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Geschichtliche Übersicht

In Mezöberény und Umgebung befinden sich archeologische Siedlungsspuren. Vom 9. Jahrhundert bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts haben sich diese Siedlungen beinahe entvölkert und wurden durch Kriege und natürliche Katastrophen vernichtet. So blieben nur sehr wenige Daten aus dieser Zeit erhalten. 
Von 1723 –  dem Ende der türkischen Besetzung – siedelten sich ungarische, deutsche und slowakische Kolonisten an. Sie brachten die Kultur und die handwerkliche Tradition ihrer Heimat mit. Der erste dem Namen nach bekannte Handwerker war Bálint Minich, ein Schneider. 1754 haben 8, 1773 schon 29 Handwerker in der überwiegend von Landwirtschaft geprägten Siedlung gearbeitet. Seit 1819 gab es einen Schuhmacher und eine Zunft, die mehrere Berufe vereinigte. 1828 haben 108 Handwerker mit ihren Produkten die Einwohner von Mezöberény versorgt. Sie sind sogar auf Märkte gegangen, haben also ihren Warenüberschuß in anderen Siedlungen verkauft. In den 20ger Jahren dieses Jahrhunderts war das Ergebnis der technischen Entwicklung, dass billigere Fabriksprodukte auf den Markt kamen. 
Die Handwerker verloren so allmählich ihre Bedeutung. Seit den 50ger Jahren kamen die Meister in industrielle Genossenschaften. Das traditionelle Handwerk übten nur noch sehr wenige Meister aus.
Von Anfang an hatte die Holzverarbeitung eine große Bedeutung. Ein Zweig davon, der auch heute eine wichtige Rolle in Mezöberény spielt, ist die Möbelverarbeitung.