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Anlage 1 zum Umbauantrag an die Stadt
Umgestaltung des Schulhofes am Augustinus-Gymasium Weiden
 
Ein Schulhof als Erholungsraum sollte verschiedenen Grundbedürfnissen schon bei der Gestaltung Rechnung tragen: Manche Schüler suchen Ruhe und Entspannung, andere haben das Befürnis nach Bewegung und körperlicher Betätigung, wieder andere wollen die Zeit zum Spielen nutzen. Nicht zuletzt ist der Schulhof allgemein ein wichtiger Kommunikationsraum. Ganz abgesehen davon sollte ein Schulhof die Möglichkeit bieten, Natur zu erleben und somit das Bewusstsein der heranwachsenden Menschen für die Umwelt auf ganz ungezwungene und anschauliche Weise zu fördern. Der pädagogische Wert der Umwelterziehung kann in unserer Zeit kaum hoch genug geschätzt werden.
Der aktuelle Zustand des Schulhofes des Augustinus-Gymnasiums Weiden kann den oben angeführten Anforderungen nur ganz partiell gerecht werden. Eine große, trostlose Asphaltfläche bietet wenig Anreiz zur Erholung und lädt kaum zum Verweilen oder zur Kommunikation ein. Der "Hof"-Charakter, der Assoziationen an einen Apellplatz früherer Tage wachruft, bietet so gut wie keine Ansatzpunkte für das Atemholen und "Baumeln-Lassen" der Seele in den Arbeitspausen. Die begrünten Randbereiche können über diese Mängel nur unzureichend hinwegtrösten.
So entstand seitens der Schüler- wie der Elternschaft der dringende Wunsch, diesem unbefriedigenden Zustand ein Ende zu bereiten. Da der Schulhof Erholungszone der Schüler sein soll, war es das Gegebene, die Schüler selbst an der Planung teilhaben zu lassen: es wurde ein Arbeitskreis "Schulhofneugestaltung" ins Leben gerufen. Eine Gruppe eifrigst interessierter Schüler unter Leitung eines Kunsterziehers hatte sich zusammengefunden, um das neue Gesicht des Schulhofes mitzuentwickeln. Es bestand eindeutiger Konsens, dass die monotone Fläche des Hofes aufgelockert und die Geradlinigkeit der Begrenzungen aufgebrochen werden sollte. Für die Planung im Detail wurden aus allen Möglichkeiten der Landschafts-, Garten- und Platzgestaltung diejenigen ausgewählt, die für die Größe des bestehenden Schulhofes realisierbar erschienen. Hierzu stand ein Landschaftsarchitekt (Herr Hausner) beratend zur Seite.
Die Mitglieder des Arbeitskreises entwickelten dann einen Fragebogen, der an alle Schüler der Klassen 5 mit 11 ausgegeben wurde. Die Auswertung der ausgefüllten Fragebögen durch die Arbeitsgruppe zeigte einige deutliche Schwerpunkte unter den Neugestaltungswünschen, die Ausgangspunkt für die nun beginnende Planung wurden. Häufigster Wunsch war das Klassenzimmer im Freien, gefolgt von Möglichkeiten zum Liegen und Sitzen (Grünfläche / zusätzliche Sitzgelegenheiten). Was die Gestaltung der Bodenfläche angeht, zeigte sich eine deutliche Ablehnung der bestehenden geteerten Fläche und ihr - wenigstens teilweiser - Ersatz durch wasserdurchlässig verlegte Beton- oder Natursteine. Zusätzliche Anregungen kamen aus dem Lehrerkollegium, vor allem aus dem Fachbereich Biologie, der die Einrichtung einer Kräuterspirale auf einer Trockenmauer anregte.
Sehr bald zeigte sich jedoch die Schwierigkeit, alle Wünsche auf der relativ beschränkten Fläche des Schulhofes, auch unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, sinnvoll unterzubringen. Die Idee einer Liegewiese musste beispielsweise aus Platznot aufgegeben werden, da sonst fast alle anderen Vorschläge unrealisierbar geworden wären. So entstand das beiliegende Schulhofkonzept. Für die Ausführung eines professionellen Planes stellte sich die Landschaftsarchitektin Frau Schaller zur Verfügung.

gez. Dirscherl

Studienrat z.A.