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Theater "Die Fabrik"

Ein Schauspiel in vier Akten mit einem Vorspiel und einem Nachspiel, geschrieben von Mark Ubl, mit Musik und Gesang komponiert und getextet von den Querschlägern.

Nach der Bettlerhochzeit und dem Alchimisten das dritte Stück für Ramingstein.

"Die Fabrik" ist ein historisches Schauspiel. Es umfasst den Zeitraum von der Gründung der Ramingsteiner Papierfabrik im Jahre 1901 bis zu deren erstmaliger Betriebseinstellung im Jahr 1925.

Im Gegensatz zum traditionellen historischen Schauspiel eines Shakespeare oder eines Schiller liegt das vornehmliche Interesse des Autors nicht im Bereich des Machthabenden; ihn interessieren vielmehr die Verhältnisse des kleinen Mannes.

Die Handlung des Stückes ist frei erfunden. Die Bemühungen gehen eben darum sehr in Richtung einer hohen Wahrscheinlichkeit: "wie es gewesen sein könnte." Um den Realitätsbezug so groß wie möglich zu gestalten, sind in die Dialoge tatsächliche Begebenheiten aus der Zeit, in der das Stück spielt, eingeflochten. Kleine, lokal begrenzte Geschichten, wie z.B. ein Mord an einem Kriegsgefangenen ebenso wie bereits geschehene oder im Entstehen begriffene politische Umwälzungen: "Der große Krieg der weißen Männer" (Arnold Zweig) spielt ebenso in das Stück hinein wie der kurzzeitige Versuch einer Münchner Räterepublik oder das Aufkommen des Nationalsozialismus. Andererseits werden aber auch historische Tatsachen zu Gunsten einer dramaturgischen Wirksamkeit hintangestellt (auch um Rollen einzusparen; z.B. nur ein Direktor der Fabrik während der gesamten 15 Jahre - in Realität mindestens drei Direktoren etc.).

Der Aufstieg und der Niedergang des Franz Seitlinger und seiner Familie, der parallel verläuft mit dem Aufstieg und dem Niedergang der Ramingsteiner Papierfabrik ist das Thema des Stückes.

Um die zentrale Figur des Franz Seitlinger werden schichtweise die anderen Personen des Stückes gruppiert. Den ersten Kreis bildet seine Familie, allen voran seine Frau, gefolgt von seinen Eltern und seinen Kindern. Die zweite und für den Handlungsverlauf wichtigste Schicht ist die Freundschaft mit zweien seiner Arbeitskollegen, dem "linken" Johann Rotschopf und dessen Gegenspieler, dem "rechten" Friedrich Braun. Beide werden in einer dritten Schicht ergänzt durch die emanzipatorisch engagierte Rosa und die konservativ eingestellte Brunhilde. Schließlich die vierte Schicht (mit geringem Sprechanteil) "die Fabrik", d.h. die Vorgesetzten (manifestiert im Direktor Baudisch) sowie die Arbeitskollegen, die am Ende des Stückes in die Funktion eines Chores münden.

Termine

Die Uraufführung des Stückes findet am Sonntag, dem 16. 07. 2000 statt. Weitere Termine: Fr., 21. 07.; Sa. 22. 07.; So., 23. 07.; Fr., 28. 07. und Sa., 29. 07. 2000.

Spielstätte

Als Spielstätte dient das Werksgelände der Fa. ISO-SPAN in Ramingstein (frühere Papierfabrik) und der Bahnhof von Madling/Ramingstein.

 

Buch/Regie

Das Buch verfasste der Tamsweger Auto Mark Ubl, Regie führt der Salzburger Schauspieler und Regisseur Gerard Es zusammen mit der Lehrerin Helga Scheffner aus Tamsweg.

 

Musik

Die musikalische Bearbeitung erfolgt durch den St.Michaeler Musiker Fritz Messner und seiner Volksmusikband "Die Querschläger".

 

Darsteller

Das Stück ist geschrieben für mindestens 10 SchauspielerInnen, wobei alle Rollen von LaienschauspielerInnen aus dem Lungau bzw. aus Ramingstein getragen werden.

Organisation

Planung, Organisation und Durchführung obliegt gemeinsam der Theatergruppe MOKRIT, Robert Wimmer, Mitglied beim Salzburger Amateurtheaterverband, 5580 Tamsweg 490 und der Gemeinde Ramingstein, Bürgermeister Hans Bogensberger, 5591 Ramingstein 223.

 
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