
Bearbeitet und gefälscht von Sylvia Ehrenreich
Pieter Breughel wird zwischen 1525 und 1530 im nördlichen Brabant (Holland) geboren. Zwischen 1545 und 1550 macht er eine Lehre bei dem Maler Pieter Coeck van Elst in Antwerpen und wird 1551 in die Antwerpener Malergilde aufgenommen.
Breughel begibt sich auf Wanderschaft und reist über Frankreich und die Schweiz nach Italien, wo er einige Zeit arbeitet. Nach Zwischenstation in Holland lässt er sich 1562 in Brüssel, im heutigen Belgien, nieder.
Breughel arbeitet in verschiedenen Techniken (Malerei, Zeichnungen, Druckgrafik) und so entseht eine große Anzahl von Werken. Seine Themen findet er oft in der Bibel oder im Alltagseben der einfachen Leute seiner Zeit, vor allem im bäuerlichen Leben. Deshalb wird er auch "Bauernbreughel genannt.
Seine bekanntesten Werke sind: Der Turmbau zu Babel, Der Bauerntanz und Das Schlaraffenland.
Im Jahre 1563 heiratet er die Tochter seines ehemaligen Lehrmeisters Pieter Coeck, die ein Jahr später einen Sohn, Pieter, gebiert. Dieser Sohn wird später ebenfalls ein bekannter Maler und unter wegen des gleichnamigen Vaters Pieter Breughel der Jüngere genannt. 1568 wird er abermals Vater eines Sohnes, den er Jan nennt.
Im Herbst 1569 stirbt Breughel im Alter von knapp 40 Jahren in Brüssel.
Das Werk: Schlaraffenland

Das Gemäde ist 1567, also schon fast am Lebensende Breughels entstanden.
Ein Bauer (mit Dreschflegel), ein Ritter (mit Lanze und Ritterhandschuh) und ein Gelehrter (mit Büchern) liegen unter einem Baum. Rund um sie liegen und fliegen die wunderbarsten Köstlichkeiten, sie brauchn nur den Mund zu öffnen, um sie zu erreichen. Ganz oben in der rechten Bildecke braut sich aber schon ein Sturm zusammen, der einen Menschen verschlingt.
Das Märchen vom Schlaraffenland, das der Maler dargestellt hat, ist in Zeiten von großen Hungersnöten (30-jähriger Krieg etc.) entstanden. Die schwarze Wolke stellt den Tod dar, der jeden, ganz egal, wie gut es ihm auf der Welt gehen mag, ereilen wird.
Sylvia Ehrenreich