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Veränderung
der Sprache, des sprachlichen Ausdrucks,
der Schrift und Rechtschreibung:
Folgende Urkunden und Schriften zeigen die Veränderung der Sprache, des
sprachlichen Ausdrucks, der Schrift und Rechtschreibung:
Beim Besuch des Stiftarchivs Stams durften die Kinder die Patronatsurkunde,
den Ablassbrief, den Vergleichsbrief und die Turmrechnungen
anschauen und lesen.
Die lateinische Sprache im Patronats- und im Ablassbrief konnten sie zwar
etwas lesen, aber nicht verstehen.
Den Vergleichsbrief in gotischer Schrift konnten die SchülerInnen teilweise
gut entziffern.
Die Turmrechnungen in Kurrentschrift waren für sie nicht lesbar.
Diese Schrift möchten die Kinder gerne lernen, was im Schreibunterricht
leicht verwirklicht werden könnte.
Denn sie möchten auch Urkunden und Schreiben aus der Gemeindechronik lesen
können.
In
gotischer Schrift und deutscher Sprache ist der Vergleichsbrief zwischen
Untermieming und dem Stift Stams vom Jahre 1491 geschrieben.
Diese Rechnung von 1692 ist in Kurrentschrift und deutscher Sprache geschrieben:
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dem
gloggen gießer
dem
schmid
Zimerleiten
fuherlohn
Trinkhgelt
bey weihung
zweün
gloggen Seiler
Holz
zu gloggstuhel und ...
.............................. |
1626 fl 29 X
200
fl 30 X
54
fl 51 X
23
fl 34 X
3
fl 34 X
12
fl
15 fl
................................
1944
fl X |
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darein
die Bruderschafft 609 fl 54 X
F. J. H. J.
K.
L. M. N. O.
P. R. S. V. Gaßler Christoph
12 X 62 1692
( fl= Forentiner Gulden, X = Kreuzer )
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Auch die Turmrechnung
von 1744 ist in Kurrentschrift und deutscher Sprache geschrieben:
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in
Bedeutung der gefährlichen arbeith, un der malen
theuren Zeithen, doch und
....................................
der anderwertigen arbeit und Taglohner
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Austhaillung
Des Maister, und Gesöllen der Zimmer leuth Lohn, Bey Döckhung
des Kürchen thurms Miemingen.
Nemblichen
wirdet dem Maister Niclaus Zobl. fir ieden Tag geschöfft
solang Er Bey dem Thurm gearbeitet,des Tags benent.......
__:__:fl 700 --X
Und jeden gesöllen des Tags mit einschluß des
Trinckhgelts
__:__: fl 30 --X
Dann den Maister zu einem Drinckgelt. wegen seinem obgehaten
großen Fleiß
und den
12:__ __
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Dieses
Bild zeigt die letzte Seite aus der Erinnerungsschrift vom Jahre 1836
in Kurrentschrift.
Der
zur Einweihung der Kirche am 28. Oktober 1891 verfasste Weihebrief ist
in lateinischer Sprache geschrieben.
Ein Schreiben von Baumeister Johann Huter in Kurrentschrift. Die Baufirma
Huter errichtete 1890/91 das neugotische Langhaus .

Innsbruck, am 30. Dezember 1893
Löbliche Gemeindevorstehung
Miemingen Zum Jahreswechsel erlaube ich mir
Ihnen verehrter Herr Vorsteher sowie allen werthen Herrn des Gemeindeausschusses
meine besten Wünsche darzubringen, und bitte Sie diese Wünsche den Herrn
gütigst bekannt geben zu wollen.
Es gereicht mir zum Stolz und zur Freude Ehrenbürger Ihrer Gemeinde zu
sein, und will ich mich bestreben, derselben möglichst nützen zu können.
Genehmigen Sie den Ausdruck meiner Hochachtung.
J. Huter Baumeister
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Ein geheimnisvolle Zeit mit vielen Erkenntnissen und vielen offenen Fragen
für uns!
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