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Die Vermurung
Die Vermurung Es war an einem heißen schwülen Nachmittag im Juli. Dunkle
Gewitterwolken zogen auf. Bald zuckten grelle Blitze am Himmel und laute
Donner grollten fürchterlich über das Dorf.
Ich hatte furchtbare
Angst, weil es nach einem Trockengewitter aussah. Aber auf einmal begann
es zu schütten und es schüttete unaufhörlich.
Zufällig schaute ich auf die Mieminger Kette hinauf.
"Opa, Opa! schau mal zur Mieminger Kette. Sie ist ganz weiß!", schrie
ich aus Leibeskräften. " Was ist Lisa ? Wieso regst du dich so auf?",
fragte mein Opa.
"Da ... ist .... es .... !", stotterte ich. "Potzplitz Kind, du hast Recht!
Die Mieminger Kette hat es total eingehagelt!", rief mein Opa erschrocken.
"Schnell Kind, wir holen die Leute im Dorf zusammen. Denn wenn der viele
Hagel sehr schnell schmilzt, gibt es große Gefahr für unser Dorf!", meinte
der Opa ernst. Und der Lehnbach kam mit Gebrause und Geröll und vermurte
die Felder Richtung See.
Mein Freund wollte nicht mehr aufhören zu weinen, denn die Wiesen und
Äcker seines Vaters waren verwüstet.
Woher sollten sie nun das Futter für die Tiere und das Getreide für das
Brot nehmen?
"Uns wird das Betteln
nicht erspart bleiben", murmelte der Bauer traurig.
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