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Geschichte
Der Überblick

Die Geschichte

Eine aufregende Zeitreise vom tiefen Mittelalter bis in die Gegenwart:
Unser Kirchturm weiß mehr, wie wir glauben.

 
1071 1311 1430 1491 1498 um 1600 1692 1695 1742/43/44 1751 1836 1890 1891 1899 1916 1921 1951 1952 1987

In dieser Urkunde vom
23. November 1071 sind Obermieming und Untermieming erstmals in lateinischer Sprache und Schrift erwähnt:

Mieminga superior et inferior
1311 erhielt das Zisterzienserstift Stams das Patronat auf die Pfarre Mieming.

Erst seit dem zweiten Weltkrieg ist das Patronat aufgehoben.

Die Pfarrkirche Mieming.


Am 21. Mai 1430 weihte Gerhard, Bischof von Salonensis, die neuerbaute, spätgotische Kirche in Untermieming zu Ehren der Muttergottes ein und verfasste zur Weihe der Kirche am 21. Mai 1430 einen Ablassbrief. In diesem Brief bezeichnet Bischof Gerhard die Kirche als Basilika.

 


Vergleichsbrief zwischen Untermieming und dem Stift Stams
In diesem Brief
wird über die Mure des Lehnbachs zwischen Untermieming und See und wie die "Pachrunst" zu verarchen sei, berichtet.

Turmbau: Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt die spätgotische Kirche einen neuen, massiven, hohen, spitzen Turm, der unter der Leitung des Meister Jörg und des Meister Jakob von der Bauhütte Imst gebaut wurde.

Erste Abbildung von Untermieming auf dem Aquarell der "Hofmark Stams".


Die Glockenrechnung aus dem Jahr 1692 ist heute noch im Gemeindearchiv vorhanden.

Es wird berichtet, dass am 29. Juni 1695 der 180 Fuß hohe Turm durch einen Blitzschlag stark
beschädigt worden ist.

Große Arbeiten am Turmhelm
Die Originalrechnungen von der Turmdeckung in diesen Jahren befinden sich im Stiftsarchiv Stams.

15. Juli 1751:
Im Visitationsbericht wurde die viel zu enge Sakristei im Erdgeschoß des Turms bemängelt.


Reparation (Renovierung) des Turms und der Kirche

Am 1. Juni 1836 wurde der Turmknopf (die Turmkugel) samt beigelegter Urkunde und Gedenkmünze zu Ehren der Jungfrau Mariä wieder aufgesetzt.


1890 wurde das baufällige und zu kleine spätgotische Gotteshaus komplett abgerissen.

Nur die beiden spitzbogigen Portale an der West - und Nordseite sind erhalten.
Der spätgotische Turm erhielt ein neugotisches Langhaus. Es wurde von der Baufirma Huter aus Innsbruck neu errichtet.

1891 wurde der Blitzableiter montiert.

Dabei wurde der Turm von Hopfer und Reinhard aus Innsbruck nachgemessen:

75 m = 237 3/4 Fuß

Die Einweihung des Gotteshauses fand am 28. Oktober 1891 statt.

29. Juni 1899: 6 Glocken wurden von der Firma Barth. Chiappani aus Trient angeliefert, am 2. Juli 1899 (Isidorisonntag) geweiht und aufgezogen.

Die große Glocke wog 2400 kg.

Die Glocken wurden abgenommen und mussten zum Gießen von Kanonenkugeln "einrücken".

Der Kirchturm bekam von der Firma Böhler aus Kapfenberg
4 neue Stahlglocken.

Große Turmrenovierung unter Pfarrer Edmund Schütz

Auch der Turmknopf wurde wieder abgenommen und die Urkunde mit Gedenkmünze vom Jahre 1836 gefunden. Es wurde berichtet, dass der, vorher nur verzinnte, Turmknopf vergoldet wurde. Ebenso neu vergoldet wurde der bereits in Feuer vergoldete Stern mit Halbmond. Die Kugel, 2,10 m im Umfang, trug die Zahl 1534 und war von 4 Schüssen durchlöchert.

Das Sterbeglöckchen,
das auf Initative des Josef Kluibenschädl angeschafft wurde, läutete bei seiner Beerdigung zum ersten Mal.

Pate der Sterbeglocke war der Ministrant Franz Happ.

Pfarrer Alois Kathrein:
(1961-1987) Unter ihm wurde die Uhranlage elektrifiziert und das elektrische Geläute modernisiert.

Das Dach des Turmhelms wurde unter Pfarrer Alois Ortner renoviert und die Kugel neu vergoldet.
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