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Papier

Ausstellung "Papier für China"

Zielrichtung

Darstellung der regionalen Gegebenheiten zwischen Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Einstellung der Papierfabrik am Beginn des 2. Weltkrieges.

Zentrales Thema ist die Papier- und Pappeerzeugung in Ramingstein. Von hier aus wird die Situation des Lungaues und des angrenzenden steirischen Bezirkes Murau dargestellt. War doch die Papierfabrik zumindest für den Lungau der größte Betrieb.

 

Technik

· Wie wurde das Papier erzeugt? Welche Qualitäten und Quantitäten? Grundstoff- und Energieressourcen.

· Transport; Bau der Murtalbahn; Holztransport als Nebenerwerb für die Bauern, Flößerei auf der Mur.

· Kommunikationsmittel; vor 100 Jahren wurde der Lungau an das öffentliche Telefonnetz angeschlossen. Der Bogen spannt sich bis in die Jetztzeit des Medien- und Internetzeitalters.

 

Wirtschaft

· Nach dem Bau der Murtalbahn eröffneten sich neue Perspektiven für den Lungau. Betriebsgründungen waren die Folge. Eine Zeit der starken wirtschaftlichen Prosperität setzte ein. Erste Ansätze einer touristischen Entwicklung waren zu erkennen.

· Dezentralisierung als Lösungsansatz einer bewussten Regionalpolitik. Nutzung der regionalen Grundstoffressourcen. Ziel war, die Wertschöpfung bis zum fertigen Produkt in der Region zu halten. Hier sollte der Gegensatz zum Heute dargestellt und diskutiert werden.

 

Gesellschaftspolitische und kulturelle Auswirkungen

· Starke Zuwanderung, Ausbildungsschwerpunkt für Fachkräfte, Aufbruchstimmung nach dem Versiegen des Silber- und Eisenbergbaues. Der Arbeiterstand organisierte sich. Veränderung im örtlichen wie im regionalen Kulturleben.

Termine

Eröffnung der Ausstellung am Samstag, dem 15.07. Diese ist dann bis Sonntag, dem 10.09.2000 geöffnet.

 

Verantwortliche

ARGE "Papier für China": Jagglbauer Leonhard Kocher, Dir. Mag. Johann Weilharter, Mag. Reinhard Simbürger, Dir. Peter Heiß und Bürgermeister Hans Bogensberger.

 

Derzeitiger Organisationsstand

Archiv- und Chronikarbeit, Quellenstudium, laufend Gespräche mit Zeitzeugen, Diskussionsveranstaltungen.

Schlussbemerkungen

Gerade der Übergang vom 19. auf das 20. Jahrhundert gibt dermaßen interessante Aspekte, dass sie Ausgangspunkt sein können für eine Diskussion über die künftige Entwicklung peripherer Zonen. Die Auseinandersetzung darüber findet sich in der perspektivischen Überlegung vieler Menschen unserer Region.

"Haben wir eine Chance? Haben wir Zukunft?"

Ich glaube ja, allerdings nur dann, wenn wir selbst ans Werk gehen!

Hans Bogensberger

 

 
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