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Wie es damals war:
Das Mieminger Plateau wurde Miemingerberg genannt.
Der Miemingerberg war sehr bewaldet und hatte weniger Felder als heute.
Der Lehnbach suchte sich seinen Weg durch das heutige Unterweidach und
Weidach, floss zu der von Untermieming südlich gelegenen Mühle, stürzte
übers Bergl hinunter und mündete so wie heute in den Inn.
1491 vermurte der Lehnbach das Gebiet zwischen Untermieming und See so
stark, dass die Untermieminger das Stift Stams um Hilfe für die Verarchung
des Baches baten.
Ortsteile,
Einwohner
Zum Miemingerberg gehörten die heutigen Gemeinden Mieming, Wildermieming,
Obsteig und Mötz. Damals lebten etwa 1200 Menschen in dieser Gegend, heute
5732.
In unserer Gemeinde gab es schon alle alten Ortsteile:
Untermieming,
Fiecht, See, Tabland, Zein, Obermieming, Barwies, Zirchbichl, Freundsheim,
Fronhausen und Krebsbach
Die Himmelsrichtungen wurden mit dem Lauf
der Sonne umschrieben:
Norden: gegen Mitternacht, Nacht
Süden: gegen Mittag, Mittag
Westen: gegen Untergang, Abend
Osten: gegen Aufgang, Morgen
Mannemahd - ein altes Flächenmaß
für Wiesen:
Die Fläche,
die ein Mann an einem Tag mähen konnte, war ein Mannemahd
Wie
die Menschen lebten und arbeiteten
Die Leute lebten vorwiegend vom Ertrag der Landwirtschaft. Das Getreide
wuchs auf den Äckern, jedoch Kartoffeln und Mais waren noch unbekannt.
Aber auch die Holzwirtschaft war von Bedeutung.
Der
Innsbrucker Königliche Rat Georg Rösch von Geroldshausen rühmte 1557 in
seinem Gedichtband
"Der Tiroler Landreim" den Holzreichtum am Miemingerberg.

Auf dem Mieminger Berg gibt es Holzkäufe ohne Zahl. Kranebittgrün* wächst
viel schöner Gestalt um den Ansitz Freundsheim ein ganzer Wald.
*Kranebittgrün ist der Wacholderstrauch
Kommentar der Schüler: "Vor 443 Jahren durfte man im Dialekt schreiben."
Reichtum Holz
Das geschlagene Holz brachten die Fuhrleute zur
"Mötzer-Lendt", die Zentrale und Ausgangspunkt für die Innschifffahrt
und Flößerei bis 1905 war.
In der " Mötzer- Lendt " wurden große Stapel von Langholz gelagert und
der dort jährliche stattfindende Holzmarkt zählte zu den bedeutendsten
des Landes. Auf dem Inn wurde viel Holz nach Hall zum Salzbergwerk und
nach Schwaz zum Silberbergwerk geflößt.
Aufnahme um 1901,
aus der Sammlung von Mag. Helmut Hörmann, Mötz - Stams
Foto: Fritz Gretl, Innsbruck
Lärchenholzstapel vom Mieminger Plateau in der
"Mötzer-Lendt" Lärchenholz, ein besonders wertvolles Holz!
Wege und Pfade
Statt der Straßen gab es die Saumwege und Saumpfade, auf denen die Saumpferde
die Güter transportierten. Alte Wegbezeichnungen, wie "Sämersteig"
und "Platzl" in Obermieming erinnern an einen alten Verkehrsweg.
Im Inntaler Steuerbuch vom Jahre 1312 wurde bereits auf die Bedeutung
des Verkehrsweges über das Mieminger Plateau hingewiesen.
Ein Steig führte übers Bergl hinunter zum Inn.
Die Überfuhr über den Inn von Mieming nach Stams lässt sich auf das Jahr
1282 verfolgen.
Der Handelsweg von Mötz hinauf zur Burg Klamm, über Obsteig, Holzleiten
zum Fernpass war sicher ein wichtiger Handelsweg.
Leben auf dem Bauernhof
Auf dem Bauernhof lebten die Großfamilie des Bauern, die Knechte, Mägde
und Tagelöhner. Die Häuser glichen heutigen alten Almhütten. Außer der
offenen Feuerstelle und dem Kienspanlicht gab es keine Beleuchtung. So
ging man bald nach Sonnenuntergang schlafen und stand mit dem Sonnenaufgang
wieder auf.
Es gab freie und unfreie Bauern. Die freien
Bauern bestimmten ihr Leben weitgehend selber und waren nicht abgabenpflichtig.
Die unfreien Bauern waren einem Grundherrn untertan und mussten diesem
Zins in Naturalien (Roggen, Gerste, Butter, Schmalz, Eier, Fleisch) und
Geld entrichten. Doch war der Grundherr dafür zu Schutz und Hilfe verpflichtet.
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Ein geheimnisvolle Zeit mit vielen Erkenntnissen und vielen offenen Fragen
für uns!
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