
Erarbeitet und gefälscht von Isabella Gruber
Der in der Normandie geborene Marcel Duchamp begann sein Leben im Schatten seiner Brüder. Raymond, der für Marcel immer das eigentliche Wunderkind der Familie blieb , war unter dem Namen Duchamp-Villon tätig. Seine erste Skulptur nahm der Salon des Beaux-Arts 1902 an. Er blieb dem Kubismus bis zu seinem frühen Tod 1918 treu.
Marcel folgte bereits 1904 seinen Brüdern nach Montmartre. In Paris besuchte er eine private Kunstakademie. Marcel lebte auf Kosten seines Vaters, eines pensionierten Bürgermeisters und Notars.
1912 reichte er das Bild Akt eine Treppe herabsteigend beim Salon des Independants ein. Das Bild erschien den Kubisten als Verspottung ihres Stils. Der Medienrummel um dieses Bild begann erst so richtig im Jahre 1913 bei der Internationalen Ausstellung moderner Kunst im New Yorker Waffenarsenal.

1915 reiste Duchamp nach New York. Marcel hatte in diesen ersten Jahren in New York nicht den kommerziellen und künstlerischen Erfolg, sondern hielt sich mit Französischstunden über Wasser.
Er wollte sich voll und ganz von der Tradition lösen. Er erklärte Alltagsgegenstände wie Flaschentrockner oder gar Pissoirmuscheln zu Kunstwerken, die er "Ready-Mades" nannte.Duchamp wandte sich weiterhin gegen die Vermarktung seiner Kunst und dachte nicht einmal daran seine Ready-mades zu verkaufen.
Von 1921 an schien er allerdings immer weniger dazu zu neigen etwas zu machen das man Kunst nannte. Vielmehr hatte Duchamp den Ehrgeiz, ein professioneller Schachspieler zu werden, als er im Februar 1923 New York verließ. Ihm gelang zwar der Sprung in die französische Nationalmannschaft doch der Durchbruch blieb aus. Zu den Widersprüchen in Duchamps Leben gehört auch, dass er sich einerseits gegen die Kommerzialisation der Kunst wandte, andererseits während zweier Jahrzehnte seinen Lebensunterhalt in erster Linie mit dem Kauf und Verkauf von Werken anderer Künstler bestritt.
Zu den Inkonsequenzen gehört auch seine Heirat 1927 mit der hässlichen Tochter eines wohlhabenden Pariser Automobilfabrikanten. Diese Ehe wurde jedoch bereits nach sieben Monaten wieder geschieden. Maria Martins, Gattin des brasilianischen Botschafters wurde zu einer guten Freundin Duchamps. Sie war die Muse für sein letztes großes Werk, Etant donnes an dem er im Geheimen von 1946 bis 1966 arbeitete. Der Junggeselle Duchamp steuerte 1954 überraschend nochmals den ehelichen Hafen an, zusammen mit Alexina Teeny Matisse ,d er früheren Frau des Kunsthändlers Pierre Matisse, Sohn des berühmten Henri Matisse. Sie war eine attraktive Frau, Kennerin der Kunstwelt, Schachspielerin und gute Köchin. Viele Werke Duchamps waren nicht öffentlich zugänglich bzw. in Ausstellungen waren nur Replika (Kopien) zu sehen, da die Orginale zerstört oder stark beschädigt worden waren. Ironischerweise vertrat Duchamp die Ansicht, dass ein Kunstwerk unvollständig sei, solange es nicht von einem oder mehreren Betrachtern gesehen und bedacht worden sei. Duchamp hat mit seiner Form des Kubismus , den Ready-mades und der Idee der konzeptionellen Kunst das 20. Jahrhundert mehr geprägt als Picasso.
Meine Meinung:
In diesem Bild geht eine Frau über eine Treppe hinab. Mir gefällt dieses Bild eigentlich ganz gut, weil es irgendwie geheimnisvoll aussieht. Darum will man hinter die Bedeutung der Zeichnung kommen. Duchamp verwendet nur wenig bunte Farben, damit von der Dynamik und der Bewegung des Menschen nicht abgelenkt wird. Das ist ihm auch recht gut gelungen, finde ich.
Isabella Gruber