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Zuerst ein paar historische Fakten:  
* die Festung Terezín/Theresienstadt wurde in den Jahren 1780-90 gebaut
* im 19. Jhd. wurde sie in eine Garnisonsstadt umgewandelt und die bizarre Architektur der Festungsanlage blieb bis heute erhalten
* im November 1941 kam der erste Transport aus Prag nach Theresienstadt
* bis Mitte 1942 wurde die einheimische Bevölkerung zwangsweise ausgesiedelt und die ganze Stadt wurde zum Lager
* ursprünglich war Theresienstadt nur ein Durchgangs- und Sammellager für das Protektorat Böhmen und Mähren
* kurz danach wurde sie auf der Wannsee-Konferenz zum "Altersghetto" erklärt, doch die Familien lebten getrennt
* die Transporte der Juden aus Deutschland, Österreich und einigen okkupierten Ländern begannen Mitte 1942
* bis Ende des Krieges wurden 140.000 Juden hierher deportiert, fast jeder Fünfte starb hier
* 87.000 gingen mit Transporten in die Vernichtungslager nach Osten(Auschwitz/Osvencim....), nur 4.000 überlebten

* in der Stadt wurden zur Ghettozeit 30-40 000 Menschen auf einmal konzentriert
* vor dem Krieg lebten hier nur 7 000 Zivilisten und Soldaten
 
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen einem Ghetto und dem KZ-Lager während des 2. Weltkrieges zu sehen.

Ghetto
- hermetisch abgeschlossene Städte (oder Teile der Städte), wo die Juden gewaltsam hingebracht wurden und die sie nicht verlassen durften
- sie lebten dort unter sehr schlechten hygienischen Lebensbedingungen
- die Familien wurden nicht voneinander getrennt
- ein Ghetto diente als ein Übergangsort vor dem weiteren Transport in Vernichtungslager

Konzentrationslager
- die Familien lebten getrennt und außer Juden wurden hier auch andere unerwünschte Menschengruppen konzentriert
- sie wurden oft als Arbeitslager ausgenutzt und die, die unfähig waren, schwere Arbeiten auszuüben, wurden getötet