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Lehrausgang Lehnbach
Da unser Kirchturm
aus den Steinen des Lehnbachs und mit Kalkmörtel gebaut wurde, wollten
die SchülerInnen unbedingt die Gesteinsarten, vor allem den Kalkstein,
kennenlernen.

Prof. Dr. Karl Krainer erklärte den Kindern am Lehnbachbett in Obermieming
die Entstehung der Mieminger Kette, die etwa zu 50% aus Kalkstein und
zu 50% aus Dolomit besteht. Welcher Stein war nun der Kalkstein, aus dem
damals im Kalkofen am Lehnbach in Untermieming Kalk gebrannt wurdet? Unsere
Neugier war groß! Aber Prof. Krainer verriet es uns gleich!
Mit
dem Geologenhammer schlug er die Steine an, um eine frische Stelle zu
bekommen und tropfte eine 10%ige Salzsäure darauf. Schäumte die Flüssigkeit,
so war es ein Kalkstein, ansonsten ein Dolomit, der aber keinen Kalkeinschluß
haben kann. Das Suchen und Untersuchen war für die Kinder sehr aufregend.
Überglücklich waren sie, nun zu wissen, welche Steine zu Kalk gebrannt
wurden.
Aber wie funktionierte das Kalkbrennen?

Prof. Krainer lernte
das Kalkbrennen noch bei seinem Vater in Kärtnen kennen. An Hand von Bildern
erklärte er den SchülerInnen den Vorgang des Kalkbrennens. Unser alter
Kalkofen ist in Untermieming an der Stelle gestanden, wo heute die Garage
von Franz Spielmann steht. Josef Dietrich, der als Kind auf dem Kalkofen
noch herumkletterte, zeichnete für uns eine Skizze vom alten Kalkofen.

Im Lehnbachbett findet man neben dem Kalk- und Dolomitgestein auch Rauwacken,
Sandsteine zur Wetzsteinherstellung, Tonmergel, Onkolithe,...

Auf diesem Foto sieht man im Hintergrund eine etwas dunkler gefärbte Stelle
am Bachbettrand, die eine Grundmoräne des Inntalgletschers ist. Das Mieminger
Plateau wurde nämlich vom Inntalgletscher und den Schuttablagerungen der
Mieminger Kette geformt.
Von Prof. Krainer erfuhren wir auch, dass der Inn einst durch das Gurgltal,
über den Holzleitensattel und das Mieminger Plateau floss und während
der Eiszeit nur die höchsten Berggipfel aus dem ewigen Eis herausschauten.
"Steinreich"
gingen wir alle nach Hause!
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Univ.-Prof.
Dr. Karl Krainer, Geologe am Institut für Geologie und Paläontologie
an der Universität Innsbruck war so freundlich und entgegenkommend, zu
uns nachMieming zu fahren und mit den SchülerInnen die Gesteinsarten zu
erkunden.
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