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Fragen und Antworten
Was sind "Mudra" - Die Symbolik der Handzeichen des Buddha?
Gibt es heilige Schriften im Buddhismus?
Die Lehren des Buddha wurden von Genaration zu Generation mündlich
weitergegeben und schließlich als "Sutra" schriftlich aufgezeichnet.
Hunderte dieser Schriften wurden schon früh in zahlreiche Sprachen
übersetzt und bis auf den heutigen Tag überliefert. Das erste
Druckwerk der Welt, ist das "Diamant Sutra"
aus dem Jahr 868.
In welcher Sprache sind die Quellen des Buddhismus überliefert?
Insbesondere in einer indische Sprache, die "Pali" genannt wird. Aber Schriften
sind auch in Sanskrit, Chinesisch und in Tibetisch überliefert.
Wie fasten Buddhisten?
Es gibt kein Fastengebot, aber gelegentliches Fasten wird als nützlich
betrachtet, weil es Körper und Geist reinigt. Die Buddhisten fasten
dadurch, dass sie kein Fleisch essen. Zu bestimmten Feiertagen und wenn
man sich im Kloster aufhält.
Was unterscheidet Buddhismus vom Christentum?
Buddhismus ist eine der ältesten Religionen und wird seit etwa 2500
Jahren von Menschen praktiziert.
Der Buddhismus kennt keine Verbote und Gebote.
In der Geschichte des Buddhismus kommt es eher selten zu Machtansprüchen
und Machtausübung.
Ist der Buddhismus in allen Ländern gleich?
Der Buddhismus hat in seiner Geschichte immer die Kulturellen des jeweiligen
Landes angenommen. So unterscheidet sich der Buddhismus in Tibet von dem
in Japan, der Buddhismus in Vietnam von dem in der Mongolei, der Buddhismus
von Sri Lanka von dem in Korea. Die drei Hauptrichtungen des Buddhismus
werden als "Fahrzeuge" bezeichnet: das Kleine Fahrzeug, das Große
Fahrzeug und das Diamant Fahrzeug.
Wie wird man Buddhistin/Buddhist?
Den Entschluß Buddhistin/Buddhist zu werden, oder mit anderen Worten
den Mittleren Weg zu beschreiten und der Lehre des Buddha zu folgen, bekräftigt
man dadurch, dass man die Dreifache Zuflucht nimmt. "Ich nehme Zuflucht
zu Buddha, ich nehme Zuflucht zu seiner Lehre (Dharma), ich nehme Zuflucht
zu seiner Gemeinde (Sangha)."
Sind Buddhisten Vegetarier?
Der Buddhismus kennt kein Verbot des Fleischessens. Andererseits ist es
Buddhisten ein großes Anliegen, möglichst keine Tiere zu töten.
Ein achtsamer Umgang mit der Ernährung führt dazu, dass Buddhisten
im Allgemeinen nicht sehr viel Fleisch essen. In Klöstern wird üblicherweise
kein Fleisch gegessen.
Gibt es Sünden im Buddhismus?
Der Buddhismus kennt weder Verbote noch Sünden; es sind aber alle
Menschen angehalten ein hohes Maß an Verantwortung für sich
und für andere zu entwickeln. Insbesondere das Beachten der Fünf
Sila wird als heilsam betrachtet.
Nicht töten
Nichts zu unrecht an sich nehmen
Keine falschen, verletzenden oder unnützen Worte sprechen
Mit dem Körper und den Sinnen sich und andere nicht zu schädigen
Den Geist durch nichts zu trüben
Wo treffen sich Buddhisten zur Ausübung ihrer Religion?
Traditionellerweise treffen sich Buddhisten in einem Tempel, in dem eine
Buddhastatue steht, die mit Blumen und Kerzen geschmückt ist und vor
der Räucherstäbchen angezündet werden. Manchmal auch dort,
aber insbesondere in Klöstern trifft man sich zur gemeinsamen Meditation.
Wie beten Buddhisten?
Beten steht für die Buddhisten als religiose Praxis nicht im Vordergrund,
eher gibt es die Praxis des öfteren Sagens von positiven Merksprüchen
(Gatha). Die wesentliche Praxis der Buddhisten ist die Meditation, in der
der Geist geklärt und konzentriert ist.
Gibt es Menschen, die sich hauptberuflich der Weitergabe der Buddha-Lehre
und der Betreuung der Gläubigen widmen?
Diese Aufgabe wird seit beginn des Buddhismus von Mönchen und Nonnen
durchgeführt. Die Bezeichnung Beruf ist dafür nicht angebracht,
weil Mönchen und Nonnen besitzlos sind.
Wer ist das Oberhaupt der Buddhisten?
Buddhisten kennen kein Oberhaupt, aber in den verschiedenen Lehrrichtungen
und Orden gibt es hochgeschätzte Lehrer. Der Dalai Lama ist einer
der wichtigsten Lehrer des tibetischen Buddhismus und genießt auch
bei den anderen Buddhisten in aller Welt ein hohes Ansehen.