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| Einleitung: Gesamtprojekt | |||||
| Die Verbindung zwischen Mensch und Natur gehört zu den Grundlagen des Menschseins. So hat sich der Mensch in vielen Kulturen seine naturverbundene Umwelt selbst geschaffen und die Natur für seine jeweiligen Zwecke gestaltet. Bereits die Antike von den Ägyptern bis zu den Römern brachte eine Blüte der Landschafts- und Gartengestaltung. Nichtzuletzt gehört eine sagenhafte Gartenanlage zu den Sieben Weltwundern: die hängenden Gärten der Semiramis. | |||||
| In den drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam verbidet sich die Vorstellung vom Paradies mit der Idee des Gartens. Der Garten und die gestaltete Natur sind tief verwurzelt mit der Existenz des Menschen und seiner Kultur. Als Vermittler von Kultur, Wissen und "Lebenslernen" hat die Schule auch den unleugbaren Auftrag, den Schülern die Natur näher zu bringen. Dies sollte nicht nur in der Theorie, sondern im Idealfall direkt vor der Haustür geschehen. Dass der Pausenhof unserer Schule diesem Anspruch bisher nur in sehr geringem Maß standhalten konnte, lag auf der Hand. Die ersten Pläne zur Umgestaltung der großen, von wenig Grün umgebenen Asphaltfläche wuden deshalb schon 1982 gefasst. Es bedurfte aber mehrerer Anlälufe und einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit und Geduld bis im Herbst 1999 tatsächlich mit den Umbauarbeiten begonnen werden konnte. | |||||
| Die Aufgaben, die unser Pausenhof in seiner neuen Form viel besser erfüllen soll, sind dabei vielseitig: | |||||
| Ganz allgemein soll der Pausenhof der Erholung zugute kommen, sowohl der seelischen als auch der körperlichen. Dafür ist es wichtig, dass der Pausenhof nicht nur Platz, sondern auch ein angenehmes Umfeld für das Auge bietet. Durch das Klassenzimmer im Freien kann die durch sommerliche Hitze auf der Gebäude-Südseite zeitweise unangenehme Unterrichtssituation etwas entschärft und für manche Klasse wenigstens stundenweise angenehmer gemacht werden. Der Pausenhof wird dadurch zum Lernort, der über das Angebot an Freiluft-Unterrichtsraum auch einen sehr hohen Anschauungswert gerade für das Fach Biologie darstellt. Damit verbunden ist auch eine sinnvoll vermittelbare Umwelterziehung, die ja ein tieferes Verständnis von den Zusammenhängen der Natur voraussetzt. | |||||
| Auch der gesitge Hintergrund der vielfältigen Verflechtungen zwischen Mensch und Natur wird - angeregt durch das im Schulhof vorhandene Angebot - mehr ins Blickfeld gerückt und kann in vielen anderen Fächern aufgegriffen und fot auch fächerübergreifend thematisiert werden. In Zukunft werden sicher noch viele Unterrichtsprojekte an diese Thematik anschließen. | |||||
| Nicht zuletzt ist der Pausenhof auch ein Ort für größere Veranstaltungen, wie Schulfeste. Damit erfüllt er eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen einer funktionierenden Schulfamilie aus Schülern, Schülereltern und Lehrern. | |||||
| Bisher sind die meisten Umbauarbeiten noch ohne Schülerbeteiligung erfolgt. Aufgrund der teilweise zum Einsatz gekommenen schweren Arbeitsgeräte wäre dies auch kaum möglich gewesen. Bau und Gestaltung des Backofens, sowie das Anpflanzen vor allem des Trockenbiotops sind dagegen "fest in Schülerhand". | |||||
| Die Internetpräsentation ist neben der einen Dokumentation für die Schule selbst auch ein Nachweis für den Sachaufwandsträger, der für den Umbau des Pausenhofs eine große Summe aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt hat. |