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Hauptmenü Schülerarbeiten Inhalt: Blume i.d. Kunst < Frühes Christentum Renaissance bis 19Jh. >
   
     
3.4 Rosen im Mittelalter    
     
Die Menschen ließen jedoch nur ungern von den gewohnten Bräuchen und es dauerte nicht lange, bis die Rose wieder verehrt wurde. Man verknüpfte sie nun mit dem neuen Glauben und übertrug die Tugenden der heidnischen Göttinen auf Maria. Damit wurde die Rose zum Sinnbild des Christentums schlechthin.    
"Maria in der Rosenlaube" von
Stephan Lochner, um 1450
( Ilse Höger-Orthner, Vom Zauber alter Rosen, Seite 16, BLV-Verlagsgesellschaft)


Daher war die Malerei jener Tage vor allem religiös geprägt. "Maria in der Rosenlaube", ein Gemälde Stephan Lochners, das um 1450 entstand, vermittelt noch einen sehr mystischen Eindruck.
   
Detaillierter, aber auch noch in der Religion verhaftet, malte Martin Schongauer. In seinem Werk kann man schon deutlich die Rosenblüten erkennen.    
"Madonna im Rosenhag", 1493
(Ute Bauer, Alte Rosen, S.10, Natur-Buch- Verlag)


Sehr schön ist die Arbeit des italienischen Meisters Stefano di Verona, dessen Werk "Madonna im Rosengarten" teils aus Mosaiken, teils aus Goldschmiedearbeit besteht.
   
Da die neue Religion anfangs vor allem über die Köster verbreitet wurde, wundert es nicht, dass auch die Kultur der Rose nur in den Klöstern gepflegt wurde. Diese hatten nach römischen Vorbild immer einen Garten, in dem es neben Früchten und Heilkräutern auch Lilien und Rosen gab. Allerdings ist von der Vielfalt der römischen Rosengärten kaum etwas übriggeblieben.    
Die Ironie des Schicksals wollte, dass gerade die Kirche für die Erhaltung und für die Verbreitung der Rose sorgte. Denn es waren Benediktinermönche, welche die Apothekerrose (Rosa gallica) zunächst nach England und dann nach Deutschland brachten. Sie kultivierten sie in den Klostergärten als Heilpflanze. Man sagte ihr eine herzstärkende Wirkung nach und verwandte sie gegen Zahn- und Kopfschmerzen. (Ilse Höger-Orthner, Vom Zauber alter Rosen, S. 18 ff.)

Bild rechts:
Eine etwa 600 Jahre alte Abbildung aus der lateinischen Fassung einer arabischen Gesundheitslehre
(Ilse Höger-Orthner, Vom Zauber alter Rosen,
Seite 18, BLV-Verlagsgesellschaft)