"12 Räume" - Ein Projekt der 7B am PG Liefering |
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EBORAN GALERIE SALZBURG Verein zur Förderung junger Künstler A-5020 Salzburg, Ignaz-Harrerstrasse 19 Galerieleiterin Veronika Hitzl Öffnungszeiten: Di – Fr: 18.00 – 20.00 Uhr 1984 gegründet Nach bescheidenen Anfängen in der Praxis eines Zahnarztes im Salzburger Stadtteil Elisabeth-Vorstadt gelang Veronika Hitzl durch die Adaptierung eines aufgelassenen Dachraumes samt zugehöriger Waschküche (diese wurde für die Mozartstädter fernerhin zum Markenzeichen für die stets unkonventionelle Galerie) auch räumlich der Durchbruch. Im März 1992 bezog die Galerie gleich neben dem alten Standort in einem ehemaligen Reifenlager in der Bergheimer Strasse Quartier. Halle, Garage, Turmraum, Dachterrasse und Vorhof erlaubten eine völlig neue Dimension nicht nur der Ausstellungsgestaltung - auch groß angelegte Installationen und Veranstaltungen (etwa Open-Air-Konzerte)wurden nun realisierbar. Im Sommer 1994 ergab sich die Gelegenheit, gleich gegenüber ein Objekt zu mieten, in dem eine ganzjährige Ausstellungstätigkeit gewährleistet wurde. Entsprechend den Besucherwünschen ist die Galerie vorwiegend in den Abendstunden geöffnet. In einer Umgebung, die erst in diesem Jahrhundert entstand, und die heute geprägt ist von Bahnhofsnähe, Arbeiterwohnungen, Kleingewerbe, Greislern, Hinterhöfen, einer bunt gemischten Bevölkerung, wenig Kulturangebot, viel Verkehr und einer gewissen Verruchtheit, gelang es der Galerie stets, die Nachbarschaft mit einzubeziehen. Nicht zu Unrecht genießt die Galerie bei Kennern (auch außerhalb von Salzburg) den Ruf einer Institution von Rang. Seit Jahren setzt EBORAN kompromisslos auf Opposition gegenüber Mainstream-Kunst und präsentiert immer wieder Erstausstellungen junger, erfolgversprechender Talente im lokalen und regionalen Kontext. Die Eröffnungen gelten als Ereignisse in der jungen Salzburger Kulturszene, werden sie doch oft von ungewöhnlicher Musik aus der Ethno-, Avantgarde-, Rock- oder auch Klassik-Szene begleitet. Die Low-budget und Non-profit-Kunstplaftform wird seit 1993 als gemeinnütziger Verein geführt und erhält nun auch öffentliche Betriebsmittel von Stadt und Land Salzburg sowie vom BMUK in Wien. EBORAN ist sich - bei aller räumlichen und strukturellen Veränderung - in ihrem Anspruch stets treu geblieben. Sie setzt ganz offensichtlich auf Avantgarde im wörtlichen Sinne: immer vorneweg. Sie fungiert nicht nur als Hoffnungsträger und Sprungbrett für junge Leute, sondern setzt auch auf internationale Kunst, die Positionen gegen den Mainstream bezieht. Von positiver Resonanz nicht nur in den Medien ist auch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. Jeweils im Sommer gibt es eine Schau eines/einer dort lehrenden Künstler/in. 1992 gedieh aus dieser Kooperation eine vielbeachtete Schau mit Architekturprojekten von Laurids Ortner, 1993 zeigte die New Yorker Objekt-Künstlern Lauren Ewing unter dem Titel "The French Chairs - the British Chairs" eine konzeptuelle Installation mit Bezug auf kulturelle Kolonisation, die auch bei internationalen Experten Enthusiamus auslöste. 1999 übersiedelte die Galerie um einige hundert Meter in den Salzburger Stadtteil Lehen und bezog in der ehemaligen Polizeiwachstube in der Ignaz-Harrerstraße Quartier. Das Projekt "12 Räume" ist die 128. Ausstellung in der Galerie Eboran. Seit 1999 betreibt die Galerie Eboran auch Kulturarbeit auf dem Land. Neben Ausstellungen in der Trinkhalle von Bad Ischl ist die Galerie am Aufbau eines Kulturhauses in der Deutschvilla in Strobl beteiligt. "Eboran" - Ein Palindrom als Geheimtip für Salzburgs ungewöhnlichste Galerie Zahnarztpraxis als Brücke zwischen Kunst und Alltag Die (Vor-)Geschichte reicht bis ins Jahr 1984 zurück. Damals hatte die zahnärztliche Assistentin Veronika Hitzl genug von der üblichen Praxisausstattung und die Idee, sich und die Patienten durch immer wieder neue Bilder vor allem junger, nicht etablierter Künstler anregen zu lassen. Sie begann, wechselnde Ausstellungen zu organisieren. Chef und Patienten reagierten bald positiv auf dieses zusätzliche Angebot; der Warteraum als Galerie erwies sich als unkonventioneller Ort der Begegnung, wo es keine Hemmschwelle (außer der Angst vor dem Bohren) gab. Statt Illustrierten-Eintopf zu konsumieren, hatte man in der St.-Julien-Straße Gelegenheit, sich mit der Bildsprache junger Künstler auseinanderzusetzen. Der Zahnarztbesuch wurde so zu einer (absichtslosen) Konfrontation mit Kunst. Die Eröffnungen boten Gelegenheiten zu erfahrungsreichen Begegnungen. Manches Kind nützte die Wartezeit - angeregt durch die Bilder - um eigene Vorstellungen aufs Papier zu bringen. Eine ganze Reihe von Künstlern steuerte Ideen zur Um-gestaltung der Praxis bei, so dass im Laufe der Zeit ein Ambiente geschaffen wurde, in dem man sich wohl fühlen konnte. Dieser Idee lag ein Konzept zugrunde, das wohl einmalig gewesen ist. Das Programm der Galerie konnte als Visitenkarte der jungen Saizburger Kunstszene angesehen werden. Von Zahnarzt Alexander Narobe stammte die Idee zum Namen der Galerie; dessen Vater, ein Maler aus der Zwischenkriegszeit, signierte seine Bilder mit dem (rückwärts zu lesenden) Palindrom "Eboran". Die Aufmerksamkeit für dieses Projekt ging bald weit über Salzburg hinaus. Auf originelle Weise und mit großem Einsatz wurde hier Basisarbeit für die Kunstvermittlung geleistet und lnteresse dafür geweckt, was Künstler in der Stadt, in der sie leben, machen und wie sie Wirklichkeit betrachten. Lange Zeit als Geheimtip gehandelt, trägt die Galerie Eboran dazu bei, Kunst und Alltag auf eine beispielhafte Weise einander näherzubringen. Wolfgang Richter, Überarbeiteter Artikel aus den Salzburger Nachrichten vom 12.Sept.1990 Chance für neue Herausforderungen Die Galerie Eboran ist übersiedelt und erweitert ihren Spielraum Mit unbeirrbarer Lust am Unangepassten und Schrägen hat sich die Galerie Eboran über Salzburg hinaus Forum für vorwiegend junge Kunst einen Namen gemacht und stimuliert seit 1984 als Vorstadt- und Low-budget-Galerie von der Peripherie aus die Salzburger Kunstszene. Als private lnitiative von Veronika Hitzl gegründet, entwickelte sich rasch in wechselndem, unkonventionellen Ambiente so etwas wie eine damals noch nicht vorhandene alternative Ausstellungskultur. Als Sprungbrett für junge Künstler, offen für experimentelle Neuerungen und mit der Präsentation internationaler Kunst abseits des Mainstream, stieß das Programm auf wachsendes Interesse. Seit 1993 wird die Galerie als "Verein zur Förderung junger Künstler" geführt und von Stadt, Land und Bund unterstützt. Kulturpolitisch leistet die Eboran Pionierarbeit. Die Standortwahl ist ein selbstbewusstes Zeichen für die Aufwertung der Vorstadt als (Kunst-)Raum für (sub-)kulturelle Ereignisse. Im 19. Jahr ihres Bestehens ist nun einiges in Bewegung gekommen. Der Umzug nach Lehen in die Ignaz-Harrer-Straße 19 ist zugleich eine Chance für neue Herausforderungen. Beim Kunstprojekt "Public Space" als "Institut für soziale Wärme" genutzt, wurden die Räume der ehemaligen Polizeiwachstube Lehen mit tatkräftiger Unterstützung des städtischen Kulturamtes für die Galerie adaptiert. Die Zeiten wo in ausgefallenem Ambiente nicht selten improvisiert werden musste, sind nun zu Ende. Zum ersten Mal steht eine solide Infrastruktur zur Verfügung, die zugleich neue Möglichkeiten erschließt. So will man Impulse für die Stadtteilkultur geben, mit dem benachbarten Literaturhaus kooperieren, Lehener Geschäfte, Initiativen Schulen zu einer Zusammenarbeit einladen und Akzente in der Öffentlichkeit setzen. Ein Gastatelier für Künstler in unmittelbarer Nachbarschaft, das vom Kulturamt vergeben wird, bietet attraktive Möglichkeiten für einen Austausch auf lokaler und internationaler Ebene. Der Anspruch, in diesem ungewöhnlichen Umfeld auch weiterhin für Überraschungen gut zu sein, gilt auch nach dem Umzug Wolfgang Richter Überarbeiteter Artikel aus den Salzburger Nachrichten vom 14.4.1999
Ausstellungsvorschau 2000 23.Feb (Eröffnung: 19.00 Uhr) 12 Räume Jugendkunstprojekt PG Liefering Galerie Eboran Museum online 24.2. – 17.3.
Petra Sterry & Guido Hoffmann Zeichnungen und Spiele 1.4. – 28.4.
Maria Bußmann 5.5. – 2.6.
Silvia Schreiber 16.6. – 14.7.
Günter Unterburger In Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Eröffnung: 11.8.
Peter Raneburger 8.9. – 6.10.
Bernharf Locjmann 20.10. – 17.11.
Stefan Heide 24.11. – Ende Dez. |
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