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Turmbau
Allgemeines
Imster Bauhütte
Dorflegende
Um 1500
 

Der Turmbau
Auf dem Kirchturm steht die Zahl 1498. Wir wissen nicht, was diese Zahl bedeutet. Meint sie:
den Baubeginn
die Fertigstellung
die Höhe des Turms in diesem Jahr



Doch wissen wir, dass gegen Ende des 15. Jahrhunderts die spätgotische Kirche an der Nordseite des Altarraumes (Presbyteriums) den neuen, hohen, massiven spitzen Turm erhielt.

In jener spätgotischen Zeit waren die Menschen sehr religiös.
In der großen Altpfarre Mieming wohnten ungefähr 1100 bis 1200 Menschen. Sie waren bereit, zu arbeiten und Opfer zu bringen. Es musste die wirtschaftliche Lage im allgemeinen sehr gut gewesen sein.
Vielleicht wollten die Menschen mit diesem hohen Turm dem Himmel näher kommen, oder auch die Mächtigkeit und das Ansehen der großen Altpfarre zeigen.

Die Bodenbeschaffenheit für ein so hohes Bauwerk war ausgezeichnet. Der Untergrund besteht aus sehr hartem Boden.


Die Baumaterialien fanden die Bauleute in nächster Umgebung:
das Wasser im nahen Lehnbach, die Bausteine und Kalksteine zum Kalkbrennen im Schuttkegel des Lehnbachs, das Holz in den umliegenden Wäldern.

In der großen Pfarre gab es genügend Hilfskräfte und Bauern mit Ochsengespannen zur Beförderung der Baumaterialien. Ein buntes aufregendes, aber auch sehr mühevolles, beschwerliches Treiben im Dorf begann.
Die Steinmetzen, Maurer, Zimmerleute und Schindelmacher der Bauhütte Imst kamen ins Dorf. Meister Jörg und Meister Jakob leiteten den Bau. Wie viele Jahre haben sie etwa am Turm gebaut?



(Fotos: Oliver Benvenuti: Altes Handwerk in Tirol
von links: Steinmetz, Zimmermann, Schindelmacher )



Breitbeile in verschiedenen Größen Das Breitbeil mit der langen und gebogenen Schneide sowie den leicht ausgestellten Stiel ist ein spezielles Spaltwerkzeug zum Behauen (Hacken) von Rundhölzern.




Zugmesser des Schindelmachers

Der Schmied, der Wagner, der Sattler, die Holzfäller und die Fuhrleute bekamen genug zu tun.


(Fotos: Oliver Benvenuti: Altes Handwerk in Tirol
von links: Schmied, Wagner, Sattler, Fuhrmann)

Der Müller und die Gasthäuser nahe bei der Kirche spürten den Aufschwung ebenso.

Der Bau des Kirchturms wurde unter der Leitung des Meister Jörg der Bauhütte Imst begonnen und unter Meister Jakob von Tarrenz fertiggestellt.


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