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Lehrausgang zur Lärchenwiese:

Da der Turmhelm des Kirchturms aus Lärchenholz gebaut wurde, wollten die Kinder mehr über diese besondere Holzart wissen.
So unternahmen wir einen Lehrausgang zur sehr schön gepflegten Lärchenwiese der Familie Kleinheinz in Obermieming.



Vor uns schon die Lärchenwiese.



In Tirol hat die Lärche einen Waldanteil von nur 7%.
Sie braucht sehr viel Licht und volle Gipfelfreiheit, bevorzugt Geländerücken und bewindete Hänge, liebt frischen, nährstoffreichen und lockeren Boden.
Die Lärche ist gegen Frost und Hitze unempfindlich.

Der Baum hat ein tiefes Herzwurzelsystem, wird bis zu
40m hoch, kann einen Durchmesser bis zu 1 m haben und wird bis zu 700 Jahre alt. Die Europäische Lärche ist der einzige laubabwerfende europäische Nadelbaum. Die abgefallenen Nadeln dienen der Bodenverbesserung.
Die Lärche trägt mit 30 - 40 Jahren erstmals Samen, aber nur alle 3 - 7 Jahre ist ein Samenjahr.

Lärchenblüten
Die rötlichen Zapfen sind die weiblichen Blüten, die gelblichen Zapfen die männlichen. Der Same reift im Oktober/November und fliegt erst im Frühjahr aus. Der eiförmige Same ist mit einem Flügel fest verwachsen und nur 35% des Samens ist keimfähig. Die leeren Zapfen bleiben viele Jahre am Baum.



Die Rinde ist anfangs ledergelb bis grau und wird später tiefrissig und stark. Innen hat sie eine rötliche Schicht. Der schmale Splint, durch den die Nahrungszufuhr erfolgt, ist gelblichweiß, das Kernholz rot.

An einem Lärchenstrunk können die Kinder durch das Zählen der Jahresringe das Alter bestimmen und die Wuchsbedingungen feststellen.

Mit dem Zuwachsbohrer bohrte der Waldhirte einen Bohrkern. Am Bohrkern kann man das Alter und den Zustand des Baumes ablesen. Durch diese Bohrung entsteht an der Lärche kein Schaden.

Der Bohrkern wird zurückgesteckt und die Lärche verklebt die Hohlräume und Risse mit Pech (Harz).

Das Lärchenholz ist das dauerhafteste Nadelholz Europas. Es ist hart, harzreich, elastisch, zäh, leicht spaltbar und gut zu bearbeiten. Es schwindet wenig und ist im Trockenen wie im Wasser sehr dauerhaft. Das Lärchenholz wird für Dachstühle, Schindeln, Mühlräder, Schwellen, Treppen, Innen- und Außenverkleidungen,Türen, Fenster, aber auch als Grubenholz verwendet.

Der Saft der Lärche dient zur Herstellung von Terpentin.
Sprichwort: "A Larch unterm Doch isch a ewige Soch".



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Mit Johann Holzeis, Waldhirte (Waldaufseher) unserer Gemeinde, lernten die SchülerInnen die Europäische Lärche in sehr fachmännischer, anschaulicher und netter Weise kennen.