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| 3. Die kunstgeschichtliche Betrachtung der Rose |
| 3.1 Rosen im antiken Griechenland |
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| Das wichtigste Zeugnis über das Vorhandensein von Rosen in der
Antike und gleichzeitig die älteste bildliche Überlieferung fand
man in den Ruinen von Knossos auf der Insel Kreta. Es ist ein Fresko, das
ca. 1600 v. Chr. entstand und Tiere und Blumen, vor allem Rosen, zeigt.
Als der Palast von Knossos bei dem großen Erdbeben um 1500 v.Chr.
einstürzte, zerbrach auch dieses Fresko und konnte nur bruchstückhaft
wieder zusammengefügt werden. Später wurde diese Rose als sogenannte
Heilige Rose identifiziert, wie sie auch in ägyptischen Gräbern
gefunden wurde - Rosa sancta oder Rosa richardii genannt. Sie wurde von
dem französischen Botaniker Richard in einem Werk über die Flora
Abessiniens beschrieben. Es dürfte eine einfache, ungefüllte Galica-Rose
gewesen sein. |
| Bedenkt man, dass das minoische Kreta eine sehr hohe Kultur hatte und
mit den anderen Völkern des Mittelmeerraumes Handel betrieb (mit Phönizien,
Ägypten und Griechenland), besteht kaum ein Zweifel, dass schon die
Minoer die schönen phönizischen Rosen gekannt haben. Wie alle
anderen Völker der antiken Welt brachten auch die Ioner die Rose vor
allem mit den Göttern in Verbindung. Die Rose war die Blume der Aphrodite,
also der Göttin der Liebe, aber auch die Blume desTodes. |
Erst später benutzte man die Rose auch für
profanere Zwecke. Gewänder wurden damit geschmückt, wie
zum Beispiel die rosenbekränzten Röcke der minoischen Frauen,
die bei festlichen Anlässen getragen wurden und uns ein Bild
von der Verwendung dieser Blume im Kreta der Antike geben. Allerdings
sind außer den Fresken, die man im Palast von Knossos fand,
und einigen Wandmalereien aus römischen Katakomben, die rosenbekränzte
Frauen zeigen, kaum bildliche Darstellungen aus der Antike erhalten
(Ilse Höger-Orthner, Vom Zauber alter Rosen, S. 11 ff.)
(Bild rechts: Ilse Höger-Orthner, Vom Zauber
alter Rosen, Seite 17, BLV-Verlagsgesellschaft) |
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