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Die Gespensternacht
Als die Bauleute die Turmbaustelle verlassen hatten, schlichen meine Freundin
und ich heimlich auf die Treppe des Kirchturms. Es war Vollmond.
Die Dorfbewohner waren alle im Bett, nur Isabella und ich gingen auf Abenteuerreise.
Wir wollten sehen, wie das Dorf von oben ausschaut. Während wir hinauf
schlichen, hörten wir ein eigenartiges Geräusch.
Isabella fragte: "Was war das?" "Ich weiß nicht", antwortete ich. Vorsichtig
stiegen wir weiter die Treppe hinauf. Plötzlich hörten wir das Ge- räusch
wieder. Es krachte, quietschte und klapperte.
Isabella fragte: "Ist da jemand im Turm? Vielleicht ist es der Turmgeist!
Mein Bruder hatte mir nämlich gesagt, dass es manchmal oben im Turm spukte."
"Komm, gehen wir zurück!", flüsterte ich. Wir drehten uns um und wollten
hinuntergehen. Doch auf dem Friedhof sahen wir gespenstige Schatten.
Wo sollten wir jetzt hin? Hinauf zum Turmgeist oder hinunter zu den tanzenden
Gestalten? "Ich fürchte, wir müssen die ganze Nacht hierbleiben",erwiderte
ich. Isabella fragte: "Sollten wir vielleicht hier schlafen?"
"Hast du eine bessere Idee?" Isabella überlegte lange, dann antwortete
sie: "Wir nehmen uns an der Hand und gehen hinunter. Und dann laufen wir
ganz schnell durch den Friedhof.
Die Gespenster werden uns schon nicht erwischen." So machten wir es dann
auch. Mit schlotternden Knien kamen wir zu Hause an.
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