anwenden, was durch die Härte der Stifte durchaus aufwendig ist.
5. Aquarellfarben: Aquarellfarbe ist eine Mischung aus Pigmentpulver und einem Bindemittel auf Gummiarabikum- Basis. Leider gibt es keinen Ersatz für reine Aquarellfarbe und nur Künstlerpigmente der besten Qualtität zeigen die Lichtdurchlässigkeit und Farbintensität, welche die meisten Maler benötigen. Studienfarben, die um einiges billiger sind, wirken aber im Vergleich zur Künstlerfarbe wesentlich stumpfer und matter (Jenny Rodwell, DuMont´s Handbuch der Blumenmalerei).
6. Ätzradierung: Diese Technik erlaubt eine viel freiere Linienführung da sich die Nadel durch den Ätzgrund sehr leicht führen lässt (Schulskript: Druckgrafik). Bei dieser Technik ist der enorme Arbeitsaufwand durch die verschiedenen Bearbeitungsvorgänge an der Druckplatte maßgebend, welches zu einem Gelingen des Ätzvorgangs führt.