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Erstaunlich

Was es damals nicht gab...

Wie es damals war...


Veränderung von Schrift und Sprache

Was wir noch gerne wissen möchten...

 

Veränderung der Sprache, des sprachlichen Ausdrucks,
der Schrift und Rechtschreibung:


Folgende Urkunden und Schriften zeigen die Veränderung der Sprache, des sprachlichen Ausdrucks, der Schrift und Rechtschreibung:

Beim Besuch des Stiftarchivs Stams durften die Kinder die Patronatsurkunde, den Ablassbrief, den Vergleichsbrief und die Turmrechnungen anschauen und lesen.
Die lateinische Sprache im Patronats- und im Ablassbrief konnten sie zwar etwas lesen, aber nicht verstehen.
Den Vergleichsbrief in gotischer Schrift konnten die SchülerInnen teilweise gut entziffern.
Die Turmrechnungen in Kurrentschrift waren für sie nicht lesbar.
Diese Schrift möchten die Kinder gerne lernen, was im Schreib
unterricht leicht verwirklicht werden könnte.
Denn sie möchten auch Urkunden und Schreiben aus der Gemeindechronik lesen können.



Patronatsbrief

Patronatsbrief

Ablassbrief
Die Patronatsbrief von 1311 und der Ablassbrief von 1430 ist in lateinischer Sprache und Schrift geschrieben.

 

In gotischer Schrift und deutscher Sprache ist der Vergleichsbrief zwischen Untermieming und dem Stift Stams vom Jahre 1491 geschrieben.












Diese Rechnung von 1692 ist in Kurrentschrift und deutscher Sprache geschrieben:



dem gloggen gießer
dem schmid
Zimerleiten
fuherlohn

Trinkhgelt bey weihung

zweün gloggen Seiler

Holz zu gloggstuhel und ...
..............................
1626 fl 29 X
200 fl 30 X
54 fl 51 X
23 fl 34 X

3 fl 34 X


12 fl

15 fl
................................
1944 fl X
  darein die Bruderschafft 609 fl 54 X

F. J. H. J.
K. L. M. N. O.
P. R. S. V. Gaßler Christoph
12 X 62 1692
( fl= Forentiner Gulden, X = Kreuzer )


Auch die Turmrechnung von 1744 ist in Kurrentschrift und deutscher Sprache geschrieben:


in Bedeutung der gefährlichen arbeith, un der malen theuren Zeithen, doch und

....................................

der anderwertigen arbeit und Taglohner

Austhaillung
Des Maister, und Gesöllen der Zimmer leuth Lohn, Bey Döckhung des Kürchen thurms Miemingen.

Nemblichen wirdet dem Maister Niclaus Zobl. fir ieden Tag geschöfft solang Er Bey dem Thurm gearbeitet,des Tags benent.......
__:__:fl 700 --X
Und jeden gesöllen des Tags mit einschluß des Trinckhgelts
__:__: fl 30 --X

Dann den Maister zu einem Drinckgelt. wegen seinem obgehaten großen Fleiß
und den
12:__ __


Dieses Bild zeigt die letzte Seite aus der Erinnerungsschrift vom Jahre 1836 in Kurrentschrift.

Der zur Einweihung der Kirche am 28. Oktober 1891 verfasste Weihebrief ist in lateinischer Sprache geschrieben.













Ein Schreiben von Baumeister Johann Huter in Kurrentschrift. Die Baufirma Huter errichtete 1890/91 das neugotische Langhaus .



Innsbruck, am 30. Dezember 1893
Löbliche Gemeindevorstehung

Miemingen Zum Jahreswechsel erlaube ich mir Ihnen verehrter Herr Vorsteher sowie allen werthen Herrn des Gemeindeausschusses meine besten Wünsche darzubringen, und bitte Sie diese Wünsche den Herrn gütigst bekannt geben zu wollen.
Es gereicht mir zum Stolz und zur Freude Ehrenbürger Ihrer Gemeinde zu sein, und will ich mich bestreben, derselben möglichst nützen zu können. Genehmigen Sie den Ausdruck meiner Hochachtung.

J. Huter Baumeister



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Ein geheimnisvolle Zeit mit vielen Erkenntnissen und vielen offenen Fragen für uns!