1) Aus welchem Grund hast du dich damals entschieden, eine zweisprachige Klasse des Gymnasiums mit Deutsch als Fremdsprache zu besuchen?
|
Bei den Fragen 1 - 6 waren die Absolventen aufgefordert, rückblickend den Wert ihrer Schulentscheidung und Schulausbildung einzuschätzen. Wie noch in einigen weiteren Fällen, kam es auch bei Frage 1 zu Mehrfachnennungen. Auf die Frage, aus welchem Grund sie sich als 14-jährige Schüler für eine bilinguale Schulform entschieden haben, werden mehrheitlich bessere berufliche Chancen genannt. Dass diese Antwortmöglichkeit im Gesamtergebnis an erster Stelle steht, liegt daran, dass 50 % aller Antworten der HAK-Absolventen auf Punkt C entfallen, bei den anderen drei Schulstandorten liegt der prozentuelle Anteil dieser Antwortmöglichkeit im Vergleich dazu bei durchschnittlich 33 %. Am zweithäufigsten wird das eigene große Interesse ins Treffen geführt. Dieser Punkt rangiert bei den allgemeinbildenden Gymnasien an erster Stelle. Die berufliche Verwertbarkeit der schulischen Ausbildung hatte also für jene Absolventen vorrangige Bedeutung, die sich für eine berufsbildende höhere Schule entschieden, während das gegenwärtige persönliche Interesse für alle anderen primäre Bedeutung für die Schulentscheidung hatte. Für 18 % war der Schulwunsch der Eltern (mit-)entscheidend, der Einfluss der Grundschullehrer auf diese Entscheidung ist mit Ausnahme eines Standortes gering. Dass Absolventen des Gymnasiums Mosonmagyarovar dieser Empfehlung mehr Bedeutung beimessen, könnte daran liegen, dass viele aus unterschiedlichen Teilen Ungarns als Internatsschüler nach Mosonmagyarovar kommen. Lehrer an ländlichen Grundschulen werden als Schulberater von Schülern und Eltern eher konsultiert als in größeren und großen Städten, in denen Eltern und Schüler über die schulische Infrastruktur besser Bescheid wissen.