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Lehrausgang zu
den zwei Mühlen und zur Säge
Schon lange vor der Zeit des Turmbaus gab es südlich von Untermieming
die Mühle am Lehnbach in felsigem Gelände. Schon 1327 wurde diese Mühle
in einer Urkunde genannt. Bereits 1588 wurden in den Steuerurbaren sowohl
die untere (südlich gelegene) als auch die obere (nördlich gelegene) Mühle
erwähnt.

Schon damals fraß sich der Lehnbach in den Fels, vereinigte sich knapp
oberhalb der nördlichen Mühle mit dem Krebsbach und trieb die Mühlen und
das Sägewerk, das sich zwischen den Mühlen befand, an.
Diese
Mauerreste stammen von der unteren Mühle. Im Erdgeschoß befand sich auf
der Ostseite die Mühlenanlage mit darüberliegendem Dachboden, auf der
Westseite war eine ganz kleine Küche und ein Stübchen mit zwei darüber
befindlichen Schlafzimmern eingerichtet.
Ein
kleines Stück oberhalb der unteren Mühle war der Platz der Sägemühle (des
Sägewerks, der Säge).
Die
Sägemühle wurde schon 1628 im Grundsteuerkataster genannt.
Nicht weit vom Sägewerk entfernt stand die obere Mühle, in der verschiedene
Mehlsorten (grobes Mehl, feines Mehl, Weizengrieß, Polenta, Rollgerste
...) gemahlen wurden.
Diese Mühle brannte 1957 ab. So endete in der oberen Mühle der Mühlenbetrieb
1957. In der unteren Mühle ging 1920, zwei Jahre vor der Elektrifizierung
des Dorfes, das Mahlen zu Ende.

Bodenstein und Läufer,
zwei Mühlsteine, berichten aus vergangenen Tagen!
Nur ein kleiner Teil der Urkunden konnte beim Brand gerettet werden.
Die Enkelin
des letzten Müllers, Herta Kleißl, stellte uns in dankenswerter Weise
Urkunden und Schreiben zur Verfügung.
Urkunden im Besitz der Familie Kleißl
Urkunde von 1742 - Tausch Conträct

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Irma
Maurer, die Tochter des letzten Müllers in Untermieming, führte uns
in sehr entgegen-
kommender und
freundlicher Weise auf das Gelände der zwei Mühlen und der Säge und erzählte
interessant von der Zeit, als die Mühlen und das Sägewerk noch in Betreib
waren.
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